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08:31 · 12. September 2018

Marktkommentar: USA-China-Handelskonflikt im Fokus der Märkte

  • Gestriges Russland-China-Treffen interessant
  • Wall Street mit Zuwächsen, CHNComp unter Druck
  • DE30: Aufwärtspotenzial trotz starkem Dienstag begrenzt
  • Geringere Volatilität beim EURUSD zu beobachten

Am Dienstag gab es im russischen Wladiwostok ein Treffen zwischen Xi Jinping und Wladimir Putin. Chinas Staatschef appellierte an ein gemeinsames Auftreten gegenüber internationalen Problemen und sagte “In einer sich rapide verändernden internationalen Lage mit wachsender Instabilität und Unvorhersagbarkeit wird die Zusammenarbeit von Russland und China immer wichtiger”. Intensivere Beziehungen zwischen China und anderen Regionen der Welt (siehe Annäherung mit EU) ergeben durchaus Sinn, doch die starke wirtschaftliche Abhängigkeit zu den USA wird man dadurch eher nicht umgehen können. Auch in dieser Woche steht der Handelskonflikt zwischen den USA und China im Fokus der Märkte. Nach der abgeschlossenen Überprüfung zusätzlicher Strafzölle auf chinesische Waren in Höhe von 200 Mrd. USD könnte es bereits heute zu einer Ankündigung kommen.

Peking hat bei der WTO einen Antrag auf Vergeltungsmaßnahmen gestellt, ein Treffen soll am 21. September stattfinden. Insgesamt geht es um Zölle auf US-Waren im Wert von sieben Mrd. USD. Die Situation droht also erneut zu eskalieren. Die chinesischen Aktien leiden derzeit stark unter den Handelsspannungen. Der CHNComp befindet sich seit Ende August in einer Abwärtsbewegung. Nach dem gestrigen Unterschreiten der wichtigen Unterstützungszone bei 10.400 Punkten gibt es weiteres Abwärtspotenzial. In den letzten Handelsstunden konnte zwar ein Teil der Intraday-Verluste ausgeglichen werden, doch der chinesische Index notiert weiterhin auf dem tiefsten Stand seit Juli 2017.  

Die Wall Street (S&P 500, Nasdaq, Dow Jones) scheint hier deutlich widerstandsfähiger zu sein. US-Aktien profitieren weiterhin von der starken konjunkturellen Lage in den USA und könnten sogar die Verluste der letzten Woche wieder ausgleichen. Zumindest wenn die Aufwärtsdynamik vom Dienstag aufrechterhalten werden kann. Die Bearish-Engulfing-Muster beim S&P 500 und Nasdaq im W1-Chart dürften dennoch bei vielen für Unsicherheiten gesorgt haben. Im weltweiten Vergleich sind die US-Aktienindizes jedoch mit Abstand die stärksten Performer.

Der DE30 kämpft derzeit um eine Erholung. Die gestrige Tageskerze bildete mit einer Bullish-Hammer-Formation (langer Schatten) ein Umkehrsignal aus. Nach einem neuen 5-Monats-Tief bei 11.858 Punkten haben die Käufer kurzfristig wieder eine höhere Risikobereitschaft gezeigt. Doch reicht dies aus, um den Kurs wieder über den nächsten Widerstand bei 12.100 Punkte zu bringen? Aufgrund der zunehmenden globalen Risiken dürfte das Aufwärtspotenzial begrenzt sein. Um das Vertrauen wieder etwas zu stärken müsste erst die genannte Widerstandszone zurückerobert werden. Unterhalb der 11.930 Punkte könnte es bereits kritisch werden.

Beim EURUSD halten sich die Bewegungen bisher in Grenzen. Die Handelsspanne in der aktuellen Woche beträgt gerade einmal 120 Pips. Die Umkehr bei 1,1525 am Montag war jedoch relativ bedeutend für die EUR-Bullen, um einen neuen Abverkauf abzuwenden. Ein Test der letzten Wochen-Hochs bei 1,1660 scheiterte jedoch bisher. Seitdem hat sich das Paar wieder etwas zurückgezogen. Wir notierten also weiter im Konsolidierungsbereich zwischen 1,15 und 1,1750. Die geringere Volatilität könnte möglicherweise auf den am Donnerstag erwarteten Zinsentscheid der EZB bzw. die anschließende Pressekonferenz mit Mario Draghi zurückgeführt werden.   

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