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10:51 · 3. Juli 2018

Merkel und Seehofer: Unionsstreit beigelegt

  • Horst Seehofer und Angela Merkel treffen Einigung, Seehofer behält Ämter
  • Ölpreise erholen sich aufgrund eines Produktionsstopps in Libyen
  • Keine Änderung bei RBA, BoJ dürfte ihre Inflationsprognosen gegen Ende dieses Monats senken

Diese Woche hat mit einer Welle von Unsicherheiten aus Deutschland begonnen, aber derzeit sieht es so aus, als ob die innenpolitische Krise zumindest vorläufig gelöst sei. Bei einem Treffen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Innenminister Horst Seehofer wurde ein Abkommen über Migration erzielt, der CSU-Chef ließ seine Rücktrittsdrohung fallen. Dies bedeutet, dass Merkel wahrscheinlich ihr Bündnis zusammenhalten kann und daher die Chancen für Neuwahlen im Herbst abnehmen. Zusammenfassend sagte Seehofer zum Treffen mit Merkel, dass sie einen Weg gefunden hätten, die illegale Einwanderung an der Grenze zwischen Deutschland und Österreich zu verhindern. Beim Euro war daraufhin ein schneller Sprung nach oben zu beobachten, jedoch hielt dieser Impuls nicht lange an, daher wird er am Morgen flach gehandelt. Auf der anderen Seite könnte man erwarten, dass deutsche Aktien bei der heutigen Eröffnung wieder etwas an Attraktivität gewinnen, da die internen politischen Probleme während der Sitzung am Montag zu den größten Einflussfaktoren zählten.

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Der EURUSD stieg, als Merkel und Seehofer zu einer Vereinbarung kamen. Bisher konnte dieser Gewinn allerdings nicht ausgebaut werden. Aus technischer Sicht könnte man jedoch beim Währungspaar mit einer Erholung in Richtung 1,17 bzw. später 1,1740 argumentieren. Quelle: xStation 5

Auf den Ölmarkt lohnt diese Woche ebenfalls ein Blick. Gestern haben die Ölpreise im Zuge von Trumps Äußerungen über eine mögliche Produktionssteigerung in Saudi-Arabien einen Rückschlag erlitten. Heute ist es aber möglicherweise Zeit für eine Entspannung, da sich die Rohstoffpreise aufgrund einer Produktionsunterbrechung in Libyen nach oben bewegen (WTI steigt deutlich stärker). Das Land verkündet am Dienstag eine Höhere-Gewalt-Klausel auf Teile des Bestands aufgrund einer Militärkrise. Beachten Sie, dass diese Klausel es ermöglicht, Öllieferungen ohne Bestrafung für einen Lieferanten auszusetzen, sobald eine Unterbrechung auf Gründe zurückzuführen ist, die der Lieferant nicht kontrollieren kann. Der Brent-Preis legt um 0,65% und der WTI-Preis sogar um 1% zu.

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Der WTI-Preis hat bereits alle gestrigen Verluste wieder ausgeglichen, auch ein Anstieg auf 77 US-Dollar ist nicht unbedingt auszuschließen. Quelle: xStation 5

Betrachtet man den makroökonomischen Kalender für die heutige Sitzung in Asien, könnte man das Treffen der Reserve Bank of Australia herausgreifen, das sich wie erwartet als Nicht-Ereignis herausstellte. Die Zentralbank beließ den Leitzins unverändert und verzichtete mehr oder weniger auf Änderungen in ihrem Kommunique. Es wurde betont, dass die Inflation wahrscheinlich noch einige Zeit niedrig bleiben wird, dass der Konsum der privaten Haushalte nach wie vor Anlass zur Unsicherheit gibt oder dass das Lohnwachstum niedrig bleibt. Dies wird wahrscheinlich auch noch eine Weile andauern. Der australische Dollar bewegte sich überhaupt nicht und nach mehr als einer Stunde nach der Veröffentlichung notiert er gegenüber dem US-Dollar sogar 0,2% höher. Alles in allem sind die Bewegungen bei den Hauptwährungen unbedeutend, der NZ-Dollar schneidet hier jedoch am schlechtesten ab. Um 6:46 Uhr ist es ein Verlust von 0,1% nach einer düsteren Veröffentlichung in Bezug auf das Geschäftsklima für das zweite Quartal zu beobachten. Die NZIER-Messung zeigte, dass das Geschäftsklima das 7-Jahrestief erreichte. Dies in Verbindung mit dem jüngsten RBNZ-Ansatz, der darauf hindeutet, dass der NZD noch immer auf hohem Niveau gehandelt werden könnte sowie ein Hinweis auf eine mögliche Zinssenkung im nächsten Jahr, birgt ein Abwärtsrisiko für den NZD. Dennoch muss man sich darüber im Klaren sein, dass der Kiwi-Dollar in letzter Zeit stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.

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Der AUDNZD nähert sich einem entscheidenden technischen Niveau. Sollte hier ein Durchbruch gelingen, wäre sogar eine Bewegung in Richtung 1,1120 nicht auszuschließen. Quelle: xStation 5

Die letzte Nachricht, die wir in unserer Morgenanalyse erwähnen möchten, betrifft die Bank of Japan, die am 30./31. Juli zusammentreffen wird. Laut den Reuters-Enthüllungen (unter Berufung auf Personen mit direktem Wissen über die Denkweise der Zentralbank) dürfte die Bank ihre Inflationsprognosen für dieses und das nächste Jahr erneut senken. Die Zahlen deuten darauf hin, dass die Schätzung für dieses Jahr von 1,3% auf 1% und für das nächste Jahr von 1,8% auf 1,5% gesenkt werden könnte. Beachten Sie, dass die Bank Anfang dieses Jahres ihre Zusage in Bezug auf einen bestimmten Zeitpunkt, zu dem das Inflationsziel erreicht werden soll, fallen gelassen hat.
 

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