- Wall Street unter Druck, Fokus auf FAANG-Aktien
- Rückgang Ölpreis: Inflationsdruck dürfte nachlassen
- Chancen für Euroraum Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen
- EUR steigt über 1,1450er-Marke, DE30 fällt am Dienstagmorgen
Die Wall Street hat direkt zu Beginn der neuen Handelswoche gezeigt, dass sie weiterhin anfällig bleibt für Rückgänge, wobei der technologielastige Nasdaq dem größten Abwärtsdruck ausgesetzt ist. Die FAANG-Titel (Facebook, Amazon, Apple, Netflix, Alphabet) kämpfen mit Verlusten zwischen 3,5% und 5%. Andere risikoreiche Anlagen wie Öl mussten seit Anfang Oktober ebenfalls starke Einbrüche hinnehmen. WTI und Brent verlieren über 20 USD (aktuell: 66,34 USD bzw. 56,91 USD). Andreas Steno Larson von Nordea Markets glaubt, dass der Inflationsdruck nachlassen und die Inflationsrate der USA als auch der Eurozone in der ersten Jahreshälfte 2019 sogar auf 1% sinken könnte. Die EMIs (Freitag: USA und Eurozone) könnten daher schwächeln und die Konjunkturaussichten für die nächsten 12 Monate verschlechtern. Es sei angemerkt, dass die US-Werte bislang deutlich stärker waren und der europäische Fertigungssektor mit 52 einer Schrumpfung (unter 50er-Marke) am nähesten kommt.
Der Fed-Vorsitzender Jerome Powell sagte außerdem vergangene Woche, dass der Welthandel ein Abwärtsrisiko für die US-Konjunktur darstellt. Insgesamt könnten die Märkte seine Kommentare als dovish einschätzen. Einer vierten Zinserhöhung im Dezember sollte zwar nichts im Wege stehen, doch Anleger werden nur besonders darauf achten, ob die Fed ihren bisherigen geldpolitischen Kurs für 2019 überdenkt. Des Weiteren dürften die Effekte von Donald Trumps Steuerreform 2019 nachlassen. Aber kommen wir nochmal zurück auf den Ölmarkt. Die soften US-Sanktionen (einige Länder erhielten vorübergehende Ausnahmegenehmigungen) sowie weitere Anstiege der Rohöl-Lagerbestände in den USA konnten die Abwärtsbewegung nicht stoppen. Andererseits stellt die zurückgehende Nachfrage eine Chance für den zuletzt schwächelnden Euroraum dar. Niedrigere Ölpreise (sowie ein schwächerer EUR) könnten die Wettbewerbsfähigkeit stärken.
Der EURUSD steigt seit fünf Handelstagen in Folge. Solch ein Kursniveau haben wir zuletzt am 7. Oktober gesehen. Nach einer abrupten Umkehr etwas oberhalb der 1,12 geht es für das Paar nur in eine Richtung. Am Montag waren die EUR-Bullen sogar in der Lage die Gewinne auszubauen. Doch sind die Gewinne nachhaltig bzw. können diese ausgebaut werden? Die Brexit-Unsicherheit bleibt und der USD schwächelt weiter. Ein anderes Thema, das am Mittwoch in den Vordergrund rückt, ist die Entscheidung der EU-Kommission Schritte für ein Disziplinarverfahren (Nicht-Einhaltung Konvergenzkriterium von 3%-Neuverschuldung) gegen Italien einzuleiten. Die populistische Regierung aus Fünf-Sterne-Bewegung und Lega wollen durch eine höhere Neuverschuldung das Wirtschaftswachstum ihres Landes ankurbeln. Die EU-Kommission sowie der IWF sehen hierbei große Risiken, auch für die EU als Ganzes. Im Schlimmsten Fall drohen Rom Sanktionen. In diesem Kontext ist das morgige Ergebnis für die Finanzmärkte von besonderer Bedeutung, insbesondere da Wirtschaftsminister Giovanni Tria keine Einsicht zeigte, den bisherigen Haushaltsentwurf entsprechend zu ändern.
Der DE30 schien am Montag den Weg des geringsten Widerstands zu nehmen. Nach einem Tauziehen an der 11.380 Punkte-Marke in der vergangenen Woche entschied sich der Markt für die Unterseite. Am Dienstag eröffnen wir mit einem bärischen Gap und setzten den Trend in Richtung Jahres-Tief (11.041 Punkte) weiter fort. Der MN-Chart zeigt uns jedoch, dass der 2011 begonnene Aufwärtstrend noch intakt ist, doch der Spielraum für Rücksetzer ist sehr gering. Anleger sollte daher besonders vorsichtig bleiben.
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