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09:03 · 24. Juli 2018

Marktkommentar: Trump wieder mit leeren Worten?

  • Oxford Economics prognostiziert 0,5% Wachstumsrückgang für 2019 im Falle eines ausgeprägten Handelskrieges
  • DE30 könnte bullische Eröffnung für neue Impulswelle nutzen
  • EUR erneut unter Druck, Bullen mit Schwierigkeiten

Die Verhandlungen um das nordamerikanische Freihandelsabkommen NAFTA gehen nun schon seit Monaten und gerieten jüngst etwas in den Hintergrund. Doch die Regierung Donald Trumps kämpft nicht nur gegen China und die EU, sondern auch mit den eigenen Nachbarländern Kanada und Mexiko für bessere Handelskonditionen. Der US-Präsident hatte aufgrund von Benachteiligungen für die US-Wirtschaft mit einem Ausstieg gedroht. Am Montag äußerte er sich jedoch wie folgt: “Wir sprechen mit Mexiko über NAFTA und ich denke, wir werden etwas hinbekommen”. Klingt auf den ersten Blick recht positiv, doch bisher bleibt alles recht vage und unkonkret.

Wir kennen Trump als jemanden der viel verspricht und oftmals abstruse Forderungen stellt, doch auch er wird sich die Frage stellen müssen, ob sein kompromissloser Protektionismus wirklich der richtige Ansatz ist. Laut Ökonomen von Oxford Economics könnte ein ausgeprägter Handelskrieg verheerende Folgen für die Weltwirtschaft haben. Die Rede ist von 0,5 Prozentpunkten für das Weltwirtschaftswachstum für 2019 (Verlangsamung von 2,9% auf 2,4%). China dürfte in der Tat der größte Verlierer sein, doch auch die USA würde es heftig treffen. Noch sind die größten “Zollpakete” (500 Mrd. USD auf chinesische Waren, Autozölle für die EU) nicht umgesetzt worden, daher gibt es noch Platz für Verhandlungen, doch die Zeit wird knapp. Selbstverständlich sind es nicht nur die USA, die in einer globalisierten Welt ihre Vorteile nutzen wollen, am Ende sollte aber lieber über Zollsenkungen anstatt von -anhebungen diskutiert werden.

Der deutsche Leitindex hat seit Ende Juni im D1-Chart zwei höhere Hochs und drei höhere Tiefs ausgebildet. Von einer Erholung der diesjährigen Verluste sind wir zwar noch weit entfernt, doch möglicherweise könnten wir mit einer neuen Impulswelle einen neuen Test der 200-Tage-Linie vornehmen. Am Dienstag startet der DE30 mit einem bullischen Gap und notiert zum Zeitpunkt des Schreibens bei 12.605 Punkten (+0,33%). Sollte diese Dynamik aufrechterhalten werden, könnte es Hoffnung für die Bullen geben. Andererseits haben wir zahlreiche Widerstände vor uns, die wiederum das Aufwärtspotenzial begrenzen könnten.

Der EUR setzt gegenüber dem USD seine gestrige Abwärtsbewegung fort und verliert bereits im frühen Handel 0,16%. Die 1,17-Marke konnte nicht nachhaltig durchbrochen werden und fungiert hier erstmal als übergeordnetes Kursziel für Bullen. Mit der heutigen Bewegung wurde außerdem die 20-Tage-Linie unterschritten und lässt hier nichts Gutes erahnen. Die Marktteilnehmer scheinen sich bislang aber nicht auf eine klare Richtung einigen zu können. Gelingt den EUR-Bullen eine Wende oder droht eine erneute Bewegung Richtung 1,1550?
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