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11:30 · 4. Mai 2026

💶Industrie in der Eurozone: Eine fragile Erholung, hinter der sich Stagflationsrisiken verbergen

EURUSD Prognose: Stagflation, EZB-Zinspfad und Forex Aktuell im Fokus
Das Wichtigste in Kürze
Das Wichtigste in Kürze
  • Scheinbare Erholung der Industrie 
  • Stagflationsrisiken und das „Negativszenario“ 
  • Markt preist Zinserhöhungen ein 

Die neuesten Produktionsdaten aus April 2026 zeichnen ein trügerisches Bild der wirtschaftlichen Lage in der Eurozone. Während die Schlagzeilen auf eine Erholung hindeuten, offenbaren die Details strukturelle Schwächen - verschärft durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten. Für den Forex Markt aktuell ist besonders relevant: Der Einkaufsmanagerindex (PMI) stieg auf 52,2, doch die Märkte reagieren zunehmend skeptisch.

► EURUSD WKN 965275 | ISIN EU0009652759 | Ticker: EUR/USD

Uneinheitliche Dynamik in der Eurozone

Erstmals seit fast vier Jahren befinden sich alle acht beobachteten Volkswirtschaften im expansiven Bereich. Dennoch basiert dieses Wachstum nicht auf nachhaltiger Nachfrage.

Frankreich sowie Italien und Spanien verzeichnen steigende PMIs, wobei Frankreich 52,8 erreicht. Der Haupttreiber ist jedoch Vorratsaufbau. Unternehmen sichern sich frühzeitig Materialien, um steigenden Preisen und Lieferengpässen zuvorzukommen.

Deutschland hingegen zeigt ein fragileres Bild. Trotz eines PMI von 51,4 ist das Geschäftsklima erstmals seit 18 Monaten negativ. Lieferkettenprobleme und stark steigende Inputkosten belasten die Industrie erheblich.

Energiepreise und Lieferketten als Belastungsfaktor

Die anhaltende Schließung der Straße von Hormus wirkt weiterhin als zentraler Engpass. Die Störungen in den Lieferketten erreichen ein Niveau wie zuletzt 2022. Gleichzeitig steigen die Inputpreise auf ein Mehrjahreshoch, was Unternehmen zwingt, Kosten schnell an Verbraucher weiterzugeben.

Für Forex aktuell bedeutet das steigenden Inflationsdruck - ein entscheidender Faktor für die Geldpolitik der EZB und damit für die EURUSD Prognose.

EZB rückt in den Fokus: Zinserhöhungen werden wahrscheinlicher

Die Erwartungen für die Inflation wurden auf 2,7% im Jahresvergleich nach oben korrigiert. Gleichzeitig notiert Brent-Öl nahe 110 USD pro Barrel und bringt die Eurozone faktisch in ein Stressszenario.

Die Märkte preisen mittlerweile mit nahezu vollständiger Sicherheit drei Zinserhöhungen um jeweils 25 Basispunkte ein. Eine erste Anhebung könnte bereits im Juni erfolgen.

Die Renditen zweijähriger Bundesanleihen stabilisieren sich bei etwa 2,67% und spiegeln die restriktivere Geldpolitik wider. Kurzfristig könnte weiteres Aufwärtspotenzial begrenzt sein, sofern der Ölpreis nicht weiter steigt.

 

Die Märkte preisen eine Zinserhöhung im Juni derzeit mit einer Wahrscheinlichkeit von fast 100 % ein. Quelle: Bloomberg Finance LP

Stagflation als zentrales Risiko

Auch wenn die EZB den Begriff vermeidet, preisen Marktteilnehmer zunehmend ein stagflationäres Umfeld ein. Die Notenbank steht vor dem Problem, Zinsen anzuheben, obwohl das Wachstum schwach ist.

Sollte die Inflation im Jahresverlauf auf 4% steigen, wäre eine aggressivere Straffung wahrscheinlich. Dies würde die Konjunktur zusätzlich belasten und bleibt ein Schlüsselfaktor für jede EURUSD Prognose.

Interne Prognosen deuten darauf hin, dass die Inflation bis zum Jahresende die 4-Prozent-Marke überschreiten könnte, bevor sie sich wieder dem Mittelwert annähert, sofern sich die Energiemärkte stabilisieren. Quelle: Bloomberg Finance LP, XTB

EURUSD Prognose: Zinsdifferenzen als Treiber

Makroökonomisch erscheint der Euro aktuell fair bewertet, insbesondere im Verhältnis zu realen Zinsen. Dennoch bleibt die Entwicklung stark abhängig von der EZB-Politik.

Sollten die erwarteten Zinsschritte umgesetzt werden, könnten die Renditen langfristiger Anleihen weiter steigen und den Euro stützen.

Kurzfristig zeigt sich EURUSD jedoch schwächer, nachdem das Paar zuvor die Marke von 1,1800 getestet hatte. Ohne neue Impulse dürfte eine Seitwärtsbewegung dominieren.

Technisch bewegt sich EURUSD aktuell zwischen wichtigen Fibonacci-Niveaus. Händler beobachten insbesondere die Spanne zwischen 38,2% und 50,0% Retracement.

Der EURUSD-Kurs steht weiterhin in engem Zusammenhang mit dem Renditeabstand bei 10-jährigen Anleihen. Quelle: Bloomberg Finance LP, XTB

EURUSD Prognose im Tageschart

Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 04.05.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.

Forex Aktuell: Fazit für Trader

Für den Forex Markt aktuell ergibt sich ein komplexes Bild:

  • Wachstum ist vorhanden, aber nicht nachhaltig
  • Inflation bleibt hoch und könnte weiter steigen
  • EZB steht vor aggressiveren Zinsschritten
  • Stagflation bleibt ein zentrales Risiko

Die EURUSD Prognose bleibt damit stark datenabhängig. Kurzfristig dominiert Unsicherheit, mittelfristig könnte eine restriktivere Geldpolitik den Euro stabilisieren - vorausgesetzt, die wirtschaftliche Abschwächung verschärft sich nicht weiter.

 

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