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10:01 · 17. Dezember 2018

Marktkommntar: Drohen an der Wall Street neue Tiefs?

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  • Aktienmärkte auf der Suche nach neuen Hinweisen
  • EMIs aus den USA und der Eurozone enttäuschten
  • Aufwärtspotenzial bei EUR und GBP begrenzt
  • DE30 steht weiterhin vor großer Hürde

Am Freitag ließen enttäuschende Daten aus China zum Einzelhandel und zur Industrieproduktion sowie die rückläufige Zahl der Pkw-Neuzulassungen aus Europa weitere Sorgen um eine allgemeine Wachstumsverlangsamung aufkommen, was an den weltweiten Finanzmärkten in einer geringeren Risikobereitschaft resultierte. Der marktbreite S&P 500 fiel um 1,9% auf 2.600 Punkte, der Leitindex Dow Jones um 2% auf 24.100 Punkte und der technologielastige Nasdaq um 2,3% auf 6.910 Punkte. Die Wall Street kämpft damit seit zwei Wochen mit Verlusten. Zu Beginn der neuen Handelswoche war während der Asien-Sitzung eine leichte Aufwärtstendenz zu beobachten, aber die drei großen US-Aktienindizes notieren auf sehr gefährlichen Kursniveaus. Beim S&P 500 sollten die Tiefs vom April sowie vom gesamten Jahr 2018 (2.552 und 2.530 Punkte) als nächste Anlaufstellen berücksichtigt werden, zumindest wenn den Bullen keine rechtzeitige Umkehrung gelingt. Ansonsten könnte der Stimmungsindikator nach einem bislang 11%igen Einbruch, ausgehend vom Allzeithoch, auf dem Weg zu seinem schwächsten Quartal seit 2011 sein. Wir befinden uns in der letzten vollen Handelswoche des Jahres und die weltweiten Investoren werden daher nach Hinweisen suchen, die entweder den 10 Jahre anhaltenden Bullenmarkt bestätigen oder diesen weiter in Frage stellen.

An der Datenfront war am Freitag bei den EMIs eine allgemeine Enttäuschung zu beobachten. Im direkten Vergleich sind die Werte aus den USA zum verarbeitenden Gewerbe als auch zum Dienstleistungssektor (53,9 und 53,4 Punkte) weiterhin deutlich höher als die aus der Eurozone (beide: 51,4 Punkte). Die Diskrepanz zwischen den beiden Regionen spiegelt sich auch weiterhin bei den Konjunkturaussichten wieder, insbesondere da die europäischen Zahlen nach einem schwachen dritten Quartal nicht auf eine Wiederbelebung der Wirtschaft hindeuten. Beachten Sie, dass beide Frühindikatoren für Frankreich bereits mit 49,7 und 49,6 Punkten unter die wichtige 50er-Marke gefallen sind, die Expansion und Schrumpfung voneinander trennen. Des Weiteren erhielten wir ein Update zum US-Einzelhandel. Das Verbraucherverhalten trägt einen beachtlichen Teil zum BIP bei und wird daher von den Anlegern genauestens beobachtet. Mit 0,2% im Monatsvergleich war zwar ein Anstieg zu sehen, allerdings dürfte nach der überarbeiteten Oktober-Veröffentlichung von 0,8% auf 1,1% ein etwas schwächeres Wachstum keine Beunruhigung sein.          

Nach der USD-Aufwertung am Freitag gegenüber dem EUR und dem GBP hat die US-Währung im heutigen frühen Handel Probleme die Gewinne auszubauen. Beim EURUSD (1,1315) kann die seit Mitte August entscheidende 1,13er-Marke nicht überwunden werden und GPBUSD (1,2595) notiert nach einer Umkehrung ab Freitagnachmittag unterhalb der wichtigen 1,2660. Externe Faktoren, wie der Handelsstreit zwischen den USA und China, sowie politische regionale Ereignisse - u.a. der ungeklärte EU-Austritt Großbritanniens und der italienische Haushaltsplan - könnten eine Trendwende bei beiden Paaren erschweren. Dem DE30 ging während der zweiten Tageshälfte die Puste aus, aber er eröffnet zu Beginn der neuen Handelswoche höher. Nach einem gescheiterten Ausbruchsversuch beim 200er EMA im M30-Chart folgte ein Gap-Close. Der 21er EMA konnte zurückerobert werden und könnte kurzfristig für etwas Optimismus sorgen. Bedenken Sie jedoch, dass solange der deutsche Leitindex die 11.000 Punkte nicht nachhaltig überwinden kann, das Abwärtsrisiko hoch bleibt.   

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