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Wirtschaftskalender: API-Daten als Unterstützung für Öl?

09:22 10. Oktober 2018
  • Britische Industrieproduktion dürfte bescheidenen Anstieg zeigen
  • US-Erzeugerpreisindex wird am frühen Nachmittag veröffentlicht
  • API-Daten im Fokus, Brent mit Problemen an 85 USD-Marke

Für den Mittwoch sind nur wenige interessante Veröffentlichungen geplant, allerdings handelt es sich nicht um Daten aus der ersten Reihe. Am Morgen erhalten wir ein Update aus Großbritannien zur Industrieproduktion, zum Fertigungssektor als auch zur Handelsbilanz. Am Nachmittag wird die Aufmerksamkeit auf die US-Inflationsdaten (EPI) gelenkt, da am Donnerstag die VPI-Werte anstehen. Ölhändler werden sich auf die wöchentlichen API-Schätzungen zu den Rohöllagerbeständen konzentrieren.

10:30 Uhr | Großbritannien, Industrieproduktion (August): Die Daten der britischen Industrieproduktion zeigten seit Ende 2016 keine negative Tendenz. Dennoch waren die während der Sommerzeit veröffentlichten Werte schwächer als die Daten aus der ersten Jahreshälfte (trotz eines günstigeren Basiseffekts). Die heutige Veröffentlichung wird voraussichtlich einen Anstieg von 1% im Jahresvergleich aufweisen (Vorwert 0,9%). Darüber hinaus erhalten wir die Produktions- und Handelsbilanzdaten. Erstere werden voraussichtlich unverändert bei 1,1% im Jahresvergleich bleiben, während das Haushaltsdefizit auf 10,9 Mrd. GBP steigen dürfte.

14:30 Uhr | USA, Erzeugerpreisindex (September): In der Regel ziehen die VPI-Daten die meiste Aufmerksamkeit auf sich und diesmal wird es nicht anders sein. Die heutigen Inflationswerte könnten jedoch einige Hinweise vor dem morgigen VPI-Bericht liefern. Die Headline dürfte unverändert bei 2,8% im Jahresvergleich bleiben. Auf der anderen Seite wird bei der Kernrate eine Beschleunigung von 2,3% auf 2,5% erwartet.

22:40 Uhr | Wöchentliche API-Daten: Die Ölrallye wurde vor kurzem gestoppt, als der Druck auf die OPEC, die Produktion anzuheben, zunahm. Der Hurrikan Michael, der den Golf von Mexiko heimsucht, stellt jedoch eine Bedrohung für die Ölförderanlagen dar und könnte wiederum die Produktion bremsen. Theoretisch sollten wir in diesem Szenario einen Anstieg des Ölpreises erleben. Da die Lagerbestandsdaten zusätzliche Preisschwankungen auslösen könnten, sollten diese gerade jetzt von besonderer Bedeutung sein. Der Marktkonsens deutet bei der heutigen API-Schätzung auf einen Rückgang um 1 Mio. Barrel hin.

Folgende Reden von Zentralbankmitgliedern stehen heute auf der Agenda:
- 11:10 Uhr | Haldane von der BoE
- 18:15 Uhr | Evans von der Fed
- 12:00 Uhr | Bostic von der Fed

Brent hat letzte Woche die 85 USD-Marke erreicht, doch die Bullen konnten die Gewinne nicht halten. Der Sturm, der aktuell die Ostküste der USA bedroht, könnte dem Ölpreis möglicherweise Auftrieb verleihen. Quelle: xStation 5

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Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.

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