Wirtschaftskalender: Hohe Erwartungen beim Lohnwachstum

2. November 2018
  • NFP-Bericht könnte starken Lohnanstieg zeigen
  • EMI zum britischen Baugewerbe am Vormittag
  • US-Daten sowie kanadische Beschäftigungszahlen

10:30 Uhr | Großbritannien, EMI zum Baugewerbe (Oktober): Zugegebenermaßen scheint das Baugewerbe für die britische Wirtschaft nicht besonders relevant zu sein. Dennoch könnten wir einige Hinweise auf den allgemeinen Optimismus im gesamten Industriesektor erhalten. Erinnern wir uns daran, dass wir gestern einen enttäuschenden EMI zum verarbeitenden Gewerbe sahen. Der Index ging von 53,6 auf 51,1 Punkte zurück und verfehlte damit den Konsens von 53 Punkten. Diese Entwicklung scheint jedoch mit der breiteren Verlangsamung der europäischen Werte übereinzustimmen. Beim EMI zum Baugewerbe deutet die durchschnittliche Schätzung auf einen leichten Rückgang von 52,1 auf 52 Punkte hin. Darüber hinaus werden die EMIs zum Fertigungssektor aus europäischen Volkswirtschaften veröffentlicht. Im Falle von Spanien und Italien, wo keine vorläufigen Werte vorhanden sind, sind Rückgänge auf 50,9 bzw. 49,7 zu erwarten.

13:30 Uhr | USA und Kanada, NFP-Bericht: Am ersten Freitag des Monats werden wie üblich die NFP-Berichte aus den USA und Kanada veröffentlicht. Beginnen wir mit der Veränderung der Beschäftigungszahlen außerhalb des landwirtschaftlichen Sektors. In den USA wird im September mit einem Anstieg von 190 Tsd. (Vorwert: 134 Tsd.) gerechnet. Diese Zahl scheint vernünftig zu sein, wenn man den soliden ADP-Bericht vom Mittwoch berücksichtigt. Die Arbeitslosenquote dürfte sich mit 3,7% nicht verändert haben, während beim Lohnwachstum ein Anstieg von 2,8% auf 3,1% im Jahresvergleich prognostiziert wird. Beachten Sie, dass diese solide Prognose auf außergewöhnlich günstigen Basiseffekten des vergangenen Jahres basiert, als eine Verlangsamung von 2,8% auf 2,3% zu beobachten war. Beim kanadischen Arbeitsmarkt ist eine positive Beschäftigungsveränderung von 10 Tsd. zu erwarten, die Arbeitslosenquote sollte unverändert bei 5,9% bleiben. Das Lohnwachstum sollte sich wiederum im September von 2,2% auf 2,3% beschleunigt haben.

Weitere Daten | USA, Handelsbilanz (13:30 Uhr), Auftragseingang (15:00 Uhr): Im Falle der Fabrikaufträge deutet die durchschnittliche Schätzung auf einen Anstieg von 0,5% im Monatsvergleich hin (September). Da es sich aber um veraltete Daten handelt, könnten die Auswirkungen auf die Märkte begrenzt sein. Das Gleiche sollte für die langlebigen Güter gelten (endgültige Zahlen).

Folgende Unternehmen veröffentlichen heute ihre Berichte:
- 08:00 | Glencore (GLEN.UK / ISIN: JE00B4T3BW64)
- 13:00 | Exxon Mobil (XOM.US / ISIN: US30231G1022)
- 13:30 | Chevron (CVX.US / ISIN: US1667641005)

Der EURUSD prallte am Donnerstag genau von der Unterstützung bei 1,13 ab. Sollte die Rallye fortgesetzt werden, dürfte der heutige US-Arbeitsmarktbericht die Erwartungen nicht weit übertreffen. Quelle: xStation 5

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