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08:45 · 23. Juli 2018

Wirtschaftskalender: Ruhiger Montag vor Zentralbank-Terminen

  • Halbwichtige Daten aus den USA und Europa
  • BoE-Vizegouverneur hält Rede am Abend
  • Zentralbanken diese Woche klar im Fokus

Wie üblich ist der Kalender vom Montag ziemlich leer. Am Nachmittag erhalten wir allerdings zwei halbwichtige Veröffentlichungen aus den USA und der Eurozone. Die Verkäufe bestehender US-Eigenheime werden im Juni voraussichtlich von 5,43 Mio. auf 5,45 Mio. steigen. Für die Eurozone ist eine vorläufige Veröffentlichung des Verbrauchervertrauens geplant, der Konsens geht hier im Juni von einem Rückgang von -0,5 auf -0,7 Punkte aus. Beide Updates werden um 16:00 Uhr veröffentlicht. Abgesehen davon werden GBP-Händler vermutlich um 19:00 Uhr achtsam sein, da der stellvertretende Gouverneur der Bank of England, Ben Broadbent, zur Society of Professional Economists in London sprechen wird.

Auf folgendes sollten Sie diese Woche ebenfalls achten:
Auch wenn sich die Handelskonflikte vermutlich nicht abschwächen werden, wird die Aufmerksamkeit der Anleger diese Woche vor allem auf die Geldpolitik gerichtet sein. Die Zentralbank der Türkei wird erneut die Chance haben, die Lira vor einem weiteren Einbruch zu bewahren, während die Europäische Zentralbank die jüngsten makroökonomischen Veröffentlichungen nutzen könnte, um sie in den Kontext einer möglichen Zinserhöhung im nächsten Jahr zu bringen. Abgesehen davon erhalten Händler ein vorläufiges BIP-Ergebnis für das zweite Quartal aus den USA.

Zinsentscheid der CBRT (Dienstag, 13:00 Uhr)
Die türkische Lira hat in den letzten Jahren stark abgewertet. Dieser Abwärtstrend hat sich nach einigen unorthodoxen geldpolitischen Kommentaren von Präsident Erdogan sowie Entwicklungen in der Innenpolitik (z.B. die Ernennung von Erdogans Schwiegersohn zum Wirtschaftsminister) beschleunigt. Die von der türkischen Zentralbank (CBRT) im Mai geleistete Notfall-Zinserhöhung hatte den Rückgang nur vorübergehend gestoppt und vor einigen Tagen hat die TRY ein neues Allzeittief erreicht. Es wird erwartet, dass die CBRT während des bevorstehenden Treffens eine Zinserhöhung um 100 Basispunkte vornehmen wird. Dies könnte jedoch nicht ausreichend sein, um die Abwertung der türkischen Währung ein für allemal zu beenden.
Betroffene Märkte: EURTRY, USD.

EMIs aus Europa und EZB-Zinsentscheid (Dienstag, 10:00 Uhr und Donnerstag, 13:45 Uhr)
Die letzte EZB-Sitzung brachte eine lang erwartete Ankündigung des Endes der Anleihekäufe. Das QE-Programm wird im vierten Quartal auslaufen und zum Ende des Jahres beendet werden. Darüber hinaus gaben die Notenbanker bekannt, dass die Zinserhöhung datenabhängig sei und erst im Sommer des nächsten Jahres stattfinden werde. Allerdings werden die EMI-Daten (Einkaufsmanagerindizes), die zwei Tage vor der EZB-Sitzung veröffentlicht werden, genauestens beobachten. Anleger werden darauf achten, ob sie einen weiteren erwarteten Rückgang bestätigen oder nicht.
Betroffene Märkte: DE30, EURUSD.

US-BIP für das zweite Quartal (Freitag, 14:30 Uhr)
Die US-Wirtschaft enttäuschte ein wenig im ersten Quartal des Jahres, da sie langsamer wuchs als erwartet. Der Konsens sowie jüngste Äußerungen einiger US-Vertreter deuten jedoch darauf hin, dass das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal 4% im Quartalsvergleich erreicht haben könnte. Sollte dieses Szenario eintreten, würde dies bedeuten, dass sich die US-Wirtschaft auf das seit dem dritten Quartal 2014 nicht mehr erreichte Niveau beschleunigt. Es würde auch den Standpunkt der Federal Reserve stärken, dass die Wirtschaft stark ist und die allmähliche Verschärfung angemessen sein könnte.
Betroffene Märkte: TNOTE, US500.

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Der EURUSD war in den letzten zwei Monaten im Konsolidierungsbereich zwischen 1,1510 bis 1,1760 gefangen. Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert das Paar unterhalb seiner Widerstandszone (1,1760 bis 1,1850) und eine hawkische EZB könnte dem Paar den lang erwarteten Durchbruch bescheren. Quelle: xStation 5
 

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