- Trump verteidigt sich nach Äußerungen in Helsinki
- Google-Fall könnte USA-EU-Handelsbeziehungen belasten
- DE30: Verhalten an 200-Tage-Linie entscheidend
- Euro massiv unter Druck, Bullen in der Bringschuld
Nachdem Donald Trump seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin bei der gemeinsamen Pressekonferenz am Montag in Helsinki verteidigte sowie von “vielen positiven Dingen” sprach, stieß der US-Präsident in seiner Heimat auf scharfe Kritik. Bei seinen Äußerungen zum heiklen Thema der Einmischung russischer Geheimdienstler in den US-Wahlkampf sprach er anschließend von einem Missverständnis. Zur Verteidigung führte er außerdem seine bisherigen Erfolge in der US-Wirtschaft an, wie unter anderem die 3,4 Mio. neu geschaffenen Jobs. Fakt ist jedoch, dass die Aussicht auf eine bessere Beziehung zwischen den beiden Atommächten etwas positives hat, allerdings muss dieser Kurs auch in Zukunft beibehalten werden. Insbesondere vor dem Kontext zahlreicher Konfliktsituationen, wie u. A. in Syrien, Südkorea oder dem Iran. Von der deutschen Bundesregierung gab es eine recht nüchterne, aber dennoch positive Rückmeldung zum jüngsten Gipfel: “Wir sind und bleiben davon überzeugt, dass Dialog das beste Mittel ist, um Lösungen zu erarbeiten”.
Google muss aufgrund von Verstößen gegen das EU-Recht eine neue Rekordstrafe von 4,3 Mrd. Euro zahlen. Grund hierfür war die Verpflichtung für Handyhersteller die eigenen Apps (von Google) auf Handys mit dem Betriebssystem Android vorzuinstallieren und fest zu integrieren. Für den Technologiekonzern dürfte dies aufgrund von hohen Rücklagen nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein, theoretisch könnte das Unternehmen mit dem Gewinn von 4-5 Monaten die Strafe begleichen. Nach einer gestrigen schwachen Eröffnung wurde am Ende sogar ein neues Allzeithoch ausgebildet. Noch interessanter aber ist, dass diese Entwicklung möglicherweise die derzeitigen Handelsspannungen zwischen den USA und der EU weiter belasten könnten. Einige Zölle sind bereits in Kraft getreten (auf Stahl und Aluminium) und weitere könnten bald folgen (auf Autos). Spätestens am 25. Juli, beim Treffen zwischen dem EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und US-Präsident Donald Trump, dürfte es neue Entwicklungen geben. Händler sollten daher achtsam sein.
Der DE30 ist kurz vor der 200-Tage-Linie ins Stocken geraten, konnte aber gestern an die jüngste Aufwärtsbewegung anknüpfen. Das Momentum hat zwar nachgelassen, dennoch gibt es gute Chancen für einen weiteren Ausbruchsversuch. Ein nachhaltiger Durchbruch könnte das Vertrauen vieler Anleger wieder herstellen und möglicherweise eine Trendwende einleiten. Bis dahin gibt es aber noch viel zu tun, die nächsten Kursbewegungen werden jedoch sehr entscheidend sein. Ein Abpraller an diesem technischen Niveau könnte wiederum eine Korrektur zur Unterstützung bei 12.600 Punkten mit sich bringen. Derzeit scheint ein bullisches Szenario aber noch am wahrscheinlichsten, der heutige Schlusskurs wird uns sicherlich mehr verraten.
Dem EUR ist gegenüber dem USD eine weitere Erholung nicht gelungen. Nach dem Einbruch, ausgelöst durch das EZB-Treffen im Juni, wurden zwei tiefere Hochs ausgebildet. Des Weiteren scheitert die Gemeinschaftswährung daran, die 1,17-Marke nachhaltig zu durchbrechen. Seitdem ist wieder eine Bewegung in Richtung 1,1550 zu beobachten. Im frühen Handel wird bereits die langfristige Aufwärtstrendlinie ausgehend vom Januar 2017 getestet. Gelingt wie bereits gestern ein Abpraller oder sehen wir eine neue Verkaufswelle? Die Momentaufnahme lässt vorerst nichts Gutes erahnen. Die EUR-Bullen sind hier in der Bringschuld und müssen aktiv werden, um den Kurs wieder rechtzeitig Richtung Süden zu bringen.
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