- Wall Street auf kritischem technischen Niveau
- Ölmarkt weiterhin auf der Suche nach Halt
- EUR und GBP bauen heute ihre Gewinne aus
- DE30 scheint vorerst auf der Stelle zu treten
Am Dienstag setzte die Wall Street ihren Ausverkauf fort, wobei der marktbreite S&P 500 den Handelstag auf den Tiefstständen von Anfang 2018 schloss. Die Anleger befürchten, dass die Kombination aus starkem US-Dollar und hohen Zinsen zu einer Verlangsamung der US-Wirtschaft im Jahr 2019 führen wird, wenn die Auswirkungen der Steuersenkungen nachlassen werden. Die gebrochene 2.600 Punkte-Marke dient nun als Widerstand, während das Tief bei 2.530 Punkten immer noch als “letzte Chance” (Unterstützung) dient. Der US-Aktienmarkt sucht nun nach einer Rettungsleine seitens der Fed. Die Märkte erwarten vom FOMC heute Abend eine vierte Zinserhöhung im Jahr 2018. Angesichts der jüngst dovischen Kommentare von Fed-Chef Jerome Powell sowie der scharfen Kritik Donald Trumps hinsichtlich des geldpolitischen Kurses der US-Notenbank, wird der Fokus auf dem Dot-Plot-Chart (Zinserwartungen) und der anschließenden Pressekonferenz liegen.
Am Ölmarkt beschleunigte sich gestern die seit Freitag anhaltenden Abwärtsbewegung. Die Ölsorte WTI beendete den Tag mit einem Verlust von 7,3% und notierte damit auf dem tiefsten Stand seit August 2017, Brent war mit -5,6% etwas widerstandsfähiger, besuchte allerdings die Kursniveaus von Oktober 2017. Die beschlossene Förderkürzung der OPEC+ von insgesamt 1,2 Mio. Barrel pro Tag (ab 2019) reichte bislang nicht aus, um eine Erholung einzuleiten. Insbesondere die extrem hohen Produktionsmengen von Saudi-Arabien (OPEC) sowie von Russland und den USA (Nicht-OPEC) bereiten Sorgen. Zusätzlich zum Überangebot wird der Markt aufgrund einer sich abschwächenden Weltwirtschaft mit einer geringen Nachfrage konfrontiert, und auch die API-Schätzungen von gestern Abend zu den Rohöl-Lagerbeständen enttäuschten mit einem Aufbau von 3,45 Mio. Barrel (Prognose: -10,2 Mio. Barrel). Die Hoffnung liegt nun auf einer allgemein höheren Risikobereitschaft an den Finanzmärkten.
Die europäischen Investoren konzentrierten sich wiederum auf das neue Update der ifo-Indizes. Alle drei ifo-Indizes waren nicht nur wie erwartet rückläufig, sondern blieben zudem unter den Erwartungen zurück. Damit setzten sie ihren seit Anfang des Jahres begonnenen Abwärtstrend fort, wobei der im Mittelpunkt stehende Geschäftsklimaindex im Dezember auf dem niedrigsten Stand seit Dezember 2016 liegt. Für eine positive Nachricht sorgte wiederum die informelle Einigung zum italienischen Haushaltsplan innerhalb der italienischen Regierung. Die Rede ist von einer Neuverschuldung in Höhe von 2,04% (vorher 2,4%) gemessen am BIP für das Jahr 2019. Eine offizielle Stellungnahme der EU-Kommission zum angepassten Haushaltsentwurf dürfte heute veröffentlicht werden.
Am Devisenmarkt hat der USDIDX seit einiger Zeit Schwierigkeiten neue Hochs auszubilden und steht seit Anfang dieser Woche unter Druck (aktuell 96,29 / Jahreshoch: 97,50). Der EURUSD setzte heute im frühen Handel seine Aufwärtsbewegung fort und testet den wichtigen Widerstand bei 1,14 (aktuell 1,1397). GBPUSD scheiterte am Dienstag an einem nachhaltigen Ausbruch oberhalb der 1,2660. Während der heutigen Asien-Sitzung sind allerdings weitere Bemühungen der GBP-Bullen zu beobachten (aktuell 1,2665). Der DE30 tritt in gewisser Weise auf der Stelle, da gestern fast alle anfänglichen Gewinne während des Nachmittags wieder abgegeben wurden und der Markt heute flach eröffnet. Wird der allgemeine Abwärtstrend fortgesetzt oder gelingt den Bullen eine rechtzeitige Umkehrung?
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