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09:58 · 5. Dezember 2018

Marktkommentar: Wall Street mehr als 3% im Minus

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  • Märkte skeptisch gegenüber Verhandlungen zwischen China und den USA
  • Gold und JPY profitierten von geringerer Risikobereitschaft
  • DE30 bewegt sich auf sehr gefährlichem Terrain

Am Dienstag verschlechterte sich die Stimmung an den Weltmärkten, da die Anleger der beim G20-Gipfel ausgearbeiteten 90-Tage-Frist zur Verhandlung eines Deals zwischen den USA und China skeptisch gegenüberstehen. Chinas Handelsminister äußerte sich am Mittwoch zwar zuversichtlich in Bezug auf ein Abkommen, Donald Trump versucht wiederum mit Zolldrohungen den Druck zu erhöhen und twitterte u.a. "Entweder werden wir einen ECHTEN DEAL mit China haben, oder es gibt überhaupt keinen Deal”. Das Verhältnis zwischen den zwei größten Volkswirtschaften der Welt bleibt angespannt und die Überzeugungen sowie die strategischen Ziele dürften sich nicht geändert haben. Der Verlauf der Verhandlungen sollte daher genauestens verfolgt werden. An der Wall Street fiel der marktbreite S&P 500 um 3,24% auf 2.700 Punkte, der Leitindex Dow Jones um 3,1% auf 25.027 Punkte und der technologielastige NASDAQ sogar um 3,8% auf 7.158 Punkte. Hinzu kommen die Sorgen um eine Wachstumsverlangsamung sowie einer abflachenden Zinskurve (2- bis 10-jährige US-Anleiherenditen), die auf eine Rezession hindeuten könnte. Die länger laufenden Anleihen fallen auf ein 3-Monatstief unter die wichtige 3%-Marke.

Der Goldmarkt nutzte die oben genannten Faktoren für einen kräftigen Anstieg, wobei die zurückkehrende USD-Stärke eine nachhaltige Bewegung oberhalb der technischen Hürde um die 1.237 USD vereiteln konnte. Das Edelmetall machte kurz vor der 200 Tage-Linie (1.241,85 USD) eine Kehrtwende und korrigierte auch während der heutigen Asien-Sitzung weiter nach unten. Gold verliert 0,30% an Wert (aktuell 1.234,10 USD) und findet vorerst Halt bei den Hochs vom Montag. Der JPY profitierte am Dienstag als sicherer Hafen ebenfalls von der deutlich geringeren Risikobereitschaft. Der USDJPY schloss mit 112,75 relativ nahe seines Tagestiefs, kämpfte sich jedoch während der asiatischen Handelszeit (Mittwoch) über die psychologisch wichtige 113er-Marke zurück. Insgesamt stellt der Markt jedoch den seit Ende März 2018 anhaltenden Aufwärtstrend in Frage. Im Oktober und November waren ähnliche Entwicklungen zu beobachten, die Versuche erwiesen sich jedoch als Fehlausbrüche (Trendline D1-Chart). Kann das Paar die Trendlinie auch ein drittes Mal zurückerobern? Nach zwei tieferen Tiefs im November könnten die USD-Bullen hier Schwierigkeiten bekommen.

Das am Dienstag stattgefundene Treffen zwischen Vertretern der US-Regierung und den Konzern-Chefs von VW und Daimler sowie dem Finanzchef von BMW resultierte in einer Ankündigung einer engeren Zusammenarbeit zwischen amerikanischen und deutschen Automobilherstellern. BMW, Daimler und VW wollen zukünftig höhere Investitionen in den USA tätigen. VW-Chef Herbert Diess sprach für sein Unternehmen von einem Aufbau “einer globalen Allianz” mit Ford. Die Intensivierung wird letztendlich von der Zollbefreiung auf EU-Autoimporte abhängen. Die neuen Zugeständnisse könnten allerdings ein entscheidender Schritt beim Dialog zwischen der EU-Kommission und Washington sein. Der DE30 (aktuell 11.180 Punkte) folgte der schlechten Stimmung an den Weltmärkten und schloss am Dienstag über 300 Punkte tiefer. Die heutige Eröffnung war höher, aber im frühen Handel werden die anfänglichen Gewinne bereits wieder abgegeben. Das Jahrestief bei 11.000 Punkten ist damit nicht weit entfernt.       

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