12:41 · 19. August 2026

Krypto-News: Bitcoin-Kurs erweist sich trotz Verlusten an der Wall Street als „widerstandsfähig“ 🔼 Befindet sich die Kryptowährung an einem entscheidenden Wendepunkt?

Krypto News & Bitcoin Prognose: Fällt BTC auf 54.000 USD?
Das Wichtigste in Kürze
Das Wichtigste in Kürze
  • Kritische Support-Zone um 62.000 USD 
  • Erholung bei den ETF-Zuflüssen 
  • Gegenwind durch Makroökonomie & Orderbuch 

Bitcoin hält sich derzeit um die Marke von 64.000 USD, nachdem der jüngste Versuch, die 65.000 USD nachhaltig zu durchbrechen, gescheitert ist. Aktuelle On-Chain-Daten deuten auf eine nachlassende Nachfrage der aktiven Käufer hin. Die wichtigste Unterstützungszone liegt im Bereich von 62.000 USD, wo zuvor mehr als 2 Millionen BTC den Besitzer wechselten. Ein Verlust dieser Zone würde das Risiko eines Rückgangs in Richtung 54.000 USD deutlich erhöhen. Auf der anderen Seite deutet das sinkende Open Interest bei einem relativ stabilen Preis eher auf teilweise Eindeckungen von Short-Positionen als auf eine vollständige Kapitulation des Marktes hin. Das kurzfristige Bild bleibt schwach, steht jedoch in klarem Kontrast zur weiterhin fortschreitenden institutionellen und korporativen Adoption von Bitcoin.

► Bitcoin: ISIN XC000A2YY636 | WKN: A2YY63 | Ticker Bitcoin

Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick:

  • Das 30-Tage-Durchschnittsvolumen des Taker Buy Volume von Bitcoin ist auf Niveaus gefallen, die zuletzt Ende 2020, um den Tiefpunkt von 2022 und während der Konsolidierung 2023 zu beobachten waren.

  • Die Zone von 62.000 bis 63.000 USD bleibt der zentrale Support-Bereich; ein nachhaltiger Ausbruch nach unten würde das Augenmerk auf 54.300 USD lenken.

  • Liquidationen von mehr als 200 Millionen USD in den letzten 24 Stunden bestätigen, dass sich der Markt weiterhin in einem Deleverage-Prozess befindet.

  • Hohe Anleiherenditen und die Schwäche an der Wall Street belasten Risiko-Assets, obwohl sich die institutionelle Infrastruktur rund um Bitcoin weiterentwickelt.

  • Die Korrelation von Bitcoin mit den globalen Aktienmärkten nimmt ab, was es zunehmend erschwert, kurzfristige Kursschwankungen im Krypto-Sektor direkt mit makroökonomischen Bedingungen oder Aktienmarkt-Volatilität zu verknüpfen.

Anleger blicken gespannt auf den Bitcoin Preischart (D1-Intervall) und die ETF-Zuflüsse: Ein Ausbruch über 65.500 USD sowie über den wichtigen Widerstand nahe dem 50-Tage-EMA (orange Linie) könnte den Weg in Richtung ca. 70.000 USD ebnen. Dieser Bereich könnte zum entscheidenden Schlachtfeld zwischen Käufern und Verkäufern werden – und womöglich darüber entscheiden, ob Bitcoin einen weiteren starken bärischen Impuls erlebt oder ob der Boden des diesjährigen Bärenmarktes bereits hinter uns liegt. Nach unten hin stützt die Preisaktion weiterhin die Ansicht, dass 62.000 USD eine bedeutende Unterstützungszone darstellt.

Bitcoin Prognose im Tageschart

Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 18.08.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in USD. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.

Verhalten der Käufer & Deleverage-Prozess

Die Zuflüsse in Spot-Bitcoin-ETFs bleiben volatil, aber die jüngsten Handelstage brachten eine deutliche Verbesserung. Nach mehreren Phasen von Abflüssen, die zeitweise 200 Millionen USD pro Tag überstiegen, erholten sich die Gesamtzuflüsse wieder auf rund 186,4 Millionen USD. Der iShares Bitcoin Trust von BlackRock macht weiterhin den größten Anteil der positiven Zuflüsse aus, mit zusätzlicher Unterstützung durch den Fonds von Fidelity. Die zentrale Erkenntnis für jede fundamentale Bitcoin Prognose: Trotz des schwächeren Sentiments rund um Bitcoin selbst ist die ETF-Nachfrage nicht verschwunden, sondern hat sich in den letzten Tagen wieder erholt. Dies schwächt das Narrativ eines vollständigen institutionellen Rückzugs aus BTC ab.

