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09:20 · 2. August 2018

Wirtschaftskalender: Alle Augen auf die Bank of England

  • Erzeugerpreisindex der Eurozone dürfte sich im Juni beschleunigen
  • Märkte erwarten Zinserhöhung der Bank of England
  • DowDuPont (DWDP.US) kündigt Umsatz von über 23,5 Mrd. USD an

Nachdem sich die Fed gestern entschieden hat, in Wartestellung zu verweilen, verlagert sich die Aufmerksamkeit heute auf die Bank of England. Es wird erwartet, dass die britische Währungsbehörde endlich eine Zinserhöhung vornimmt. Man sollte jedoch bedenken, dass diese Zentralbank die Märkte gerne überrascht. Abgesehen davon erhalten wir die Inflationswerte der europäischen Hersteller (EPI) sowie den Einkaufsmanagerindex (EMI) für das britische Baugewerbe für Juli. Das wöchentliche Update zum US-Arbeitsmarkt könnte vor dem morgigen NFP-Bericht nützlich sein.

10:30 Uhr | Großbritannien, EMI zum Baugewerbe (Juli): Der Datenstrom, der aus Großbritannien kommt, war in letzter Zeit eher glanzlos. Der gestrige Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe verfehlte die Erwartungen, da er einen großen Rückgang aufwies. Laut der von Bloomberg befragten Ökonomen soll diese Abwärtsneigung durch den heute veröffentlichten EMI für das Baugewerbe bestätigt werden. Dies dürfte den heutigen Zinsentscheid der Bank of England nicht beeinflussen, könnte aber weitere Verschärfungen in Frage stellen.

11:00 Uhr | Eurozone, Erzeugerpreisindex (Juni): Nach einigen Jahren der EPI-Deflation verließ der Wert zum Jahreswechsel 2016 und 2017 den negativen Bereich. Nach einem Anstieg von 4,5% im Jahresvergleich Anfang 2017 begann sich das Preiswachstum aber zu verlangsamen. Dennoch scheint der Inflationsdruck anzusteigen, da wir in letzter Zeit eine ordentliche Belebung erfahren haben. Der Marktkonsens lässt darauf schließen, dass die EMI-Inflation in der Eurozone im Juni von 3% auf 3,5% im Jahresvergleich steigen sollte. Beachten Sie, dass eine längere Phase steigender EPI-Werte die VPI-Inflation ankurbeln und EZB-Banker dazu veranlassen könnte, Zinserhöhungen in Erwägung zu ziehen.

13:00 Uhr | Zinsentscheid der Bank of England: Die Zinserhöhung wurde von der BoE im Frühjahr angekündigt. Die Brexit-Unsicherheit sowie das makroökonomische Bild der gemischten Wirtschaft zwangen die Mitglieder der BoE jedoch, diesen Schritt zu verschieben. Die Marktchancen einer Zinserhöhung für das heutige Treffen liegen nahe der 90%, daher scheint es eine bereits abgeschlossene Sache zu sein. Es bleibt die Frage, ob es sich nur um eine einzige Zinserhöhung handelt oder ob die BoE eine weitere geldpolitische Straffung fordert.

16:00 Uhr | USA, Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe: Ein wöchentliche Daten-Update vom US-Arbeitsmarkt. Die Bedeutung dieser Veröffentlichung ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Allerdings könnte sie heute mehr Aufmerksamkeit als gewöhnlich auf sich ziehen, da sie zwischen dem gestern veröffentlichten ADP-Bericht zu der Beschäftigungsveränderung und dem für morgen geplanten NFP-Bericht liegt. Anleger werden hier mit Sicherheit nach Hinweisen suchen. Erwartet wird ein Wert von 200. Tsd.

Folgende Unternehmen veröffentlichen u.a. heute ihre Berichte:
- Activision Blizzard (ATVI.US)
- Axa (CS.FR)
- BMW (BMW.DE)
- Continental (CON.DE)
- DowDuPont (DWDP.US)
- Evonik (EVK.DE)
- Hugo Boss (BOSS.DE)
- Lanxess (LXS.DE)
- Metro (MMT.FR)
- ProSiebenSat1 (PSM.DE)
- Rheinmetall (RHM.DE)
- Siemens (SIE.DE)
- Société Générale (GLE.FR)

GBPUSD handelt seit Mitte April in einem Abwärtstrend. Das Paar hat die mittelfristige Unterstützungszone zwischen 1,3050 und 1,3130 erreicht. Ein Abpraller oder Durchbruch wird vom Ergebnis des heutigen BoE-Treffens und den Zukunftsplänen der Zentralbanker abhängen. Quelle: xStation 5

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