15:12 · 26. August 2026

EILMELDUNG: US-BIP-Deflator für das 2. Quartal auf 6,4 % nach oben korrigiert, während die realen Konsumausgaben im Juli stagnieren

EURUSD Prognose & Forex Aktuell: US-Inflation bremst Zinssenkungshoffnungen
Das Wichtigste in Kürze
Das Wichtigste in Kürze
  • Keine Zinswende in Sicht 
  • Stagnierender Realkonsum 
  • EUR/USD unter Druck 

Die US-Verbraucher bremsten im Juli ihre Ausgaben deutlich ab. Während die Kosten für Dienstleistungen weiter stiegen, gingen die Ausgaben für Güter zurück – die realen Konsumausgaben stagnierten unterm Strich. Da die Kernrate des PCE-Preisindex mit 3,3 % exakt den Erwartungen entsprach und die Preisdeflatoren für das zweite Quartal nach oben revidiert wurden, liefert die aktuelle Datenlage der Federal Reserve kaum Argumente für eine rasche Zinswende.

► EURUSD WKN 965275 | ISIN EU0009652759 | Ticker: EUR/USD

Wichtige Erkenntnisse 

  • US-Kern-PCE im Rahmen der Erwartungen: Der Kern-PCE-Preisindex stieg im Juli um 0,2 % gegenüber dem Vormonat (MoM) und um 3,3 % gegenüber dem Vorjahr (YoY).
  • Gesamte PCE-Inflation: Die Headline-PCE-Rate lag im Juli bei 0,2 % MoM und 3,7 % YoY – leicht höher als erwartet, aber auf dem Niveau des Vormonats.
  • Reale Ausgaben stagnieren: Nominal stiegen die US-Verbraucherausgaben im Juli um 0,2 % MoM. Real (inflationsbereinigt) lag das Wachstum jedoch bei 0,0 %.
  • Dienstleistungen schlagen Güter: Laut BEA-Daten glich der Anstieg der Dienstleistungsausgaben (+86,2 Mrd. USD) den Rückgang bei den Sachgütern (-49,9 Mrd. USD) vollständig aus.
  • Starkes Einkommenswachstum: Die Personaleinkommen stiegen im Juli um 0,4 % MoM (Erwartung: 0,2 %), während das verfügbare Einkommen um 0,5 % zulegte. Die Sparquote lag bei 3,0 %.
  • Q2 GDP unverändert bei 1,5 %: Das reale US-BIP-Wachstum im 2. Quartal verblieb auf aufs Jahr hochgerechneten 1,5 % (nach 2,1 % in Q1).
  • Aufwärtsrevisionen beim Konsum: Der Q2-Privatkonsum wurde auf 3,4 % korrigiert (vorläufig: 3,2 %). Der Q2-BIP-Deflator stieg auf 6,4 % (vorläufig: 6,2 %), was den anhaltenden Inflationsdruck unterstreicht.
  • Q2 Kern-PCE höher: Die Q2-Kern-PCE-Inflation kletterte auf 3,6 % (vorläufig: 3,4 %), die Gesamtrate auf 5,3 % (vorläufig: 5,1 %).
  • Supercore-Inflation zieht an: Der Q2-PCE ohne Nahrungsmittel, Energie und Wohnen wurde auf 3,4 % revidiert (vorläufig: 3,2 %).

Hinweis: Die Revisionen wurden maßgeblich durch stärkere Konsumausgaben getrieben. Der Zuwachs im Juli stammte ausschließlich aus dem Dienstleistungssektor (Finanzen, Gesundheit).

Der größte Teil der Korrektur bei den Beiträgen ging auf die Konsumausgaben zurück, die nach oben korrigiert wurden. Quelle: BEA

Im Juli wurde das Wachstum der Konsumausgaben ausschließlich durch Zuwächse im Dienstleistungssektor getragen, angeführt von Finanzdienstleistungen und dem Gesundheitswesen, die den weitreichenden Rückgang in den verschiedenen Warengruppen vollständig ausglichen. Quelle: BEA

Forex Aktuell: Datenanalyse und Wirtschaftslage

Die kombinierten Marktdaten zeichnen das Bild eines hartnäckigen zugrunde liegenden Preisdrucks bei gleichzeitig stagnierender, aber hohem Konsumniveau zu Beginn des 3. Quartals. Obwohl die BIP-Analyse für Q2 bei 1,5 % belassen wurde, zeigen die Aufwärtsrevisionen beim Privatkonsum (3,4 %), dass die Binnennachfrage robuster ist als gedacht.

Die Aufwärtsrevisionen aller Preisdeflatoren – insbesondere des BIP-Deflators auf 6,4 % – machen deutlich, dass die Disinflation im zweiten Quartal ins Stocken geraten ist. Trotz eines soliden Einkommenswachstums von 0,4 % stagnierten die realen Konsumausgaben im Juli (0,0 %). US-Verbraucher zahlen primär höhere Preise im Dienstleistungssektor und kürzen im Gegenzug den Erwerb von Sachgütern.

EURUSD Prognose: Reaktionen an den Finanzmärkten

  • Zinsfutures: US-Zinsfutures gaben nach Veröffentlichung der Daten Gewinne ab. Die höheren Preisdeflatoren verstärken im Rahmen der aktuellen EURUSD Prognose die Spekulation auf länger anhaltend hohe US-Zinsen.
  • US-Dollar-Index: Der Dollar behauptete seine Gewinne und wertete gegenüber dem Euro leicht auf.
  • Aktienmärkte: S&P 500 Futures gaben leicht nach. Die Kombination aus zäher Inflation und stagnierendem Realkonsum belastet die Gewinnerwartungen der Unternehmen.
  • EUR/USD Währungspaar: Am Devisenmarkt blickte man bei Forex Aktuell auf eine verhaltene Reaktion: Der Kurs von EURUSD gab nach den Inflationsdaten leicht nach.
EURUSD Prognose im Tageschart

Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 26.08.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.


 

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