- Anleger benötigen mehr Details zu Gesprächen zwischen den USA und China
- FOMC signalisiert flexible Handhabung seiner zukünftigen Geldpolitik
- USD unter Druck, EUR mit regionalen Problemen konfrontiert
- Stimmung am deutschen Aktienmarkt verschlechtert sich
In Asien wurde am Donnerstag die jüngste Aktien-Rallye unterbrochen, da die Märkte keine weiteren Details zu den Handelsgesprächen zwischen den USA und China erhielten und die heute Morgen veröffentlichten chinesischen Inflationsdaten enttäuschten. China sagte zwar, dass die derzeitigen Verhandlungen “umfangreich, intensiv und detailliert" seien, allerdings laufen diese bereits seit Anfang der Woche und die Märkte scheinen hinsichtlich eines bahnbrechenden Fortschritts kritisch gegenüber zu stehen. Dies könnte die allgemeine Risikobereitschaft belasten, insbesondere da das neue Inflations-Update aus China beunruhigend ist und die Sorgen um eine Konjunkturabschwächung weiter stärkt. Der VPI ging von 2,2% auf 1,9% zurück und der EPI von 2,7% auf 0,9%. Beide Berichte verfehlten damit bei Weitem die Erwartungen von 2,1% bzw. 1,6%. Die Wall-Street-Futures machten im heutigen Handel bisher ebenfalls eine Umkehrung. Der marktbreite S&P 500 (2,568 Punkte) konnte in den vergangenen vier Handelstagen insgesamt um 5,6% steigen, daher sollte technisch gesehen mit Gegenbewegung gerechnet werden. Die Widerstandszone bei 2.600 Punkten bleibt damit vorerst unüberwindbar. Des Weiteren könnte der ungelöste amerikanische “Government Shutdown” die Märkte zusätzlich belasten, insbesondere nachdem Donald Trump das gestrige Treffen mit Nancy Pelosi und Charles Schumer, den demokratischen Führern im Kongress, vorzeitig beendete und als eine “totale Zeitverschwendung” bezeichnete. Der US-Präsident ist offenbar fest entschlossen am Plan des Mauerbaus an der mexikanischen Grenze festzuhalten, auch wenn inzwischen - wahrscheinlich aus Kostengründen - mehrheitlich von einem Grenzzaun gesprochen wird. Beachten Sie außerdem, dass die nächste Woche beginnende Berichtssaison das Anlageverhalten der Marktteilnehmer erheblich beeinflussen könnte.
Das gestern Abend veröffentlichte FOMC-Sitzungsprotokoll verwies auf eine flexible Handhabung hinsichtlich der zukünftigen Zinsschritte, was vorerst auf eine zurückhaltende US-Notenbank hinweisen könnte. Einige Fed-Mitglieder (u.a. Jerome Powell) hatten bereits in den vergangenen Tagen einen dovischen Ton eingeschlagen, was dem US-Aktienmarkt im Gegenzug eine Stütze bot. Andererseits verhinderte dies nicht nur eine weitere USD-Aufwertung, sondern könnte auch einen allgemeinen Stimmungswechsel bei der US-Währung eingeleitet haben. Der USDIDX setzte gestern seine Abwärtsbewegung fort und schloss mit 94,67 sogar unterhalb des 200er EMA. EURUSD gelang nicht nur ein Durchbruch der 1,1450 sondern auch der wichtigen 1,15er Marke (aktuell 1,1551). Heute Morgen waren bereits Kurse oberhalb des 200er EMA zu sehen, aber die EUR-Bullen gaben die anfänglichen Gewinne bereits wieder ab. Der jüngste Anstieg bei diesem Paar könnte größtenteils auf den Ausverkauf des USD zurückgeführt werden, da die Gemeinschaftswährung neben globalen Abwärtsrisiken auch mit einigen regionalen Problemen zu kämpfen hat. Zu nennen sind hier die Themen Italien, Brexit, französischer Haushalt sowie die vermutete weitere Wartehaltung der EZB. Dies könnte theoretisch das Aufwärtspotenzial begrenzen. Der DE30 eröffnet heute tiefer (10.825 Punkte) und findet im D1-Chart vorerst Halt beim 10er EMA. Der Abstand zur 11.000 Punkte-Marke wird damit größer und die Gefahr einer neuen Verkaufswelle ist wieder deutlich höher.
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