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Wirtschaftskalender: Rezessionsängste an den Märkten?

10:43 7. Januar 2019
  • Wiederaufnahme der Handelsgespräche zwischen den USA und China diese Woche
  • FOMC- und EZB-Sitzungsprotokolle könnten Einblick in Stimmung der Zentralbanker bieten
  • ISM-Index (USA) zum Dienstleistungssektor am heutigen Nachmittag interessant

Das Jahr 2019 begann mit einem Flash Crash bei asiatischen Währungen, nachdem Anleger durch eine Umsatzwarnung von Apple in Panik gerieten. Diese Bedenken wurden durch die makroökonomischen Daten aus der ganzen Welt, insbesondere in der Fertigungsindustrie, bestätigt. Stehen wir vor einer globalen Verlangsamung oder gar einer Rezession? Was könnten die Zentralbanken dagegen tun? Wir werden im Laufe der Woche mehr erfahren.

Wichtige makroökonomische Veröffentlichungen für Montag:
- 11:00 Uhr | Eurozone, Einzelhandelsumsätze (November): 0,4% im Monatsvergleich und 1,7% im Jahresvergleich erwartet
- 16:00 Uhr | USA, ISM-Index zum Dienstleistungssektor (Dezember): Rückgang von 60,7 auf 59 Punkte erwartet

Folgende Reden von Zentralbankmitgliedern stehen heute auf der Agenda:
- 13:45 Uhr | De Guindos von der EZB
- 18:40 Uhr | Bostic von der Fed

Auf was sollte man diese Woche noch achten:

Handelskonflikt | Gespräche zwischen den USA und China (Montag und Dienstag)
Man könnte schnell vergessen, wie alles anfing. Doch letztendlich wurde der Handelskonflikt von Präsident Trump durch die Erhebung von Zöllen auf Stahl und Aluminium ausgelöst. Das G20-Gipfeltreffen vom Dezember brachte einen "Waffenstillstand" zwischen den USA und China hervor, der für insgesamt drei Monate Handelsgespräche vorsieht, bevor weitere Zölle eingeführt werden. Diese Gespräche beginnen am Montag, und während die Märkte der Ansicht sind, dass ein sich verschlechterndes Konjunkturbild die Kompromissbereitschaft fördern sollte, erscheint dies leichter gesagt als getan.
Betroffene Märkte: US30, AUDUSD.

US-Daten | ISM-Index zum Dienstleistungssektor (Montag, 16:00 Uhr), VPI-Inflation (Freitag, 14:30 Uhr)
Der Einbruch beim ISM-Index zum verarbeitenden Gewerbe im Dezember war für die Anleger ein Schock, da die USA der EU und Asien auf dem Weg der Wachstumsverlangsamung beigetreten sind. Die Dienstleistungssektoren reagieren oft langsamer, aber sollten wir auch hier eine Verschlechterung sehen, könnten die Spekulationen über Zinssenkungen sich endgültig verwirklichen, vor allem wenn die Inflation im Rahmen bleibt, was bei den mittlerweile deutlich niedrigeren Ölpreisen der Fall sein sollte.
Betroffene Märkte: US500, USDJPY.

Sitzungsprotokolle | FOMC (Mittwoch, 20:00 Uhr), EZB (Donnerstag, 13:30 Uhr)
Das neue Jahr ist gerade einmal drei Wochen alt, und schon scheint der Ausblick von vier Zinserhöhungen in einem Jahr sehr weit entfernt zu sein. Erst im Dezember sah die Fed für 2019 zwei weitere Anhebungen vor und die EZB versucht die Märkte immer noch auf den ersten Zinsanstieg seit acht Jahren vorzubereiten. Haben die Zentralbanker die Situation falsch eingeschätzt? Was haben sie sich dabei gedacht? Wir werden diese Woche mehr aus den Sitzungsprotokollen erfahren.
Betroffene Märkte: DE30, EURUSD.

Der EURUSD erholte sich zuletzt, bewegt sich aber immer noch in seiner früheren Handelsspanne zwischen 1,1310 und 1,1450. Das für heute geplante ISM-Index-Update zum Dienstleistungssektor könnte dem Paar zusätzliche Volatilität verleihen. Quelle: xStation 5

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Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.

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