- Viele Unsicherheitsfaktoren belasten Aktienmärkte
- EU-Austritt Großbritanniens bleibt ungeklärt
- Schlechte Marktbedingungen für DE30-Bullen
In der vergangenen Woche führten die zunehmenden Sorgen um eine Wachstumsverlangsamung sowie die Skepsis gegenüber der Fähigkeit beim Handelsstreit zwischen den USA und China innerhalb der 90-Tage-Frist deutliche Fortschritte zu machen zu einem Ausverkauf. Die Nachrichten hinsichtlich einer dovischen Haltung der Fed wurden damit überschattet. In der Tat haben sich einige Datenpunkte aus der US-Wirtschaft jüngst verschlechtert, allerdings überzeugten die ISM-Indizes zum Fertigungs- und Dienstleistungssektor und das Verbrauchervertrauen der Uni-Michigan bleibt auf hohem Niveau. Beim NFP-Bericht blieben das monatliche Lohnwachstum mit 0,2% etwas unter den erwarteten 0,3% zurück und die Veränderung der Beschäftigungszahlen fiel mit einem Anstieg von 155 Tsd. schwächer aus (Prognose: 200 Tsd.).
Durch die Veröffentlichung wurde zwar der allgemein gute Zustand des US-Arbeitsmarktes bestätigt, allerdings dürfte dies derzeit nicht ausreichen, um einen Straffungsprozess der Fed zu unterstützen, was letztendlich positiv für die Aktienmärkte zu bewerten ist. Zu Beginn der neuen Handelswoche wurden die Verluste an der Wall Street weiter ausgebaut, gegen Spätnachmittag war wiederum eine starke Aufholjagd zu beobachten. Letztendlich stieg der marktbreite S&P 500 um 0,18% auf 2.638 Punkte, der Leitindex Dow Jones um 0,14% auf 24.423 Punkte und der technologielastige NASDAQ sogar um 0,74% auf 7.020 Punkte.
Das GBP geriet am Montag unter Druck, da Theresa May die für Dienstag geplante Brexit-Abstimmung im britischen Parlament absagte. Die britische Premierministerin räumte ein, dass "wenn wir morgen die Abstimmung durchführen würden, würde der Deal mit deutlichem Abstand abgelehnt werden". Die EU-Partner sagten, dass die Brexit-Vereinbarung nicht verhandelbar sei. Die Chancen eines “No Deal”-Szenarios, also eines “harten” Brexits, für den am 29. März 2019 anstehenden EU-Austritt stehen damit wieder höher, was an den Finanzmärkten entsprechend für Unsicherheit sorgt. GBPUSD notiert im frühen Handel bei 1,2574 nahe des Jahrestiefs.
Beim DE30 dürfte angesichts der starken Abwärtsdynamik der vergangenen Woche die schwache Eröffnung am Montag sowie die darauffolgenden Rückgänge nicht unbedingt überrascht haben. Ab 17:30 Uhr war allerdings, ähnlich wie am US-Aktienmarkt, eine scharfe Umkehrung zu beobachten. Die gesamten Intraday-Verluste wurden wieder ausgeglichen, allerdings hat sich an der technischen Ausgangslage nicht wirklich etwas verändert. Der Markt (aktuell 10.718 Punkte) favorisiert klar die Unterseite, daher könnte ein Unterschreiten der jüngsten Tiefs zu einer weiteren starken Verkaufswelle führen. Für die Bullen gilt es nun Schadensbegrenzung zu betreiben bzw. den Kurs zu stabilisieren.
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