- Steigende Anleiherenditen und aggressive Aussagen von Fed und EZB belasten die globale Risikostimmung
- geopolitische Eskalation rund um den Iran und die weiterhin blockierte Straße von Hormus treiben die Ölpreise hoch
- NVIDIA steht heute im Mittelpunkt der Markt News
- Steigende Anleiherenditen und aggressive Aussagen von Fed und EZB belasten die globale Risikostimmung
- geopolitische Eskalation rund um den Iran und die weiterhin blockierte Straße von Hormus treiben die Ölpreise hoch
- NVIDIA steht heute im Mittelpunkt der Markt News
Die geopolitischen Spannungen bleiben das dominierende Thema an den Finanzmärkten. US-Präsident Donald Trump erklärte am Dienstag, dass die USA möglicherweise erneut gegen den Iran militärisch vorgehen müssten - nur einen Tag nachdem ein geplanter Angriff nach einem iranischen Friedensvorschlag abgesagt wurde. Der Iran fordert im Gegenzug Kriegsreparationen sowie den Abzug amerikanischer Truppen. Die Straße von Hormus bleibt faktisch geschlossen und sorgt weiterhin für Unsicherheit an den Rohstoffmärkten.
Auch diplomatisch bleibt die Lage angespannt: Chinas Präsident Xi Jinping empfängt heute Wladimir Putin in Peking, nur wenige Tage nach Trumps Besuch in China. Parallel dazu beendet Japans Premierminister Takaichi seinen Gipfel in Seoul, während Indiens Premier Modi in Rom unterwegs ist. Ungarns Premier Magyar reist erstmals offiziell nach Polen.
Markt News: Fed und EZB verschärfen den Ton
Im Fokus der Markt News stehen heute die Zentralbanken. Fed-Mitglied Paulson erklärte, die aktuelle Geldpolitik sei angemessen, zugleich seien weitere Zinserhöhungen oder längere hohe Zinsen durchaus realistisch. Sie bezeichnete die Risiken als „extrem erhöht“ und schloss zusätzliche Zinsschritte ausdrücklich nicht aus, falls das Wirtschaftswachstum weiter robust bleibt.
Besonders spannend wird am Abend die Veröffentlichung des Protokolls der Fed-Sitzung vom April. Marktteilnehmer erwarten die größte Meinungsverschiedenheit innerhalb der US-Notenbank seit 1992.
Auch die Europäische Zentralbank sendet zunehmend hawkishe Signale. EZB-Ratsmitglied Kocher erklärte, dass eine Zinserhöhung bei der Sitzung am 11. Juni unvermeidbar sei, sollte die Straße von Hormus geschlossen bleiben. Bundesbank-Präsident Nagel warnte ebenfalls vor einem neuen Energieschock infolge der Iran-Krise.
China und Großbritannien im Fokus
Die chinesische Zentralbank beließ die LPR-Zinsen zum zwölften Mal in Folge unverändert. Der einjährige Satz bleibt bei 3,00 %, der fünfjährige bei 3,50 %. Gleichzeitig setzte die PBOC den USD/CNY-Fixingkurs deutlich höher als vom Markt erwartet fest.
In Großbritannien richtet sich der Blick heute auf die Veröffentlichung der britischen VPI-Daten für April. Analysten rechnen damit, dass die Inflation im Jahresvergleich von 3,3 % auf 3,0 % zurückgeht. Zudem steht eine Anhörung von BoE-Chef Bailey vor dem Treasury Committee auf dem Programm.
Börse Aktuell: Anleihemärkte setzen Aktien unter Druck
Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen stieg auf 4,687 % und erreichte damit den höchsten Stand seit 16 Monaten. Die Rendite 30-jähriger US-Bonds kletterte sogar auf 5,198 % - das höchste Niveau seit 2007. Die Sorge vor anhaltend hoher Inflation sorgt weltweit für einen massiven Ausverkauf am Anleihemarkt.
Die Futures auf europäische Indizes deuten auf einen schwächeren Handelsstart hin. Der DAX verliert vorbörslich 0,23 %, während der Euro Stoxx 50 um 0,35 % nachgibt.
An der Wall Street schloss der S&P 500 leicht im Minus (-0,06 %), während der Nasdaq nahezu unverändert blieb (+0,01 %). Die steigenden Renditen belasten insbesondere zinssensitive Technologieaktien.
