Drei Märkte im Überblick vor Fed und EZB

13. Juni 2018

Zusammenfassung:

  • Fed dürfte Zinsen erhöhen, Ausblick entscheidend für den Dollar
  • EZB könnte Beendigung des QE-Programms ankündigen
  • DE30 prallt von Schlüsselunterstützung bei 12.600 Punkten ab
  • EURUSD sieht unterhalb des 50-Tage-LWMA schwach aus
  • Goldpreis wartet an der Unterseite eines Dreiecks auf ein Signal


Was wird die Fed tun?
Unserer Ansicht nach wird die Fed die Zinsen auf einen Korridor von 1,75% bis 2% anheben. Es gibt keinen Grund, es nicht zu tun: Die Wirtschaft ist solide, die Arbeitslosigkeit ist niedrig, die Inflation ist auf einem 6-Jahres-Hoch und die Märkte sind in einer guten Verfassung. Jedoch ist das meiste bereits durch die Märkte eingepreist worden und die Frage ist nun, wie die Fed über zukünftige Zinserhöhungen denkt. Die konjunkturelle Verbesserung könnte darauf hindeuten, dass der Konsens im sogenannten Dot-Plot weiter vorrückt, um insgesamt auf vier Zinserhöhungen in diesem Jahr hinzudeuten. Der Vorsitzende Jerome Powell könnte sich jedoch auf der dovischen Seite befinden und während der Pressekonferenz einen vorsichtigen Ton angeben.
 

Was wird die EZB tun?
Nach der Italienischen Mini-Anleihen-Krise wird die EZB entscheiden müssen, ob sie eine Beendigung des Anleihekaufprogramms ankündigen will. Rückgänge bei den Einkaufsmanagerindizes rechtfertigen zwar eine Zurückhaltung, aber ein Anstieg der Inflation könnte die Zentralbank ermutigen, Maßnahmen zu ergreifen. Die Kommentare der zahlreiche Ratsmitglieder können natürlich voneinander abweichen, aber wenn der hoch angesehene Chefvolkswirt der Zentralbank (Peter Praet) sagt, dass dieses Treffen "entscheidend" sein könnte, sollte nichts anderes angenommen werden. Die EZB könnte sagen, dass das Programm bis Ende September in seiner derzeitigen Form laufen wird und dann im letzten Quartal des Jahres ausläuft. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sie etwas über zukünftige Zinserhöhungen sagen wird, außer dass sie einen langen Zeitraum zwischen dem Ende der quantitativen Lockerung und dem ersten Zinsschritt vorschlägt.
 

DE30
Die Unterstützung bei 12.600 Punkten funktionierte nicht nur kurzfristig, sondern schaffte es sogar den Kursrückgang aufzuhalten, den wir nach einer Evening-Star-Kerzenformation (roter Kreis) sahen. Die Bullen waren in der Lage dieses Gebiet zu verteidigen und obwohl wir noch nicht wissen, ob sich das in einer Erholung niederschlägt, deuten untere Schatten darauf hin, dass die Käufer aktiv lokale Einbrüche einholen. Da die Unterstützung bei 12.600 Punkten stark bleibt, ist momentan kein deutlicher Widerstand in Sicht. (Quelle: xStation 5).

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EURUSD
Der EURUSD erlebte bei 1,1550 eine dramatische Trendwende, aber nach einem Anstieg über 1,18 konnte eine gewisse Erschöpfung beobachtet werden. Beachten Sie, dass das Währungspaar einen abwärts gerichteten 50-Tage-LWMA erreicht hat und die oberen Schatten auf eine Nachfrageschwäche hindeuten. Die Fed- und EZB-Sitzung könnte jedoch neue starke Impulse liefern. (Quelle: xStation 5).

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Gold
Gold ist der interessanteste Markt unter den drei genannten. Da der Kurs bei 1.366 die wichtige Widerstandszone nicht durchbrechen konnte, kehrte er zur Trendlinie zurück, die auch als Untergrenze in einer Dreiecksformation fungiert und wir sehen an dieser Stelle die vierte Woche einer Konsolidierung. Wird sich der Markt von dort wieder erholen oder werden wir irgendwann einen Ausbruch erleben? Entscheidungen der Zentralbanken können Auswirkungen haben, und es ist an der Zeit, da in diesem Dreieck nicht mehr viel Platz ist. (Quelle: xStation 5).

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