- Erwartungen an USA-China-Gespräche gedämpft
- DP World-Chef: Konflikt kann bewältigt werden
- GBP unter Druck, EUR-Bullen bauen Gewinne aus
Am Freitag war an der Wall Street unter den Anlegern eine gewisse Zurückhaltung zu beobachten. Bei den drei großen US-Aktienindizes sieht die technische Perspektive beim Leitindex Dow Jones (24.376 Punkte) jedoch am besten aus. Der marktbreite S&P 500 (2.733 Punkte) ist auch verhältnismäßig widerstandsfähig und konnte oberhalb des 50er EMA (W1-Chart) schließen. Der technologielastige Nasdaq notiert gefährlich nahe an den jüngsten Tiefs und könnte daher schnell unter Druck geraten. Die Marktteilnehmer warten auf richtungsweisende Impulse. Die Hoffnungen auf Fortschritte beim USA-China-Handelskonflikt sind allerdings bereits am Wochenende zurückgegangen. US-Vizepräsident Mike Pence sagte, dass die USA nicht in Eile sind, den Handelsstreit zu beenden. Erst ein Einlenken Pekings würde auch zu einer Kursänderung der US-Regierung führen. Sultan Ahmed bin Sulayem, der Vorstandsvorsitzende von DP World (weltweit größter Hafenbetreiber), sagte am Sonntag in einem Reuters-Interview, dass die globalen Handelsspannungen im Jahr 2019 eine Herausforderung darstellen, aber dennoch bewältigt werden können. Das gegenseitige Auferhängen von Strafzöllen scheint aber vorerst kein Ende zu nehmen. Solange Fortschritte bzw. Anzeichen auf eine nachhaltige Lösung ausbleiben, müssen sich international ausgerichtete Unternehmen weiterhin auf eine Eskalation einstellen.
Das größte Ereignis der vergangenen Woche war die Einigung eines Brexit-Deals zwischen der EU und Großbritannien. Allerdings ließ der Rücktritt von Brexit-Minister Dominic Raab sowie die weit verbreitete Unzufriedenheit über das Abkommen starke Zweifel aufkommen. Das GBPUSD geriet berechtigterweise am Donnerstag massiv unter Druck und beendete den Handelstag bei 1,2988. Das Paar bleibt weiterhin im Konsolidierungsbereich zwischen 1,26 und 1,31 gefangen. Das Vertrauen in die britische Währung ist also angeschlagen und solange das Brexit-Thema ungeklärt bleibt, dürfte sich daran auch nichts ändern. Der nächste wichtige Termin wird der für den 25. November angesetzt EU-Sondergipfel sein. Am 10. Dezember soll dann im britischen Unterhaus eine Abstimmung stattfinden, bei der Premierministerin Theresa May sicherlich auf starken Widerstand stoßen wird.
Der EUR erlebte vergangene Woche eine beeindruckende Umkehr. Das Paar geriet zuerst am Montag direkt unter Druck und wurde kurzzeitig auf dem tiefsten Stand seit Juni 2017 (1,1212) gehandelt. Der Schlusskurs vom Freitag lag mit 1,1415 sogar auf einen 3-Wochen-Hoch. Von einer Trendwende sind wir aber noch weit entfernt. Erst nachhaltige EUR-Gewinne oberhalb der 1,1550 könnte das Vertrauen in die Gemeinschaftswährung stärken, andererseits müsste der USD weiter schwächeln (recht unwahrscheinlich). Die jüngsten europäischen Daten waren bislang weniger überzeugend, außerdem bleibt der italienische Haushaltsstreit zwischen Brüssel und Rom sowie die Brexit-Unsicherheit ein Dämpfer. In diesem Kontext sollten Rücksetzer keine Überraschung darstellen. Des Weiteren sollten die Anstiege nicht überbewertet werden, da der EURUSD bis auf ein paar Fehlausbrüche seit über 50 Handelstagen unterhalb des 200er EMA im H4-Chart notiert.
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