Asien unter Druck
Die asiatischen Börsen verzeichnen den vierten Verlusttag in Folge. Der Nikkei 225 fällt um 1,6 %, der KOSPI verliert 2 %. Der MSCI Asia-Pacific ex Japan gibt um 0,7 % nach.
In China sinkt der CSI300 um 0,4 %, während der Hang Seng 0,7 % verliert. Zusätzlich belastet ein drohender Streik bei Samsung Electronics die Stimmung, nachdem über 47.000 Beschäftigte Arbeitskampfmaßnahmen angekündigt haben.
Devisenmarkt: Dollar bleibt stark
Am Devisenmarkt bleibt der US-Dollar dominant. EUR/USD fällt auf 1,1599 und markiert den niedrigsten Stand seit Anfang April. GBP/USD notiert bei 1,3394.
Der japanische Yen zeigt sich zwar grundsätzlich stark, dennoch hält sich USD/JPY knapp unter der Marke von 159. Der Dollarindex bewegt sich weiterhin nahe eines 6-Wochen-Hochs.
Zu den schwächsten Währungen des Tages zählen der australische Dollar, der neuseeländische Dollar sowie der kanadische Dollar.
Rohstoffe: Ölpreise bleiben hoch
Die Ölpreise bleiben auf hohem Niveau. Brent notiert weiterhin oberhalb von 110 US-Dollar je Barrel, während WTI bei rund 103,69 US-Dollar liegt.
Der API-Bericht zeigte den fünften Rückgang der US-Öllagerbestände in Folge. Heute richtet sich der Fokus auf die offiziellen EIA-Daten um 16:30 Uhr MESZ.
Citigroup sieht in ihrem bullischen Szenario kurzfristig sogar ein Potenzial für Brent-Öl bis 150 US-Dollar je Barrel. Gleichzeitig sorgen erste Bewegungen von chinesischen Supertankern aus der Straße von Hormus für etwas Entspannung.
Gold verliert leicht und fällt auf den niedrigsten Stand seit Ende März, belastet durch den starken US-Dollar. Silber legt hingegen moderat zu.
Unternehmen: NVIDIA im Mittelpunkt der Markt News
Das wichtigste Ereignis für Anleger dürfte heute Abend die Veröffentlichung der Quartalszahlen von NVIDIA sein. Erwartet werden Umsätze von rund 79 Milliarden US-Dollar - ein Wachstum von 80 % im Jahresvergleich.
Die Optionsmärkte rechnen mit einer möglichen Veränderung der Marktkapitalisierung um rund 350 Milliarden US-Dollar nach den Zahlen. Damit könnten die NVIDIA-Ergebnisse die Richtung für den gesamten KI- und Technologiesektor vorgeben.
Ebenfalls im Fokus stehen heute die Zahlen von Target, Marks & Spencer, TJX und Lowe’s.
Kryptowährungen stabil trotz Risikoaversion
Bitcoin zeigt sich trotz der angespannten Marktstimmung vergleichsweise stabil und notiert leicht im Plus bei rund 77.000 US-Dollar. Die Kryptowährung hält sich damit oberhalb wichtiger Unterstützungsmarken, obwohl die allgemeine Risikobereitschaft an den Märkten sinkt.
Ausblick: Diese Termine bewegen heute die Börse
Im weiteren Tagesverlauf stehen mehrere wichtige Termine auf der Agenda:
- Britische VPI-Daten am Morgen
- Anhörung von BoE-Chef Bailey
- US-EIA-Ölbericht um 16:30 Uhr dt. Zeit
- Veröffentlichung des Fed-Protokolls am Abend
- NVIDIA-Quartalszahlen nach Börsenschluss an der Wall Street
Die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit, steigenden Anleiherenditen und den mit Spannung erwarteten NVIDIA-Zahlen dürfte die Richtung an den Märkten entscheidend beeinflussen. Besonders Anleger im DAX, S&P 500 und Nasdaq sollten die heutigen Markt News aufmerksam verfolgen.
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BÖRSE HEUTE: DAX stabil trotz Nvidia-Unsicherheit (19.05.2026)
Kakao Preis steigt wieder
Goldpreis fällt deutlich – Gold Prognose unter Druck
Ölpreis steigt: NATO prüft Einsatz im Hormus-Konflikt
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