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08:18 · 19. September 2018

Marktkommentar: Wall Street und Co. steigen trotz neuer Strafzölle?

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  • Märkte haben scheinbar Hoffnung beim USA-China-Handelskonflikt
  • Japanischer Nikkei könnte von JPY-Abwertung profitieren
  • Maaßen soll Staatssekretär im Bundesinnenministerium werden

Trotz der am Montag angekündigten US-Zölle auf chinesische Waren in Höhe von 200 Mrd. USD ist an den weltweiten Aktienmärkten wieder eine höhere Risikobereitschaft zu beobachten. Nicht nur die Wall Street (S&P 500, Nasdaq, Dow Jones), sondern auch die chinesischen Aktien (CHNComp) verbuchen Gewinne. Peking hatte bereits mit einem Vergeltungsschlag reagiert und am Dienstag Zölle auf US-Waren im Wert von 60 Mrd. USD verhängt. Der Zollsatz soll zwischen 5% und 10% liegen. Die USA entschieden sich vorerst für 10%, ab 2019 soll jedoch eine Erhöhung auf 25% vorgenommen werden. Insgesamt stellt die Situation zwar eine Eskalation dar, doch die Strafzölle sind auf beiden Seiten niedriger ausgefallen als erwartet. US-Präsident Trump drohte zwar mit der Erhebung weiterer Zölle im Warenwert von 267 Mrd. USD, sollte Peking Gegenmaßnahmen einleiten. Aber auch dies dürfte nichts Neues sein. Angesichts der milderen Handelsbeschränkungen und der weiterhin aus Washington signalisierten Gesprächsbereitschaft, gibt es noch Spielraum um Schlimmeres zu vermeiden. Zumindest scheinen die Märkte derzeit noch an ein solches Szenario zu glauben. Angesichts der Höhe der Strafzölle könnte der Eindruck entstehen, dass China so langsam die “Munition” ausgeht, während die USA wohl noch nachlegen könnte. Das aggressive und protektionistische Vorgehen von Trump ist jedoch sehr riskant, da China als größter Gläubiger der USA fungiert (China besitzt US-amerikanische Staatsanleihen im Wert von über 1 Bio. USD).

Besonders interessant ist derzeit die technische Lage des japanischen Nikkei. Dieser konnte sich nämlich bereits am Freitag aus einem 4-monatigen Konsolidierungsbereich befreien. Am Montag blieb die Börse in Japan aufgrund eines Feiertages (Tag der Älteren) zwar geschlossen, doch die 225 wichtigsten Aktien legten am Dienstag kräftig zu. Aktuell liegt der Index bei 23.488 Punkten und könnte daher Kurs auf die 24.000-Marke aufnehmen. Die heute früh veröffentlichten Handelsdaten zeigten zwar einen Anstieg der Exporte von 3,9% auf 6,6% im Jahresvergleich, doch die Importe stiegen ebenfalls von 14,6% auf 15,4%. Die Importe übersteigen die Exporte deutlich und dies spiegelt sich ebenfalls in der Handelsbilanz (von -232 Mrd. auf -445 Mrd. USD) wider. Am Mittwoch geriet der Nikkei leicht unter Druck. Allerdings könnte eine weitere JPY-Abwertung dem Aktienmarkt mehr Attraktivität verleihen. Der USDJPY befindet sich auf einem 2-Monatshoch und könnte sich weiter in Richtung 113 bewegen.

In Deutschland sorgte in den letzten Tagen vor allem die Koalitionskrise für Aufmerksamkeit. SPD-Chefin Nahles forderte den Rücktritt von Hans-Georg Maaßen, dem Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Ursache seien die umstrittenen Aussagen zu den fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Chemnitz. Reuters berichtete: “In der sächsischen Stadt war es nach der Tötung eines Deutschen mutmaßlich durch Asylbewerber zu Aufmärschen rechter Gruppen gekommen. Maaßen hatte gesagt, es lägen “keine belastbaren Informationen” für “Hetzjagden” auf Ausländer vor”. Am Dienstag fand bereits ein Treffen zwischen den Parteivorsitzenden der CDU, CSU und SPD (Merkel, Seehofer und Nahles) statt. Das Ergebnis: Der Posten des Präsidenten des BfV wird neu besetzt, allerdings soll Maaßen die Funktion als Staatssekretär für Innere- und Cyber-Sicherheit im Bundesinnenministerium werden. Am Mittwoch werden mehr Details dazu veröffentlicht, die Entscheidung stieß jedoch in der deutschen Politik auf heftige Kritik, da sie eher den Anschein einer “Beförderung” als einer “Bestrafung” erweckt.

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