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14:06 · 17. Juli 2018

NZD steigt, RBNZ-Kerninflation beschleunigt sich

  • NZD steigt am Morgen nach höchstem Anstieg der Kerninflation seit sieben Jahren
  • RBA-Protokoll bietet nicht viel an, "der nächste Zinsschritt wird wahrscheinlicher"
  • Chinesische Aktien nach einer unbedeutenden Wall Street-Sitzung weiter rückläufig

Der NZD steigt am Morgen gegenüber dem USD (7:30 Uhr) um mehr als 0,8%, nachdem sich der Kerninflationsindex der RBNZ im zweiten Quartal auf den höchsten Wert seit sieben Jahren beschleunigt hatte.

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Die Inflation der neuseeländischen Wirtschaft konnte im zweiten Quartal aufatmen. Quelle: Macrobond, XTB Research

Die Kerninflation - “Factor Model” genannt - erreichte 1,7% im Jahresvergleich, was den NZD-Händlern einige ermutigende Signale gab, dass die Zentralbank möglicherweise ihre Forward Guidance bei der nächsten Sitzung ändern muss. Beachten Sie, dass die RBNZ bei ihrem Treffen im Juni einen Satz formulierte, dass der nächste Zinsschritt entweder abwärts oder aufwärts sein könnte, je nach Notwendigkeit. Zugegebenermaßen gibt es nur ein leichtes Zeichen für einen möglichen steigenden Kerninflationsdruck. Denken Sie daran, dass das "Factor Model" eines der vielen Instrumente der Zentralbank zur Messung der Kerninflation ist. Die neuen Daten erwiesen sich offensichtlich als ausreichend, um die NZ-Währung zu stützen. Dies ist zumindest teilweise auf die Tatsache zurückzuführen, dass der NZD zusammen mit anderen rohstoffabhängigen Währungen in den letzten Wochen stark abverkauft wurde, wodurch die Nettoposition sich zugunsten von Short-Positionen entwickelte. Diese Art von Szenario impliziert, dass der stark überverkaufte Markt Abpraller erfahren könnte und somit seine Anfälligkeit für positive Nachrichten größer ist. Genau dies war nach der Veröffentlichung der Inflationsdaten beim NZ-Dollar auch der Fall.

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Die Aufgliederung des VPI-Anstiegs im zweiten Quartal zeigt einige hoffnungsvolle Details in Bezug auf den Trend der Kerninflation. Quelle: businessinsider.com.au

Auf der anderen Seite unterschritt die offizielle Inflation sogar die Erwartungen von 1,5%, während der Konsens vorher einen Anstieg von 1,1% auf 1,6% erwartet hatte. Diese Veröffentlichung wurde von den Marktteilnehmern wirklich heruntergespielt, aber selbst die leichte Enttäuschung scheint nicht so tragisch zu sein. Betrachtet man die Aufschlüsselung der Inflationsrate im zweiten Quartal, könnte man feststellen, dass der höhere Verbraucherpreisindex vor allem durch einen robusten Anstieg der Mieten, die Kosten für den Bau neuer Wohnungen sowie einen Anstieg der Strompreise verursacht wurde. Offensichtlich haben auch die Lebensmittel- und Transportpreise zum jährlichen Anstieg des Verbraucherpreisindex erheblich beitragen können. Noch wichtiger ist jedoch, dass das höhere Preiswachstum nicht ausschließlich auf vorübergehende Effekte zurückzuführen ist.

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Auf der Suche nach NZD-Handelsmöglichkeiten lohnt sich ein Blick auf das EURNZD-Paar. Dieses scheint sich nämlich von einem entscheidenden Widerstand zu erholen. Wenn diese Bewegung weiter fortgesetzt wird, wäre zumindest mit einem Rückgang auf das 23,6% Fibo-Retracement zu rechnen. Quelle: xStation 5

AUD und CAD können am heutigen Morgen ebenfalls aufwerten, wobei die dort gesehenen Gewinne nicht mit dem des NZD vergleichbar sind. Während der asiatischen Sitzung wurde uns das Sitzungsprotokoll der RBA vom Juli angeboten, das die Ansicht erhärtete, dass bald der nächste Zinsschritt erfolgen könnte, zumindest wenn sich die Wirtschaft wie erwartet verbessert. Im Protokoll heißt es, dass die Abwärtsrisiken für das globale Wachstum zugenommen hätten und die Handelsspannungen als "schädlich" eingestuft worden seien. Im Großen und Ganzen bot das Dokument aber nichts, was wir nicht schon kurz nach dem RBA-Treffen wussten. Der AUD hat verständlicherweise kaum auf diese Kommentare reagiert und seine relative Outperformance gegenüber dem USD scheint von der allgemein optimistischen Stimmung bei Währungen mit hohem Umkehrpotential zu kommen. Die asiatischen Aktieninvestoren sind wiederum weniger optimistisch gestimmt, da die chinesischen Aktien weiter fallen. Ab 7:45 Uhr ist der Shanghai Composite um 1,1% gefallen, während der Hang Seng (CHNComp) fast 1,3% verlor. Nur dem japanischen Nikkei geht es gut, er steigt um 0,6%. Unterdessen gab es gestern nicht allzuviel Volatilität an der Wall Street, da wichtige Indizes den Handelstag ziemlich flach beendeten. Der größte Rückgang wurde beim NASDAQ (US100) beobachtet und die Tageskerze vom Montag könnte kurzfristig ein Indikator für einen möglichen Rückzug sein.

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US100 hat am Montag ein Bearish-Engulfing-Muster ausgebildet und wenn sich die Geschichte wiederholt, könnte dies sogar zu einem Rückgang auf 7.000 Punkte führen. Andererseits könnte in der Nähe der 7.200 Punkte eine lokale Unterstützung gefunden werden. Quelle: xStation 5

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