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15:27 · 17. Juli 2018

Sind Rohstoffwährungen bereits aus dem Schneider?

  • Drei rohstoffabhängige Währungen (AUD, CAD, NZD) gehören seit Anfang des Jahres zu den schlechtesten G10-Performern
  • Handelskonfliktrisiken belasteten, laut CFTC-Daten sind AUD, CAD und NZD am meisten überverkaufte Hauptwährungen
  • CESIs implizieren, dass weitere Enttäuschungen weniger wahrscheinlich sind, insbesondere für Kanada und Neuseeland

Rohstoffwährungen gehören seit Anfang dieses Jahres zu den größten Verlierern gegenüber dem US-Dollar. Ihre schwache Performance ist hauptsächlich auf den Handelskonflikt zwischen den USA und China zurückzuführen. Da sie als risikoreiche Anlagen wahrgenommen werden, wurden sie von Deviseninvestoren, die ihr Kapital dem US-Dollar zugewiesen haben, abgestoßen. Die Rückgänge könnten jedoch angesichts einiger Indikatoren, die wir in der heutigen Analyse betrachten, übertrieben sein.

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Laut den CFTC-Daten gehören drei rohstoffabhängige Währungen zu den am meist überverkauften Währungen im G10-Korb. Quelle: Bloomberg, XTB Research

Der erste Grund, warum alle drei Währungen bereits aus dem Schneider sein könnten, sind die wöchentlich von der US-amerikanischen CFTC veröffentlichten Positionierungsdaten (jeden Freitag). Nach den letzten Daten kann man feststellen, dass der Australische Dollar mehr als zwei Standardabweichungen von seinem gleitenden 2-Jahres-Durchschnitt abgewichen ist. NZD und CAD könnten unter diesem Gesichtspunkt ebenfalls ermutigend wirken. Man sollte sich jedoch daran erinnern, dass selbst wenn die CFTC-Daten auf eine mögliche Umkehrung hinweisen, nicht garantiert werden kann, dass die Netto-Positionierung nicht noch bärischer wird. Die obige Grafik zeigt, dass die drei Währungen (AUD, CAD, NZD) noch tiefer als die aktuellen Niveaus fallen könnten.

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Die CESIs (Citi Economic Surprise Indices, Überraschungsindizes der Citigroup) bieten einen bemerkenswerten Einblick in die Anfälligkeit der Währungen für nachfolgende makroökonomische Veröffentlichungen. Quelle: Bloomberg

Zuvor hatten wir erwähnt, dass der Handelskonflikt zu den Hauptgründen gehören könnte, warum all diese Währungen in letzter Zeit solch eine schlechte Performance aufwiesen. Der AUD und NZD sind dem chinesischen Handel ziemlich stark ausgesetzt, während der CAD eine starke Handelsverbindung mit den USA hat. Die Spannungen waren aber wahrscheinlich nicht der einzige Grund. Die inländischen makroökonomischen Daten haben die allgemeine Abwärtsstimmung um diese Währungen ebenfalls untergraben. Ein kurzer Blick auf den obigen Chart zeigt uns, dass der kanadische CESI in letzter Zeit stark gefallen ist und seinen Tiefststand seit dem ersten Quartal 2013 erreicht hat. Der Index für die neuseeländische Wirtschaft hat sich in den letzten Jahren nicht allzu gut entwickelt und bewegt sich in der Nähe der Tiefs der letzten Jahre. Der Index für Australien sieht da etwas besser aus. Insgesamt könnten die Werte so interpretiert werden, dass der Spielraum für eine weitere Abwärtsüberraschung begrenzt erscheint.

NZDUSD

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Der NZD befindet sich seit Mitte April zwar in einem Abwärtstrend, Bullen haben jedoch in letzter Zeit versucht diese Bewegung umzukehren. Das Währungspaar schoss nach dem schneller als erwarteten Kernpreiswachstum der Reserve Bank of New Zealand über Nacht nach oben und zieht sich nun von seinem Tageshoch zurück. Die nächstgelegene Unterstützung könnte in der Nähe der 0,6780 lokalisiert sein, während der kurzlebige Hauptwiderstand bei 0,6860 liegt. Quelle: xStation 5

USDCAD

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Der USDCAD notiert nahe einer mittelfristigen Trendlinie, ebenso wie dem 50er EMA, nachdem er zwei Bearish-Engulfing-Muster ausgebildet hat. Auf der Grundlage des Tagescharts könnte man annehmen, dass die 1,3390 einen größeren Widerstand für Bullen darstellt, während die erste nennenswerte Unterstützung bei etwa 1,2750 lokalisiert werden kann. Quelle: xStation 5

AUDUSD

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Beim 4-Stunden-Chart des AUDUSD ist zu beobachten, dass das Paar versucht seine Unterstützung bei 0,7400 zu halten, diese Marke wird durch ein 23,6% Fibo-Retracement des jüngsten Rückgangs unterstützt. Etwas unterhalb dieses Niveaus kann man außerdem eine kurzfristige Trendlinie identifizieren. Bei der Suche nach nennenswerten Widerstandsniveaus kann man sich auf die 0,7445 konzentrieren, gefolgt von 0,7500. Quelle: xStation 5
 

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