- Ölpreis profitiert von Geopolitik: Brent-Rohöl stieg im September auf 98,84 USD (+62,75 % YTD) und erreichte im dritten Quartal in der Spitze knapp 110 USD, ehe der Abbau der Kriegsprämie und wiederkehrende Exporte aus dem Nahen Osten den Anstieg dämpften.
- Goldpreis unter Zinsdruck: Die erste Fed-Zinserhöhung seit drei Jahren und US-Anleiherenditen von 5,2 % drückten den Goldpreis im September um 3,88 % auf 4.158 USD.
- Extremwerte bei Positionierung & Bewertung: Während im Agrarsektor (Mais, Soja) und bei Kupfer überlastete Long-Positionen Korrekturrisiken bergen, signalisiert die überverkaufte Lage bei vielen Rohstoffen das Ende einer breiten Verkaufswelle.
- Ölpreis profitiert von Geopolitik: Brent-Rohöl stieg im September auf 98,84 USD (+62,75 % YTD) und erreichte im dritten Quartal in der Spitze knapp 110 USD, ehe der Abbau der Kriegsprämie und wiederkehrende Exporte aus dem Nahen Osten den Anstieg dämpften.
- Goldpreis unter Zinsdruck: Die erste Fed-Zinserhöhung seit drei Jahren und US-Anleiherenditen von 5,2 % drückten den Goldpreis im September um 3,88 % auf 4.158 USD.
- Extremwerte bei Positionierung & Bewertung: Während im Agrarsektor (Mais, Soja) und bei Kupfer überlastete Long-Positionen Korrekturrisiken bergen, signalisiert die überverkaufte Lage bei vielen Rohstoffen das Ende einer breiten Verkaufswelle.
Der Rohstoffmarkt zeigte im September ein gespaltenes Bild. Während der gesamte Rohstoffkorb mit einem durchschnittlichen wöchentlichen Minus von 2,31 % ins Stocken geriet, entwickelte sich der Sektor extrem zweigeteilt: Auf der einen Seite trieben die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten den Ölpreis und europäisches Erdgas auf Mehrmonatshochs. Auf der anderen Seite geriet der Goldpreis zusammen mit anderen Edelmetallen und Agrar-Rohstoffen unter den Druck steigender US-Anleiherenditen und der jüngsten Zinsentscheidungen der Federal Reserve.
💡 Die 3 wichtigsten Key Takeaways
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Ölpreis profitiert von Geopolitik: Brent-Rohöl stieg im September auf 98,84 USD (+62,75 % YTD) und erreichte im dritten Quartal in der Spitze knapp 110 USD, ehe der Abbau der Kriegsprämie und wiederkehrende Exporte aus dem Nahen Osten den Anstieg dämpften.
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Goldpreis unter Zinsdruck: Die erste Fed-Zinserhöhung seit drei Jahren und US-Anleiherenditen von 5,2 % drückten den Goldpreis im September um 3,88 % auf 4.158 USD.
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Extremwerte bei Positionierung & Bewertung: Während im Agrarsektor (Mais, Soja) und bei Kupfer überlastete Long-Positionen Korrekturrisiken bergen, signalisiert die überverkaufte Lage bei vielen Rohstoffen das Ende einer breiten Verkaufswelle.



🛢️ Ölpreis & Energie: Die Gewinner des dritten Quartals 📊
Das dritte Quartal stand ganz im Zeichen der fossilen Energieträger. Der Ölpreis zeigte dabei eine ausgeprägte Dynamik, die maßgeblich durch den Konflikt im Nahen Osten und Durchfahrtsbeschränkungen an der Straße von Hormus bestimmt wurde:
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Brent & WTI: Brent-Rohöl startete im Juli unter 74 USD, kletterte im September auf fast 110 USD und schloss das Quartal bei 102,59 USD (November-Kontrakt). WTI legte seit Jahresbeginn um 59,59 % auf 91,38 USD zu.
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Rückgang der Kriegsprämie: Gegen Ende des Quartals kehrten die Exporte aus der Nahost-Region auf rund 17,5 Millionen Barrel pro Tag zurück – das entspricht etwa 98 % des Niveaus vor dem Konflikt. Zudem gaben die USA 40 Millionen Barrel aus ihrer strategischen Ölreserve (SPR) frei.
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Spitzenreiter Europäisches Erdgas: Europäisches Erdgas legte im September weiter zu und verzeichnet seit Jahresbeginn ein Plus von 151,49 % bei 72,43 EUR/MWh. Mit einem EU-Speicherstand von derzeit nur rund 65 % (verglichen mit der Norm von 82 % und dem Ziel von 90 %) bleibt das fundamentale Umfeld vor der Heizperiode angespannt.
