- Abwärtsrisiken für die weltweiten Aktienmärkte nehmen zu
- Nächste Datenveröffentlichungen müssen deutlich stärker sein
- Bundesregierung entscheidet über Waffenexporte nach Saudi-Arabien
- DE30 erlebt am Mittwoch einen Befreiungsschlag, Schlusskurs von Bedeutung
Ähnlich wie zu Beginn der Handelswoche waren auch am Dienstag an der Wall Street keine größeren Bewegungen zu beobachten. Alle drei großen US-Aktienindizes verbuchten leichte Zuwächse, wobei diese die 0,19% nicht überstiegen. Die Anleger scheinen etwas zurückhaltender zu sein, insgesamt können sich die Kurse aber nahe der Höchststände der Rallye von 2019 halten. Auslöser für die bisherigen Anstiege waren die Hoffnungen auf ein Handelsabkommen zwischen den USA und China sowie die geldpolitische Wende der Fed hinzu einer dovischen Haltung. Allerdings haben sich die wirtschaftlichen Bedingungen nicht wirklich verbessert: Zuletzt zeigte der US-Einzelhandel den stärksten Einbruch seit der Finanzkrise und die Autoverkaufszahlen aus China waren mit einem Rückgang von 16% beunruhigend. In diesem Kontext könnte man annehmen, dass möglicherweise bereits zu viel Positives an den Aktienmärkten eingepreist wurde, zumindest solange die nächsten Daten keine wesentliche Verbesserung aufzeigen. Die Analysten Tim Hayes und Anoop Nath von Ned Davis Research wiesen zudem auf den “Mangel an steigenden Anleiherenditen" hin. Während die Wall Street eine V-förmige Erholung erfährt und der Abstand zu den Allzeithochs immer geringer wird, notieren die 10-jährigen US-Anleiherenditen nur bei 2,643%. Diese Diskrepanz könnte auf eine Konjunkturabschwächung hindeuten und sollte von den Anlegern als Warnsignal ernst genommen werden. Des Weiteren sind einige Zentralbanken gezwungen sich Optionen für geldpolitische Maßnahmen freizuhalten (z.B. EZB: TLTRO, Fed: Zinspause und Flexibilität bei Reduzierung der Bilanzsumme), um auf eine Verlangsamung reagieren zu können. Die Abwärtsrisiken haben also weiter zugenommen und machen die weltweiten Aktienmärkte anfällig für Korrekturen.
Bei Union und SPD herrscht derzeit Uneinigkeit darüber, wie zukünftig mit den Rüstungsexporten nach Saudi-Arabien umgegangen werden soll. Nach der Ermordung des Journalisten Jamal Kashoggi entschloss sich die Bundesregierung Anfang des Jahres weitere Exporte vorerst zu verbieten. Am 9. Mai läuft die Sperre jedoch aus und beide Seiten scheinen auf Konfrontationskurs zu sein. Ein weiteres Verbot könnte nicht nur die deutsche Rüstungsindustrie treffen, sondern auch gemeinsame Projekte mit Frankreich und Großbritannien gefährden. Der britische Außenminister Jeremy Hunt äußerte bereits in einem Brief an Außenminister Heiko Maas seine Sorgen. Der stellvertretende SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich argumentiert, dass sich “die Gründe für die damaligen Entscheidungen bis heute fortbestehen”, während der CDU-Landesvorsitzende von Mecklenburg-Vorpommern, Vincent Kokert, Kompensationen vom Staat fordert, sollten aus politischen Gründen keine Exporte möglich sein. Der DE30 erlebte am heutigen Morgen einen Befreiungsschlag aus dem Konsolidierungsbereich von 11.000 bis 11.320 Punkten und könnte den nächsten Widerstand bei 11.435 Punkten in Angriff nehmen. Entscheidend ist, dass der Schlusskurs über dem genannten Niveau liegt, um der Käuferseite mehr Gründe für einen weiteren Anstieg zu geben.
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