- Schwacher UK-Arbeitsmarkt belastet das Pfund
- Zinssenkungserwartungen nehmen deutlich zu
- Chart des Tages: 1,3600 bleibt entscheidende Marke
- Schwacher UK-Arbeitsmarkt belastet das Pfund
- Zinssenkungserwartungen nehmen deutlich zu
- Chart des Tages: 1,3600 bleibt entscheidende Marke
Das britische Pfund gerät nach der Veröffentlichung schwacher UK-Arbeitsmarktdaten deutlich unter Druck. Gegenüber nahezu allen G10-Währungen verzeichnet GBP starke Verluste (GBPUSD: -0,2%, GBPJPY: -0,7%, EURGBP: +0,25%). Die Daten unterstreichen eine fortschreitende Abkühlung am Arbeitsmarkt – und erhöhen den Druck auf die Bank of England (BoE), schneller als bislang erwartet in einen Zinssenkungszyklus einzutreten.
► GBPUSD ISIN: GB0031973075 | WKN: 720088 | Ticker: GBP/USD
Die überraschend gestiegene Arbeitslosenquote deutet darauf hin, dass die jüngste dovishe Zinspause der BoE möglicherweise bereits „hinter der Kurve“ liegt. Damit rückt eine Anpassung der geldpolitischen Strategie näher – mit potenziell negativen Folgen für den Wechselkurs.
Quelle: xStation5 von XTB, aufgenommen am 17.02.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.
Chart des Tages: GBPUSD rutscht unter 1,3600 – technische Schlüsselzone im Fokus
GBPUSD fiel unmittelbar nach Veröffentlichung der Daten deutlich unter die zentrale Unterstützung bei 1,3600. Damit wurde ein wichtiges technisches Niveau unterschritten, das zuvor als Stabilitätszone fungierte.
Allerdings traten kurzfristig Käufer auf den Plan und begrenzten die Abwärtsbewegung: Der Kurs konnte sich zurück bis zum 50,0%-Fibonacci-Retracement erholen, das gleichzeitig mit dem 30-Tage-EMA (EMA30) zusammenfällt (hellviolett). Trotz dieser technischen Stabilisierung bleibt die Erholung bislang verhalten, da der Markt Schwierigkeiten hat, nachhaltig über 1,3600 zurückzukehren.
Die Arbeitslosenquote im Vereinigten Königreich erreichte ihren höchsten Stand seit COVID. Quelle: XTB Research
UK-Arbeitsmarkt: Arbeitslosenquote steigt auf 5,2%
Nach zwei Monaten bei 5,1% ist die britische Arbeitslosenquote im Dezember auf 5,2% gestiegen und lag damit über den Markterwartungen (Bloomberg-Konsens: 5,1%). Dies ist der höchste Stand seit fast fünf Jahren und rückt in die Nähe des Pandemie-Hochs bei 5,3%.
Gleichzeitig kühlte sich das Lohnwachstum spürbar ab: Das Wachstum der durchschnittlichen Einkommen fiel von 4,5% auf 4,2%. Stagnierende Vakanzzahlen deuten zudem auf zunehmende Schwäche am Arbeitsmarkt hin – mit nachlassender Einstellungsdynamik und anhaltenden Entlassungen.
Besonders auffällig sind die frühen Januar-Schätzungen zur Beschäftigungsentwicklung: Im Jahresvergleich wurden über 134.000 Arbeitsplätze abgebaut (-11k im Monatsvergleich). Das signalisiert eine deutliche Eintrübung, obwohl die Inflation zuvor hartnäckig hoch geblieben war.
Bank of England: Zinssenkungen rücken näher – GBPUSD Prognose bleibt fragil
Die aktuellen Arbeitsmarktdaten haben die Erwartungen an bevorstehende Zinssenkungen der Bank of England deutlich verstärkt. Zwar hatte die BoE zuletzt die Zinsen bei 3,75% belassen, doch das knappe Abstimmungsergebnis (5:4) wurde bereits als dovish interpretiert.
Mit der nun sichtbaren Verschlechterung am Arbeitsmarkt könnte die BoE gezwungen sein, die geldpolitische Lockerung früher einzuleiten als bisher geplant. Der Swap-Markt preist mittlerweile eine 82%-Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung im März ein. Zudem werden insgesamt zwei Zinssenkungen bis Ende 2026 erwartet.
Für die mittelfristige GBPUSD Prognose bleibt entscheidend, ob sich die BoE gezwungen sieht, aggressiver zu handeln, um eine anhaltende Wachstumsflaute zu verhindern.
Quelle: Bloomberg Finance LP.
Belastungsfaktoren für die britische Wirtschaft bleiben hoch
Selbst wenn Zinssenkungen kommen, dürfte es Monate dauern, bis Unternehmen spürbar entlastet werden und wieder Vertrauen für Neueinstellungen gewinnen. Zusätzlich wirken strukturelle Belastungen weiter bremsend:
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steigender Mindestlohn erhöht Kosten für Arbeitgeber
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höhere Payroll-Tax-Belastung könnte Konsum und Investitionen schwächen
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geringere Konsumdynamik bremst die wirtschaftliche Aktivität
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Unternehmen könnten länger in einer defensiven Haltung bleiben
Dies erhöht das Risiko, dass Großbritannien in einem Umfeld aus niedrigem Wachstum und schwacher Beschäftigungsdynamik verharrt – trotz zuletzt leichter Produktivitätsverbesserungen.
GBPUSD Prognose: Bären behalten kurzfristig die Kontrolle
Die Kombination aus schwächerem Arbeitsmarkt, sinkendem Lohndruck und steigenden Zinssenkungserwartungen spricht kurzfristig gegen das Pfund. Der Bruch der technischen Schlüsselmarke bei 1,3600 verstärkt den Druck zusätzlich.
Kurzfristige GBPUSD Prognose:
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Unter 1,3600 bleibt das Abwärtsrisiko dominant
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Technische Erholung möglich, aber nur bei Rückkehr über die Schlüsselzone
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BoE-Zinserwartungen bleiben der wichtigste Treiber
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