🪙 Goldpreis & Edelmetalle: Gegenwind durch Rendite-Anstieg 🏛️️
Nachdem Edelmetalle im August historische Höchststände erreichten, führte die geldpolitische Wende der US-Notenbank im September zu deutlichen Gewinnmitnahmen:
| Edelmetall | Schlusskurs September | Monatsperformance | Performance seit August-Hoch |
| Goldpreis | 4.158 USD | -3,88 % | Rückgang von 4.696 USD auf 4.111 USD |
| Silber | 60,28 USD | -5,81 % | Rückgang von 71,16 USD auf 61,00 USD |
| Platin | 1.700,50 USD | -2,33 % | Konsolidierung im späten Q3 |
| Palladium | 1.203,70 USD | -7,73 % | Stärkster Monatsverlust unter den Edelmetallen |
Der primäre Belastungsfaktor für den Goldpreis liegt in den gestiegenen Opportunitätskosten: Renditen von 5,2 % bei 10-jährigen US-Staatsanleihen und die Zinsanhebung der Fed lassen unverzinste Anlagen kurzfristig an Attraktivität einbüßen. Dennoch deutet die Abkühlung der US-PCE-Inflationsdaten darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinserhöhung im Oktober von 64 % auf 34 % gesunken ist, was dem Goldpreis im vierten Quartal wieder Atempause verschaffen könnte.
🌾 Agrar-Rohstoffe & Metalle: Überlastete Positionen & Bewertungssignale 📉
Ein Blick auf die CFTC-Positionierungsdaten verdeutlicht drastische Asymmetrien am Terminmarkt:
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Agrarsektor stark überlastet: Mais (535.801 Nettokontrakte, 99. Perzentil) und Sojabohnen (100. Perzentil) weisen extrem hohe Long-Positionen auf. Nach Monatsverlusten bei Kakao (-21,32 %), Baumwolle (-14,91 %) und Weizen (-12,42 %) besteht bei Mais und Soja die Gefahr einer anhaltenden Long-Liquidation.
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Kupfer auf Rekordniveau: COMEX-Kupfer notiert mit 90.522 Nettokontrakten am 100. Perzentil der historischen Positionierung. Der Preis von 14.447 USD liegt 2,65 Sigma über dem Fünfjahresdurchschnitt. Obwohl die Nachfrage durch die KI-Infrastruktur strukturell stark bleibt, ist das Bewertungsniveau sehr hoch angesetzt.
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Überverkaufte Märkte: Indikatoren wie der RSI signalisieren bei Agrarrohstoffen wie Mageren Schweinen (RSI 17,3) und Baumwolle (RSI 20,3) extrem überverkaufte Zustände.


🎯 Fazit zum Ölpreis und Goldpreis
Das vierte Quartal wird von der Wechselwirkung zwischen Geopolitik und Geldpolitik dominiert. Sollte sich die Lage an der Straße von Hormus weiter stabilisieren, schrumpft die Risikoprämie beim Ölpreis weiter zusammen, was den weltweiten Inflationsdruck mindern würde. Ein sinkender Ölpreis wiederum verschafft der Fed Spielraum für eine Tauben-Rhetorik, wovon der Goldpreis nach seinen September-Verlusten direkt profitieren kann.
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❓ FAQ zum Ölpreis und Goldpreis
Warum ist der Ölpreis trotz hoher Förderung im September schwankungsanfällig gewesen?
Der Ölpreis reagierte primär auf geopolitische Risiken rund um die Schifffahrtsrouten im Nahen Osten. Als die Exporte wieder auf 98 % des Vorkriegsniveaus stiegen und die USA Notreserven freigaben, schwächte sich der Preisanstieg ab.
Welche Faktoren beeinflussen den Goldpreis im vierten Quartal?
Der wichtigste Taktgeber für den Goldpreis bleiben die US-Anleiherenditen. Sinkende Zinserhöhungserwartungen nach schwächeren Inflationsdaten dämpfen den Zinsdruck und stützen das Edelmetall.
Wie hängen Ölpreis und Goldpreis aktuell zusammen?
Ein hoher Ölpreis schürt Inflationssorgen und treibt die Anleiherenditen, was den Goldpreis belastet. Fällt der Ölpreis, sinkt der Inflationsdruck, was Edelmetallen wieder Auftrieb verleiht.
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