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Wirtschaftskalender: Weiterer intensiver Tag für das GBP

10:23 16. Januar 2019
  • Britischer Inflationsbericht, Carneys Aussage und Mays Misstrauensvotum
  • CBRT dürfte weiterhin in Wartehaltung verbleiben
  • Rückgang der Rohöl-Lagerbestände erwartet

Das Brexit-Drama geht weiter, da das britische Unterhaus den von Theresa May vorgeschlagenen Deal ablehnt. Darüber hinaus wird die britische Premierministerin heute (20:00 Uhr) mit einem Misstrauensantrag konfrontiert. Abgesehen davon könnte das GBP heute aufgrund der Veröffentlichung des Inflationsberichts sowie der Aussage von Mark Carney über den Bericht zur Finanzstabilität (10:15 Uhr) empfindlich reagieren. Anleger sollten auch dem CBRT-Zinsentscheid und der Veröffentlichung der DoE-Daten folgen, da beide Ereignisse die Volatilität an den TRY- und Ölmärkten anregen könnten.

10:30 Uhr | Großbritannien, Datenpaket zur Inflation (Dezember): Theresa May erlitt gestern im britischen Parlament eine bittere Niederlage. Das Ergebnis der Abstimmung hat wenig dazu beigetragen, die Brexit-Unsicherheit zu verringern. Dennoch sind die VPI-Daten von besonderer Bedeutung für die Währung, so dass die heutige Veröffentlichung die Möglichkeit hat, das GBP ein wenig zu bewegen. Die Gesamtinflation dürfte sich im Dezember von 2,3% auf 2,1% im Jahresvergleich verlangsamen. Die Kerninflation sollte unverändert bei 1,8% im Jahresvergleich bleiben. Gleichzeitig werden die Inflationsdaten der Produzenten veröffentlicht und es wird erwartet, dass die Headline auf 2,9% im Jahresvergleich sinkt.

12:00 Uhr | Türkei, Zinsentscheid der CBRT: Die türkische Lira steht seit kurzem unter Druck. Die inländischen Daten sind schwach, was darauf hindeutet, dass das Wachstum 2018 voraussichtlich langsamer ausfallen wird als 2017. Einige Institutionen deuten sogar darauf hin, dass die Türkei 2019 in eine Rezession geraten könnte. Dennoch tauchten Kommentare auf, die auf eine mögliche Zinssenkung hindeuteten. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass die CBRT während der heutigen Sitzung beschließen wird, die Fremdkapitalkosten zu senken, aber ein solches Ergebnis sollte in Betracht gezogen werden.

16:30 Uhr | DoE-Bericht zu Rohöl-Lagerbeständen: Nach einem kurzen Rückzug haben die Bullen den Ölmarkt wieder in den Griff bekommen. Die gestrigen API-Daten zeigten einen Rückgang der Rohöl-Lagerbestände, diese fielen jedoch schwächer aus als erwartet. Dennoch hielt dies die Preise nicht von einem Anstieg ab. Die Stimmung wird durch die Erwartung verstärkt, dass die Vereinbarung der OPEC+ das auf dem Markt vorhandene Überangebot abbauen wird. Die heutigen DoE-Daten zeigen voraussichtlich einen Rückgang der Rohöl-Lagerbestände von 1,5 Mio. Barrel. Andererseits werden sowohl die Benzin- als auch die Destillatbestände steigen.

Folgende Reden von Zentralbankmitgliedern stehen heute auf der Agenda:
- 09:40 Uhr | Nowotny von der EZB
- 09:45 Uhr | Skingsley von dre Riksbank
- 10:15 Uhr | Gouverneur Carney von der BoE

Unternehmen die heute ihre Berichte veröffentlichen:
- 12:45 Uhr | Bank of America (BAC.US / ISIN: US0605051046 )
- 13:35 Uhr | Goldman Sachs (GS.US / ISIN: US38141G1040)
- 22:10 Uhr | Alcoa (AA.US / ISIN: US0138721065)
- CSX Corp (CSX.US / ISIN: US1264081035)
- BlackRock (BLK.US / ISIN: US09247X1019)

Brent befindet sich in einer interessanten Lage. Der Rohstoff handelt immer noch unterhalb der mittelfristigen Widerstandszone, näherte sich aber der 50-Tage-Linie (grüne Linie). Beachten Sie, dass es zwei Monate her ist, als Brent das letzte Mal über dieser technischen Hürde schloss. Die Reaktion auf den oben genannten gleitenden Durchschnitt könnte ein Schlüsselfaktor für kurzfristige Preisbewegungen sein. Quelle: xStation 5

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