Wirtschaftskalender: US-Inflation und EZB-Sitzungsprotokoll

8. Oktober 2018
  • Sieg von Bolsonaro und Senkung der Mindestreservesätze in China beflügeln Märkte
  • US-Inflation, EZB-Protokoll wichtig für EURUSD diese Woche
  • Öl im Rampenlicht nach OPEC-Kommentaren, Bestandsdaten am Donnerstag

Dieser Montag beginnt sehr lebhaft, da sich drei große Geschichten überschneiden: Die US-Anleiherenditen bleiben trotz eines gemischten NFP-Berichts am Freitag hoch, chinesische Vermögenswerte befinden sich nach dem Rückgang der Mindestreservesätze im Ausverkauf und die brasilianischen Märkte werden durch den massiven Vorsprung von Bolsonaro im Präsidentschaftsrennen euphorisch erwartet. Das wird kleinere Wirtschaftsberichte überschatten, die für heute geplant sind. Das EMU-Sentix-Barometer ist das einzige, das Aufmerksamkeit verdient (22:30 Uhr, Konsens 11,7 Punkte).

USDBRL wird heute durch den massiven Vorsprung von Jair Bolsonaro im Präsidentschaftsrennen vielbeobachtet sein. Quelle: xStation 5

Auf die gesamte Woche betrachtet wird die VPI-Inflationsrate aus den USA die größte Aufmerksamkeit auf sich ziehen, aber Händler sollten sich auch die Zeit nehmen, das Protokoll der letzten EZB-Sitzung zu analysieren. Beide Berichte werden am Donnerstag veröffentlicht. Außerdem werden die Öldaten mit einer Verzögerung von einem Tag in dieser Woche veröffentlicht, daher werden alle wichtigen Wirtschaftsdaten am selben Tag gesammelt.

VPI-Inflation aus den USA (Donnerstag, 14:30 Uhr)
Eine kontinuierliche Verbesserung der US-Preiswachstumsdynamik, die in der zweiten Jahreshälfte 2017 einsetzte, ermutigte die geldpolitischen Entscheidungsträger der Fed zu einer schrittweisen Zinserhöhung. Im Inflationsbericht für August gab jedoch sowohl die Gesamt- als auch die Kerninflation unerwartet nach. Das makroökonomische Umfeld sowie geopolitische Probleme, wie zum Beispiel der Handelskonflikt zwischen China und den USA, sollten steigende Preise unterstützen. Daher könnte der jüngst schwächere Wert nur ein einmaliges Ereignis gewesen sein. Sollte sich die Preiswachstumsdynamik weiter verlangsamen, könnte dies Fragen über das Tempo der künftigen Zinserhöhungen aufwerfen.
Betroffene Märkte: US500, GOLD.

EZB-Sitzungsprotokoll (Donnerstag, 13:30 Uhr)
Die jüngste EZB-Sitzung brachte keine Überraschung mit sich. Die Notenbank beließ die Zinsen unverändert und Mario Draghi bekräftigte während der Pressekonferenz sein Vertrauen in die Wirtschaft. Der EZB-Präsident äußerte sich jedoch einige Tage nach dem Treffen positiv zur Inflation. Diese Kommentare haben den Euro deutlich höher getrieben, bevor Probleme in der europäischen Politik ihn wieder fallen ließen. Die Investoren werden nun das Sitzungsprotokoll von der Diskussion des EZB-Rats analysieren, um zu sehen, ob das Vertrauen in die Inflationserholung nur Draghis Standpunkt war oder die gemeinsame Haltung der EZB-Mitglieder darstellt.
Betroffene Märkte: EURUSD, DE30.

Rohöllagerbestände (Donnerstag, 16:30 Uhr)
Die beeindruckende Rallye am Ölmarkt wurde letzte Woche unterbrochen, nachdem die USA die OPEC erneut um eine Produktionssteigerung gebeten hatten. Auch wenn dies nichts Neues war, wurde das Bärenlager nach den Äußerungen des saudischen Energieministers aktiver. Dieser verkündete, dass das OPEC-Kartell bereit sei, seine ungenutzten Produktionskapazitäten zu nutzen, wenn dies notwendig sein sollte. Die Lagerbestandsdaten könnten kurzfristig eine gewisse Volatilität auslösen, daher sollten Ölhändler in der zweiten Wochenhälfte auf der Hut sein. Beachten Sie, dass die neuen Daten in dieser Woche einen Tag später veröffentlicht werden, da der Montag in den USA ein Feiertag ist (Columbus Day).
Betroffene Märkte: OIL, OIL.WTI.

Offenlegung gemäß § 80 WpHG zwecks möglicher Interessenkonflikte

Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.

Die Autoren der Veröffentlichungen verfassen jene Informationen auf eigenes Risiko. Analysen und Einschätzungen werden nicht in Bezug auf spezifische Anlageziele und Bedürfnisse bestimmter Personen verfasst. Veröffentlichungen von XTB, die bestimmte Situationen in den Finanzmärkten kommentieren sowie allgemeine mündliche Aussagen von Mitarbeitern von XTB hinsichtlich der Finanzmärkte, stellen keine Beratung des Kunden durch XTB dar und können auch nicht als solche ausgelegt werden. XTB haftet nicht für Verluste, die direkt oder indirekt durch getroffene Handlungsentscheidungen in Bezug auf die Inhalte der Veröffentlichungen entstanden sind.

Risikohinweis

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 82% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge sowie Gewinne aus der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft. Inhalte, Newsletter und Mitteilungen von XTB stellen keine Handlungsansätze von XTB dar.

Tags:
Teilen:
Zurück