Napływy netto do funduszy spotowych ETF na Bitcoina.

Quelle: XTB Research

Spot-ETFs: Institutionalisierungs-Trend bleibt intakt

Die Ethereum-ETF-Zuflüsse sind deutlich kleiner als die von Bitcoin, aber die jüngsten Sitzungen zeigten ebenfalls eine Besserung. Die aktuellste Messung zeigt tägliche Zuflüsse von rund 68,7 Millionen USD, nach etwa 30 Millionen USD am Montag und einer vorherigen Phase gemischter Flüsse sowie gelegentlicher Abflüsse. Der iShares Ethereum Trust ETF stellt den größten Teil der positiven Zuflüsse, während die übrigen Fonds eine deutlich kleinere Rolle spielen. Wichtig ist, dass in den letzten Monaten zunehmend über mehrere Tage hinweg positive Zuflüsse auftraten, was auf eine schrittweise Rückkehr des Interesses an Ethereum hindeuten könnte. Der Umfang bleibt bescheiden, aber die Richtung der Kapitalflüsse ist deutlich konstruktiver als noch vor wenigen Wochen.

Napływy do spotowych funduszy ETF do Ethereum.

Quelle: XTB Research

Krypto News im Detail: Die Bitcoin-Nachfrage schwächt sich ab

CryptoQuant, ein auf On-Chain-Datenanalysen spezialisiertes Unternehmen, weist auf das 30-Tage-Durchschnittsvolumen des Taker Buy Volume von Bitcoin hin, welches auf Niveaus gefallen ist, die historisch an wichtigen Wendepunkten des Zyklus zu sehen waren. Ein Rückgang dieses Indikators bedeutet eine geringere Aktivität aggressiver Käufer und eine stärkere relative Position der Verkäufer. Dies signalisiert nicht automatisch den Beginn eines großen Abverkaufs. Ähnliche Werte traten sowohl in Kapitulations- als auch in Akkumulationsphasen auf. Ein verlässlicheres Bodenbildungssignal würde jedoch eine Preisstabilisierung zusammen mit einer Erholung des Taker Buy Volume erfordern. Derzeit ist es eher als Zeichen erschöpfter Aktivität denn als Bestätigung einer Trendwende zu interpretieren.

Mehr als 2 Millionen BTC wechselten im Bereich von 62.000 bis 63.000 USD den Besitzer, was eine große Konzentration der Kostenbasis der Investoren schafft. Bitcoin versuchte erfolglos, sich über 65.000 USD zu halten. Gleichzeitig fiel das Handelsvolumen an den großen Börsen in den letzten 24 Stunden um etwa 10 %, was bedeutet, dass die Erholung nicht durch besonders starke frische Nachfrage gestützt wird. Wenn die Zone von 62.000 bis 63.000 USD hält, kann der Markt noch in eine Stabilisierungsphase eintreten. Bricht sie unter zunehmendem Verkaufsdruck, rückt als nächstes der Bereich um 54.276 USD in den Fokus.

In den letzten 24 Stunden wurden Krypto-Positionen im Wert von über 200 Millionen USD liquidiert, größtenteils Long-Positionen. Gleichzeitig fiel das Open Interest von Bitcoin um etwa 0,53 %, was zusammen mit einem relativ stabilen Preis auf teilweise Eindeckungen von Short-Positionen hindeuten kann. Dies bedeutet immer noch nicht, dass eine starke Nachfrage zurückgekehrt ist. Der Crypto Fear & Greed Index verbleibt im Angst-Bereich, während auch krypto-nahe Aktien unter Druck gerieten: Strategy fiel gestern um mehr als 5 %, während Bitmine Immersion Technologies etwa 2,3 % verlor.

