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08:36 · 30. Juli 2018

Marktkommentar: Wall Street schwächelt, BMW mit Preisanpassungen

  • Wall Street gerät am Freitag deutlich unter Druck
  • G20-Treffen der Landwirtschaftsminister positiv zu bewerten
  • BMW mit Preisanpassungen auf dem chinesischen Markt
  • Kann der DE30 die 200-Tage-Linie verteidigen?

Den letzten Handelstag der vergangenen Woche schloss die Wall Street in der Verlustzone. Der S&P 500 gab hierbei einen Großteil seiner Wochengewinne wieder ab, der Nasdaq schloss sogar im Minus, während der Dow Jones am widerstandsfähigsten zu sein schien. Sollte sich die Abwärtsbewegungen beschleunigen, könnte dies die Stimmung am US-Markt schnell verschlechtern. Allerdings sind die Aktienindizes nicht weit von ihren Höchstständen entfernt und könnten daher psychologisch gesehen für Käufer interessant sein.

Beim G20-Treffen der Landwirtschaftsminister im argentinische Buenos Aires einigte man sich in der Abschlusserklärung für eine Vermeidung unnötiger Handelshemmnisse sowie einer weltweit nachhaltigen Lebensmittelproduktion. Auch die Einhaltung der WTO-Regeln sei von großer Bedeutung. Jüngst beim Trump-Juncker-Treffen in Washington, wo man sich auf einen vorübergehenden Verzicht auf Auto-Strafzölle einigte, sorgte auch das Thema Sojabohnen und Flüssiggas für Diskussionsstoff. Der EU-Kommissionspräsident soll Zugeständnisse gemacht haben, zukünftig mehr dieser beiden Waren aus den USA zu importieren.

Bundesministerin Julia Klöckner äußerte sich insgesamt positiv zu dem G20-Gipfel “Wir haben mehr erreicht als sich im Vorfeld abzeichnete. Das ist ein großer Durchbruch.” Grundsätzlich sind die Ergebnisse als positiv zu bewerten, allerdings wissen wir auch, dass das nächste Konfliktpotenzial nicht lange auf sich warten lässt. Gemeint sind insbesondere die Forderungen des US-Präsidenten bei den zukünftigen Verhandlungsgesprächen. Trump, der in der Vergangenheit die WTO als auch die NATO scharf kritisiert hatte, dürfte seinen “America First”-Kurs vorerst fortsetzen und könnte so weiter Druck auf die EU ausüben. Entscheidend wird es jedoch sein, die Gespräche aufrechtzuerhalten und an einer gemeinsamen Lösung (mit geringen Zöllen) zu arbeiten.

Ebenfalls erwähnenswert sind die neuen Preisanpassungen (6-7%) von einigen BMW-Modellen auf dem chinesischen Markt. Der Autobauer produziert nämlich einen Teil seiner Fahrzeuge in den USA. Seit Juli greifen jedoch gegenüber US-Importen Zölle in Höhe von 40%. Eine Sprecherin von BMW sagte “BMW steht für freien Handel, wir können aber nicht still stehen, ohne auf die Veränderungen am Markt zu reagieren”. Dies ist nur ein Beispiel von vielen, bei dem man sich der Auswirkungen von Handelsbeschränkungen bewusst wird. In Zeiten der Globalisierung und zunehmender wirtschaftlicher Verflechtungen ist ein starker Protektionismus aber keinesfalls die Lösung.

Der DE30 schloss die letzte Woche mit einem ordentlichen Gewinn ab, die Intraday-Gewinne vom Freitag konnten jedoch nicht gehalten werden. Übernehmen also wieder die Bären die Kontrolle oder genehmigt sich der deutsche Leitindex nur eine Verschnaufpause? Solange wir uns oberhalb der 200-Tage-Linie befinden erscheint ein bullisches Szenario am wahrscheinlichsten. Doch allein in diesem Jahr kämpften die Marktteilnehmer unzählige Male an diesem technischen Niveau, daher sollte man auch einen Tagesschlusskurs unterhalb der 200-Tage-Linie nicht gänzlich ausschließen. Wichtig für Käufer wäre vor allem eine Annäherung an die 13.200 Punkte-Marke.           
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