Technische Analyse: Gleitende Durchschnitte

FORTGESCHRITTEN - Übung 10
Lesedauer dieser Übung: ca. 10 Minuten

Technische Analyse: Gleitende Durchschnitte
 

Diese Lektion deckt folgendes ab:
 

  • Welche Arten von gleitenden Durchschnitten werden beim Traden verwendet

  • Wie man Trading Signale mit gleitenden Durchschnitten erkennt

  • Wie man mehrere Durchschnitte kombiniert

 

Jede Handelsstrategie muss spezifische Informationen beinhalten. Nicht nur darüber wann ein Trade geöffnet wird sondern auch ein adäquates Risikomanagement um Ihre Verluste zu minimieren. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Sie über einen langen Zeitraum hinweg erfolgreich am Markt agieren können. Eines der beliebtesten Werkzeuge um eine technische Analyse durchzuführen sind gleitende Durchschnitte. Diese werden wir im Folgenden näher beschreiben.

 

 

Was sind gleitende Durchschnitte:

Ein gleitender Durchschnitt ist ein Trendfolgeindikator, welcher anhand von vergangenen Preisen gebildet wird. Dieser Indikator folgt dem Trend, das heißt dass er je nach Marktlage steigt und fällt. Wie Sie bereits bemerkt haben fluktuieren Preise auf den Weltmärkten ständig. Gleitende Durchschnitte glätten diese Preisbewegungen. Dies macht es einfacher Trends zu erkennen. Gleitende Durchschnitte werden nicht nur verwendet um Trends zu identifizieren sondern auch um Einstiege in die Märkte zu erkennen. Lassen Sie uns herausfinden wie die beliebtesten Durchschnitte funktionieren und wie Sie diese in Ihr Trading einbauen können.

 

 

Einfacher gleitender Durchschnitt (SMA):

Einer der beliebtesten Werkzeuge zur technischen Analyse ist der SMA. Dieser wird berechnet indem man die Schlusspreise eines Marktes für einen bestimmten Zeitraum addiert und im Anschluss durch die Anzahl der Perioden dividiert.
 

Die meisten gleitenden Durchschnitte basieren auf die Schlusspreise. Ein 10-Tages SMA ist die Summe der Schlusspreise durch zehn geteilt. Mit jeder neuen Kerze fällt die Erste in der Berechnung weg und somit wandert der SMA mit dem Kurs bzw. den Kerzen mit. So wird dieser berechnet.
 

Tages Schlusspreise: 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22
 

Erster Tag des 10-Tages SMA: (11 + 12 + 13 + 14 + 15 + 16 + 17 + 18 + 19 + 20) / 10 = 15.5
 

Zweiter Tag des 10-Tages SMA: (12 + 13 + 14 + 15 + 16 + 17 + 18 + 19 + 20 + 21 ) / 10 = 16.5  
 

Dritter Tag des 10-Tages SMA: (13 + 14 + 15 + 16 + 17 + 18 + 19 + 20 + 21 + 22) / 10 = 17.5

 

Als allgemeine Regel gilt, dass wenn der Markt, mit einem ganzen Kerzenkörper, von oben durch den SMA durchbricht, eine größere Wahrscheinlichkeit besteht, dass der Markt jetzt fallen wird. Hier ist ein Beispiel:

 

Wenn der Markt von unten durch den SMA bricht, ist das ein Zeichen dafür, dass die Bullen den Markt übernehmen und die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass die Preise weiter steigen werden. Hier gilt wieder, dass man darauf achten muss, dass der Kerzenkörper durchbrechen muss und nicht nur der Docht bzw. Schatten.

 


 

Natürlich können Sie mehrere verschiedene gleitende Durchschnitte, mit unterschiedlichen Perioden, verwenden. Beispielsweise zwei Durchschnitte mit einer 50er und 100er Periode. Dadurch erhalten Sie einen besseren Einblick über die aktuelle Marktlage. Des Weiteren können Sie so Anhand dieser Durchschnitte besser erkennen wann ein Markt sich drehen wird. Im Allgemeinen gilt, dass je mehr Perioden der Durchschnitt hat, desto glatter ist er. Je glatter der Durchschnitt ist, desto stärker ist der Trend der angezeigt wird. (siehe unten)

 

 

Exponentielle gleitende Durchschnitte (EMA):

Der EMA legt mehr Wert auf die aktuellen und weniger Wert auf die vergangenen Preise. Dadurch reagiert der EMA schneller auf Preisfluktuationen als der SMA. Dies kann aber auch ein Nachteil sein, denn dadurch neigt der EMA eher dazu Fehlsignale zu liefern.

