- Stimmung an der Wall Street etwas besser
- Ölmarkt kämpft weiterhin an kritischem Bereich
- EUR auf der Suche nach richtungsweisendem Impuls
- DE30: Sind die Bemühungen der Bullen nachhaltig?
Vor dem großen US-Feiertag (Thanksgiving) konnte sich am Mittwoch die Stimmung an der Wall Street etwas verbessern. Der marktbreite S&P 500 stieg bereits im vorbörslichen Handel und bildete am späten Nachmittag ein Tageshoch bei 2.671 Punkten aus. Daraufhin wurde ein Teil der Gewinne wieder abgegeben, die Verkäufer drehten damit den Kurs kurz vor dem Eröffnungskurs von 2018 (2.679 Punkte) um. Der US-Aktienindex schloss den Handelstag aber dennoch mit einem Plus von 0,3%. Während der Asien-Sitzung am Donnerstag hielten sich die Bewegungen in Grenzen.
Ansonsten sorgte Donald Trumps Twitter-Nachricht zum fallenden Ölpreis für Aufmerksamkeit: “Das ist wie eine große Steuersenkung für Amerika und die Welt” und bedankte sich hierbei bei Saudi-Arabien. Der jüngste Preisverfall dürfte jedoch eher auf eine weltweit zurückgehende Ölnachfrage zurückzuführen sein. Der US-Präsident hält zudem weiter an den Beziehungen zu Saudi-Arabien (wichtiger Militär- und Handelspartner) fest, trotz einer möglichen Verstrickung des Kronprinzen Mohammed bin Salman im Kashoggi-Fall. Der Journalist wurde im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul ermordet.
Nach einem erneuten Einbruch des WTI-Preises am Dienstag (starker USD?) unternahmen die Öl-Bullen am gestrigen Handelstag einen Erholungsversuch. Allerdings scheiterte der Markt bereits am Tief der vergangenen Woche, obwohl am späten Nachmittag sogar ein Kursniveau von 55,85 USD (aktuell 54,61 USD) zu beobachten war. Damit kämpfen wir weiter an den Hochs von Ende 2016/Anfang 2017 bei der 55 USD-Marke und solange wir den bullischen Trendkanal (W1-Chart) nicht zurückerobern, sollte die Unsicherheit weiter anhalten. Erst im Bereich der 59 bis 60 USD könnte man eine Erholung ernst nehmen.
In Europa stand die Beurteilung der EU-Kommission zum italienischen Haushaltsentwurf am Mittwoch im Fokus. Die Ablehnung dürfte jedoch keine große Überraschung gewesen sein. Wegen Nicht-Einhaltung der EU-Vorschriften (Konvergenzkriterium) droht der italienischen Regierung - bestehend aus Fünf-Sterne-Bewegung und Lega - nun ein Disziplinarverfahren (Strafe bis zu 3,4 Mrd. EUR). Der Handelsstreit zwischen Brüssel und Rom beschäftigt die Finanzmärkte schon seit Längerem, daher könnte ein Großteil bereits eingepreist sein. Am kommenden Samstag findet ein Treffen zwischen Premierminister Giuseppe Conte und dem Chef der EU-Kommission Jean-Claude Juncker statt. Wenn beide Parteien gesprächsbereit sind, könnte eine weitere Eskalation vermieden werden.
Am Dienstag verlor der EURUSD wieder an Boden und bildete im D1-Chart ein Umkehrmuster aus. Bislang halten sich die EUR-Bullen jedoch recht gut und gewinnen im heutigen frühen Handel sogar etwas an Stärke (1,1406). Wir notierten also genau in der Mitte des Konsolidierungsbereiches zwischen 1,13 und 1,1550. Für welche Richtung wird sich der Markt entscheiden? Weitere Zinserhöhungen der Fed, neue Strafzölle sowie eine Verlangsamung der US-Konjunktur würde Europa belasten. Hinzukommen die regionalen Themen wie Brexit und Italien. Andererseits findet derzeit an den Märkten eine Diskussion über den zukünftigen geldpolitischen Kurs der US-Notenbank statt. Dies könnte EUR-freundlich sein. Letztendlich brauchen wir aber einen Befreiungsschlag aus der genannten Konsolidierung.
Beim deutschen Leitindex zeichnete sich am Mittwoch im D1-Chart ein Umkehrmuster. Die Bullen sind zwar auf Erholungskurs, doch der DE30 ist bei Weitem nicht aus der Gefahrenzone raus (aktuell 11.232 Punkte). In dieser Handelswoche befinden wir uns außerdem immer noch in der Verlustzone und handeln auch weiterhin klar gegen den Trend. Positiv ist, dass wir am Dienstag kein neues Jahrestief ausgebildet haben und wir mit den jüngsten Anstiegen etwas Spielraum für Rücksetzer haben. Am Donnerstag eröffnet der DE30 etwas höher, gibt den frühen Vorsprung allerdings schnell wieder ab. Aufgrund von Thanksgiving könnten wir möglicherweise heute etwas weniger Volatilität erleben.
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