Das Problem von Bitcoin ist nur teilweise makroökonomisch

Samsung Electronics und SK Hynix fielen in Seoul um mehr als 7 %, der Kospi verlor rund 6 %, der MSCI Asia Pacific gab um etwa 2 % nach und der asiatische Halbleiterindex fiel um mehr als 3 %. Einen Tag zuvor verlor der Philadelphia Semiconductor Index rund 5 %. Noch wichtiger könnten die Anleihen sein: Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen stieg auf den höchsten Stand seit 2007, während die 10-jährige Rendite um 4,69 % verblieb.

Ein solches Umfeld erhöht die Kapitalkosten und verringert die Attraktivität von Risiko-Assets, selbst wenn es keine unmittelbare Preisreaktion auslöst. Der Markt wartet zudem auf das Protokoll der Juli-Sitzung der Fed und die Rede von Kevin Warsh in Jackson Hole. Laut einer Reuters-Umfrage erwarten 94 von 104 Ökonomen, dass die Fed die Zinsen im September in der Spanne von 3,5–3,75 % belässt, während die Märkte eine Wahrscheinlichkeit von etwa 68 % für keine Änderung einpreisen.

Zeigen Citi und Zhizao die andere Seite des Marktes?

Ungeachtet der kurzfristigen Schwäche schreitet die institutionelle Adoption im Hintergrund weiter voran. Citi bereitet den Start eines Verwahrservices für digitale Vermögenswerte im Rahmen ihrer Custody+-Plattform vor, der traditionelle Vermögenswerte und Kryptowährungen in einer einzigen Infrastruktur zusammenführen soll. Die Bank entwickelt zudem tokenisierte Einlagen, kooperiert mit ICE, nimmt an einem SWIFT-Pilotprojekt teil und beteiligt sich am Projekt von The Clearing House.

Gleichzeitig schloss das an der Nasdaq gelistete Unternehmen Zhizao Technology eine Transaktion über 154,7 Millionen USD ab und startete eine Bitcoin-Treasury-Strategie, die 2.380 BTC umfasst. Bitcoin wurde bei der Transaktion mit einem Referenzpreis von 65.000 USD bewertet. Laut BitcoinTreasuries.net stieg das Unternehmen damit zum 33.-größten korporativen Halter von Bitcoin auf, obwohl seine Aktien nicht positiv reagierten. Die Aktie liegt im Jahresverlauf weiterhin rund 77 % im Minus.

Die kurzfristige Nachfrage nach BTC schwächt sich ab, aber die langfristige Infrastruktur rund um Bitcoin wächst weiter. Der Markt schaffte es nicht, die 65.000 USD zu halten, die On-Chain-Daten bestätigen noch keine Erholung der Nachfrage und das makroökonomische Umfeld bleibt unvorteilhaft. Deshalb könnte das Verhalten rund um 62.000 USD für die kommende Bitcoin Prognose wichtiger sein als jede einzelne tägliche Erholung. Ein Halten dieser Unterstützung zusammen mit einer Verbesserung des Taker Buy Volume würde ein Akkumulationsszenario stützen, während ein Bruch unter die Zone bei steigendem Angebot die Wahrscheinlichkeit einer tieferen Korrektur deutlich erhöhen würde.

Ethereum und 20-Tage-ETF-Flüsse: Das Kapital baut sich schneller auf als der Preis

Das interessanteste Signal in den Krypto News liefert der Vergleich des Ethereum-Preises mit den kumulierten 20-Tage-Spot-ETF-Flüssen. ETH bleibt nahe 1.900 USD und damit weit unter seinen Höchstständen von 2025, während der 20-Tage-Zuflusssaldo wieder auf rund 317 Millionen USD geklettert ist. Dies deutet auf eine Verbesserung der Fonds-Nachfrage hin, obwohl der Preis selbst noch keinen stetigen Aufwärtstrend bestätigt hat. Historisch neigten Zuflüsse und Preise dazu, sich in dieselbe Richtung zu bewegen, wenn auch nicht immer zeitgleich, was die aktuelle Divergenz beobachtenswert macht. Setzen sich die positiven Zuflüsse in den kommenden Wochen fort, könnten sie zu einem frühen Anzeichen für eine sich verbessernde institutionelle Nachfrage werden – auch wenn dies vorerst noch kein bestätigtes Signal für eine dauerhafte Trendwende darstellt.

Quelle: XTB Research

 

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