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10:30 · 8. April 2019

Marktkommentar: US-Berichtssaison rückt in den Vordergrund

++ NPF-Bericht bestätigt solide US-Wirtschaft ++ Weitere Wachstumsimpulse aus China geplant ++ Handelsgespräche schreiten voran, Details fehlen dennoch ++ May hofft auf kurze Brexit-Verlängerung ++ DE30 nahe der 12.000 Punkte-Marke ++

Der marktbreite S&P 500 konnte am Freitag in seiner jüngsten Aufwärtsbewegung weiter in Richtung Allzeithochs voranschreiten und schloss die Handelswoche auf einem neuen Jahreshöchststand bei 2.896 Punkten. Die Signale vom NFP-Bericht als auch zum Handelsstreit zwischen den USA und China sind insgesamt positiv bewerten. Die Beschäftigung erlebte im März mit einem Zuwachs von 196 Tsd. eine Wiederbelebung, während das Lohnwachstum auf Jahresbasis von 3,4% auf 3,2% zurückging. Die US-Wirtschaft befindet sich weiterhin in einem guten Zustand und dies könnte die Erwartungen an eine Zinssenkung, die in letzter Zeit am Geldmarkt zu beobachten waren, zurückschrauben. US-Wirtschaftsberater Larry Kudlow sagte, dass die USA und China einem Abkommen immer "näher und näher" kommen würden. Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua sprach ebenfalls von Fortschritten bei der letzten Gesprächsrunde, allerdings seien noch einige Fragen offen. Die Märkte erhoffen sich dennoch mehr Details zu einem potenziellen Deal.

Peking ist zudem bemüht weitere Wachstumsanreize in China zu setzen, dies ging aus einem am Sonntag auf der Webseite der Zentralregierung veröffentlichten Dokument hervor und betrifft die Senkung der Mindestreservesätze für Banken. Die Asien-Sitzung am Montag war gemischt und die Anleger scheinen wieder zurückhaltender zu sein. Außerdem muss sich die Wall Street bald dem nächsten großen Test unterziehen. Einige großen Banken (JP Morgan und Wells Fargo) eröffnen am Freitag die US-Berichtssaison für das erste Quartal, sodass entscheidende Einblicke über die Auswirkungen der zu beobachten Konjunkturabschwächung zu erwarten sind. Analysten gehen zum ersten Mal seit 2016 auf Quartalsbasis von sinkenden Unternehmensgewinnen aus.

Theresa May bekräftigte über das Wochenende, dass sie auf eine Wiederaufnahme der Brexit-Verhandlungsgespräche mit Jeremy Corbyn, dem Chef der oppositionellen Labour-Partei, hoffe. Ein Kompromiss wird notwendig sein, den ohne eine Zusammenarbeit kann der Brexit-Prozess nicht voranschreiten. "Die Wahl, die vor uns liegt, ist, der Europäischen Union entweder mit einen Deal zu verlassen oder gar nicht zu verlassen", sagte May in einer am Sonntag veröffentlichten Videobotschaft. Die Zeit drängt jedoch, da beim am Mittwoch stattfinden EU-Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs ein neuer Plan vorgelegt werden soll. May dürfte eine zweite kurze Verlängerung bis zum 30. Juni anstreben, allerdings scheint eine lange Verlängerung, möglicherweise bis ins Jahr 2020, beim aktuellen Stand das wahrscheinlichste Szenario. Donald Tusk, Präsident des Europäischen Rates, unterstützte bereits in der vergangenen Woche die zweite Variante. GBPUSD tritt etwas auf der Stelle und die Händler warten auf den nächsten richtungsweisenden Impuls. Im heutigen frühen Handel ist eine leichte Aufwärtstendenz zu erkennen und das Paar notiert bei 1,3057.  

Der DE30 legte am Freitag eine Verschnaufpause ein, da die Handelsspanne im Intraday-Handel mit 57 Punkten sehr überschaubar war und der Markt auf der Höhe des Vortages schloss. Während der heutigen Asien-Sitzung war eine leichte Abwärtstendenz zu erkennen, aber zur europäischen Eröffnung setzen die Bullen bereits ein Signal. Die Jahreshochs sind in Reichweite, dennoch ist die Anfälligkeit für Rücksetzer nach der jüngsten Rallye erhöht.

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