Der Hauptunterschied ist, dass der EMA schneller auf Preisumkehrungen reagiert. Der SMA hängt in Phasen der Umkehr etwas hinterher. Da der EMA mehr Wert auf die aktuellen Preise legt, wird er von vielen Tradern als dem SMA überlegen angesehen.
 

Nichtsdestotrotz sollte jeder Trader die Vor- und Nachteile beider Durchschnitte abwägen und selbst entscheiden welchen er nutzen sollte.

 

 

Wie man gleitende Durchschnitte verwendet:

Es gibt verschiedene Methoden gleitende Durchschnitte zu verwenden. In diesem Artikel werden wir beschreiben wie man einen und zwei Durchschnitte zum traden verwendet.

 

 

Traden mit einem gleitenden Durchschnitt:

Wenn ein gleitender Durchschnitt in den Chart gelegt wird, erfolgt ein Kaufsignal, wenn der Preis mit einem Kerzenkörper von unten nach oben durch den Durchschnitt bricht. Ein Verkaufssignal erfolgt, wenn der Preis mit einem Kerzenkörper von oben nach unten durchbricht.

 

 

Im oberen Beispiel wurde ein 50er SMA beim Goldchart angewendet. Wie Sie sehen könnten erfolgte zunächst ein Kaufsignal und im Anschluss gewann der Markt an Wert. später brach der Preis von oben nach unten durch den SMA, was mit einem Verkaufssignal gleichzusetzen war. Im Anschluss fiel der Preis weiter.

 

 

Traden mit zwei gleitenden Durchschnitten:

Wenn zwei gleitende Durchschnitte mit zwei verschiedenen Perioden verwendet werden, erfolgt ein Kaufsignal, wenn der Durchschnitt mit der kleineren Periode von unten durch den Durchschnitt mit der größeren Periode durchbricht. Ein Verkaufssignal ergibt sich, wenn der Durchschnitt mit der kleineren Periode von oben durch den Durchschnitt mit der größeren Periode durchbricht.

 

 

In dem oberen Beispiel ist ein 50er SMA (blaue Linie) und ein 100er SMA (weiße Linie) im DE30 Chart angewendet worden. Ein Kaufsignal erfolgte als die blaue Line von unten die rote Linie durchbrach. Danach erfolgte eine Preissteigerung.
 

Vergessen Sie aber nicht, dass alle Indikatoren und Oszillatoren oft Fehlsignale liefern. Somit ist es sinnvoll diese in Kombination mit anderen Werkzeugen zur technischen Analyse zu verwenden. Wenn alle verwendeten Indikatoren anzeigen, dass der Markt in eine Richtung gehen wird, dann erhöht sich somit die Erfolgswahrscheinlichkeit für Ihre Position.

 

 

Ein hinterher hängender Indikator:

Wie Sie gesehen haben können gleitende Durchschnitte solide Handelssignale liefern. Es ist aber üblich, dass eine Bewegung erfolgt bevor ein Signal zu erkennen ist. Dies liegt daran, dass diese Indikatoren sich auf vergangene Preise und nicht auf aktuelle Preise beziehen. Dies sollten Sie immer bedenken, wenn Sie gleitende Durchschnitte verwenden. Der SMA und der EMA sind hilfreiche Handelswerkzeuge, welche Sie mit Vorsicht verwenden sollten.


 

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 77% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Veröffentlicht von: X-Trade Brokers Dom Maklerski S.A

Quiz

Testen Sie Ihr Wissen zu dieser Lektion mit unserem Quiz:

QUIZ STARTEN
1/3

Ein Kaufsignal besteht, wenn:

NÄCHSTE FRAGE
2/3

Welcher gleitende Durchschnitt legt mehr Wert auf aktuelle Preise?

ZURÜCK NÄCHSTE FRAGE ZURÜCK
3/3

Der Hauptnachteil der gleitenden Durchschnitte ist, dass:

ZURÜCK QUIZ BEENDET ZURÜCK

Schade, Sie haben dieses Quiz leider nicht bestanden. Versuchen Sie es jedoch gerne noch einmal. Ihr Ergebnis: der Antworten waren falsch.

ERNEUT VERSUCHEN

Glückwünsch! Sie haben das Quiz erfolgreich bestanden.

TESTEN SIE IHR WISSEN AUF EINEM DEMO-KONTO ZUR NÄCHSTEN ÜBUNG

Testen Sie Ihr Wissen auf einem Demo-Konto:

DEMO TESTEN

Nächste Übung: EXPERTE

Hier finden Sie fortgeschrittene Artikel zu Strategien, Risikomanagement und mehr.

ÜBUNG STARTEN