- Freitags-Rallye an der Wall Street
- Öl knüpft an mehrtägige Gewinne an
- BSI nach Datenklau in der Kritik
Am Freitag sorgte der überraschend starke US-Arbeitsmarktbericht für Gesprächsstoff. Die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft stieg im Dezember um 312 Tsd. und auch das Lohnwachstum übertraf mit 0,4% im Monatsvergleich und 3,2% im Jahresvergleich die Erwartungen. Die neuen Daten bestätigten den soliden Zustand des US-Arbeitsmarktes, allerdings könnte eine schnelle Lohnentwicklung die Fed dazu veranlassen, die Zinsen zu erhöhen. Die Wall Street verzeichnete direkt nach der Veröffentlichung einen kurzlebigen Rücksetzer. Die darauffolgenden dovischen Kommentare von Fed-Chef Jerome Powell bei der “American Economic Association”, dass die US-Notenbank bereit sei, ihren geldpolitischen Kurs zu ändern, stützten eine Umkehrung und lösten eine Rallye aus.
Der marktbreite S&P 500 stieg um 3,43%, der Leitindex Dow Jones um 3,29% und der technologielastige NASDAQ um 4,26%. Während der heutigen Asien-Sitzung war als Reaktion ebenfalls eine Erholung zu beobachten, wobei in diesem Kontext auch die durch die PBOC freigesetzten 116 Mrd. USD in Folge einer Kürzung des Mindestreservesatzes zu erwähnen sind. Des Weiteren scheinen die Finanzmärkte den heute beginnenden Gesprächen zwischen Delegierten aus Washington und Peking hinsichtlich einer Entspannung beim Handelskonflikt zwischen den USA und China optimistisch gegenüber zu stehen.
Die beiden Ölsorten WTI und Brent können zu Beginn der neuen Handelswoche an ihre Gewinne anknüpfen und notieren mit 48,75 USD bzw. 57,86 USD auf mehrtägigen Hochs. Der USD steht wiederum allgemein unter Druck, da die Märkte für das Jahr 2019 eine weitere geldpolitische Straffung der Fed für immer unwahrscheinlicher halten. Der USDIDX (Korb gegenüber sechs Währungen) wird mit 95,58 unterhalb einer wichtigen Unterstützungszone gehandelt, EURUSD wagt einen erneuten Test der 1,14 (aktuell 1,1418) und GBPUSD (aktuell 1,2742) kann in den ersten Handelsstunden ebenfalls aufwerten. Bei beiden genannten Währungspaaren sind für eine Trendwende allerdings deutlich höhere Kurse notwendig.
In Deutschland sorgt derzeit die Veröffentlichung von unzähligen persönlichen Daten von Politikern für Aufmerksamkeit und erhöhte den Handlungsdruck auf das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie Digital-Staatsministerin Dorothee Bär. “Einen derartigen Angriff müssen wir zum Anlass nehmen, sehr genau auszuloten, ob schon alles getan ist, um eine bestmögliche Datensicherheit zu gewährleisten”, sagte die CSU-Politikerin in einem Interview mit dem Handelsblatt. Die Öffentlichkeit fordert die genaue Aufklärung des Vorfalles und FDP-Chef Christian Lindner bezeichnete den Schutz vor Hackern “eine der Prioritäten der Innenpolitik”.
Der DE30 erlebte am Freitag einen Befreiungsschlag oberhalb der 10.600 Punkte und profitierte bis zum Ende des Handelstages von einer deutlich höheren Risikobereitschaft. Mit einem Tagesgewinn von 3,37% konnte der deutsche Leitindex mit den Kursentwicklungen der Wall Street mithalten, und mit der heutigen höheren Eröffnung (aktuell 10.804 Punkte) scheinen die Bullen ein weiteres Zeichen zu setzen. Angesichts des starken Anstiegs von ca. 380 Punkten besteht jedoch ein erhöhtes Abwärtsrisiko. Hauptanliegen dieser Woche wird daher das Halten der jüngsten Gewinne sein.
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