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Rohstoffanalyse: EMISS, Öl, Sojabohnen, Gold

16:54 9. Januar 2019
  • Deutschland trifft Entscheidung über langfristige Energiestrategie
  • Anzeichen dafür, dass Ölmarkt wieder ins Gleichgewicht kommen könnte
  • EU-Einfuhren von Soja aus den USA im Vergleich zur Vorsaison deutlich gestiegen
  • Höhere Risikobereitschaft an den Märkten könnte Goldpreis unter Druck setzen

In der heutigen Rohstoffanalyse präsentieren wir vier Märkte, die interessant aussehen und/oder einige wichtige Preisbewegungen aufzeigten: EMISS, Öl, Sojabohnen, Gold.

CO2-Zertifikate (EMISS):

  • Kälteres Wetter in den kommenden Tagen erwartet
  • Wettervorhersagen deuten auf mögliche Temperatursenkung in den skandinavischen Ländern und auf der iberischen Halbinsel hin
  • Eine im Vergleich zum langfristigen Durchschnitt höhere Temperatur wäre kontraproduktiv für Preise der CO2-Zertifikate
  • Es wird erwartet, dass Deutschland eine Entscheidung über seine langfristige Energiestrategie trifft
  • Bereitstellung von CO2-Zertifikaten in der EU wird aufgrund der Brexit-Unsicherheit von der Europäischen Kommission begrenzt

Kurzfristige Prognose scheint recht optimistisch zu sein. Quelle: Bloomberg

Die Preise für CO2-Zertifikate sind in letzter Zeit gesunken, jedoch konnten tiefere Rückgänge eingedämmt werden. Auf der Kehrseite ist auch der Platz für höhere Ebenen begrenzt. Händler gehen davon aus, dass bei einer Verschlechterung der Wetterbedingungen der Kurs in Richtung 26 EUR steigen könnte. Quelle: xStation 5

ÖL (OIL):

  • Ölpreis erholt sich insbesondere als Reaktion auf die verbesserte Stimmung sowie weitere Exportbegrenzungen der OPEC-Länder
  • Saudi-Arabien will im Vergleich zum November seine Exporte auf 800 Tsd. Barrel pro Tag begrenzen
  • Jüngste saudische Exportkürzung (500 Tsd. Barrel pro Tag) konzentrierte sich hauptsächlich auf die USA
  • Schieferboom in den USA wird beendet, die Beschäftigung im Ölsektor sinkt, während eine Reihe von Bohrinseln schließen
  • Einige Anzeichen dafür, dass der Ölmarkt wieder ins Gleichgewicht kommt, könnten den Ölpreis kurzfristig in die Höhe treiben
  • Lockere Fiskalpolitik in China könnte eine höhere Nachfrage nach Rohöl begünstigen

Im Dezember wurden die schockierenden Daten über die iranischen Ölexporte nach China veröffentlicht (eine Fehleinschätzung ist möglich, daher könnten die Daten revidiert werden). Trotz der Tatsache, dass Länder wie China, Indien, Japan oder Südkorea von den US-Sanktionen gegen den Iran ausgenommen sind, beabsichtigen sie jedoch nicht, die Ölimporte aus dem Iran zu erhöhen. Quelle: Bloomberg

China könnte Ölimporte aus den USA auf Kosten des iranischen Rohöls erheblich erhöhen. Quelle: Bloomberg

Die Ölpreise begannen in letzter Zeit sich zu erholen. Ein weiterer technischer Widerstand könnte in der Nähe von 63 USD gefunden werden. Quelle: xStation 5

SOJABOHNEN (SOYBEAN):

  • Europäische Soja-Importe aus den USA stiegen in der zweiten Jahreshälfte 2018 um 112%, die Einfuhren könnten aufgrund eines Genehmigungsverfahrens für die Verwendung von US-Soja zur Herstellung von Biokraftstoffen weiter steigen
  • USDA wird den monatlichen WASDE-Bericht aufgrund des “Government Shutdowns” nicht veröffentlichen
  • Europäische Soja-Importe nach China nehmen zu, die spezifischen Zahlen werden jedoch aus dem selben Grund nicht
  • veröffentlicht
  • Sojapreise könnten relativ schnell an eine Obergrenze stoßen, der größte langfristige Widerstand wird auf 950 Cent gesetzt
  • ​​​​​​​Sojapreise scheinen größere Chance auf einen Anstieg zu haben, da US-Landwirte ihre Produktionspläne ändern und mehr Mais als Soja säen könnten

EU-Einfuhren von Soja aus den USA stiegen im Vergleich zur Vorsaison deutlich an, da der Anteil an den Gesamteinfuhren prozentual gestiegen ist. Auch die EU-Gesamteinfuhren von Soja sind deutlich gestiegen. Quelle: foodingredients.com

Die Sojapreise sind begrenzt für weitere Gewinne. Dieser Rohstoff scheint im Vergleich zu Mais bessere Aussichten zu haben. Quelle: xStation 5

GOLD:

  • Goldpreis bewegt sich nach drei Wochen aufeinanderfolgender Gewinne zurück, höhere US-Renditen begrenzen weitere Goldanstiege
  • Bessere Marktstimmung führt zu einem Kapitalabfluss aus sicheren Anlagen
  • ETF-Bestände erreichten den höchsten Stand seit dem zweiten Quartal 2018, die Anzahl der Unzen bewegt sich um die
  • Höchststände
  • CFTC-Daten deuten auf einen Anstieg der Netto-Long-Positionen hin, die Datenfreigabe wurde jedoch aufgrund des “Government Shutdowns” ausgesetzt
  • ​​​​​​​Goldpreis könnte kurzfristig auf 1.260 USD fallen, obwohl der langfristige Ausblick sogar in Richtung 1.350 bzw. 1.380 USD hindeutet

Bestände von ETFs bewegen sich um ihre Höchststände. Quelle: Bloomberg

Die Goldpreise könnten eine Preiskorrektur in Richtung 1.260 USD erfahren. Quelle: xStation 5​​​​​​​

Offenlegung gemäß § 80 WpHG zwecks möglicher Interessenkonflikte

Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.

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