09:25 · 31. August 2026

Wirtschaftskalender – Eine restriktive Fed und Spannungen im Nahen Osten bestimmen das Marktgeschehen (31.08.2026)

Marktnews & Börse Aktuell: Fed-Rhetorik & CPI-Daten bewegen die Märkte
Das Wichtigste in Kürze
Das Wichtigste in Kürze
  • Hawkische Signale der US-Notenbank Fed 
  • Geopolitische Risiken treiben den Ölpreis 
  • Fokus auf Konjunkturdaten am Nachmittag 

Der Start in die neue Handelswoche steht im Zeichen einer zunehmenden Risikoaversion an den globalen Finanzmärkten. Wer die Börse aktuell verfolgt, sieht Anleger vor allem auf die hawkishen Signale der Rede von Fed-Chef Kevin Warsh beim Jackson Hole Symposium reagieren. Warsh betonte erneut die Priorität der Inflationsbekämpfung, was die Erwartungen an eine länger anhaltende Phase hoher US-Zinsen verstärkt.

Zusätzlich sorgen erneute geopolitische Spannungen im Nahen Osten und in der Straße von Hormus für Verunsicherung in den Marktnews. Dies löste einen deutlichen Anstieg der Ölpreise aus und setzte die asiatischen Aktienindizes spürbar unter Druck.

Im weiteren Tagesverlauf richtet sich der Fokus der Händler auf die vorläufigen CPI-Schätzungen für August aus Deutschland und Polen sowie auf die BIP-Daten für das zweite Quartal aus Polen und der Türkei. Am Nachmittag wird zudem der Chicago PMI für US-Investoren wegweisend sein. Eine erhöhte Volatilität ist vor allem bei Rohöl, dem Polnischen Zloty (PLN), USD-Währungspaaren sowie den Hauptaktienindizes zu erwarten.

Wichtige Daten des Handelstages in Asien 

  • China: Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe stieg im August auf 49,8 Punkte (Prognose: 49,5; Vorwert: 49,2) und deutet auf eine Verlangsamung des Rückgangs im Sektor hin. Der Composite PMI lag bei 49,5 Punkten.
  • Japan: Die Industrieproduktion stieg im Juli im Monatsvergleich um 0,1 % (Prognose: -0,7 %; Vorwert: 1,9 %). Die Einzelhandelsumsätze beschleunigten sich im Jahresvergleich auf 4,0 % (Prognose: 3,2 %).
  • Südkorea: Die Industrieproduktion stieg im Juli um 3,6 % y/y (unter den Erwartungen von 6,0 %), während die Einzelhandelsumsätze um 2,4 % m/m fielen.
  • Australien: Die Betriebsgewinne der Unternehmen stiegen im zweiten Quartal um 1,8 % q/q (Prognose: 2,0 %; Vorwert: -1,5 %).

Wirtschaftskalender: Die wichtigsten Termine an der Börse heute

(Alle Zeitangaben in deutscher Zeit)

  • 12:00 Uhr | Portugal: BIP-Wachstum y/y (Q2). Konsens: 2,5 % | Vorwert: 2,4 %
  • 12:30 Uhr | Indien: BIP-Wachstum y/y (Q1). Konsens: 7,1 % | Vorwert: 7,8 %
  • 14:00 Uhr | Deutschland: Verbraucherpreisindex (CPI) y/y (Aug). Konsens: 2,9 % | Vorwert: 2,8 %
  • 14:00 Uhr | Deutschland: Verbraucherpreisindex (CPI) m/m (Aug). Konsens: 0,3 % | Vorwert: 0,8 %
  • 14:00 Uhr | Deutschland: Harmonisiertes VPI y/y (Aug). Konsens: 3,0 % | Vorwert: 2,8 %
  • 15:45 Uhr | USA: Chicago PMI Index (Aug). Konsens: 57,8 | Vorwert: 57,6
  • 16:30 Uhr | USA: Dallas Fed Herstellungsindex (Aug). Konsens: keine | Vorwert: 1,3

Märkte im Fokus

  • EURUSD: Steht im Spannungsfeld zwischen den hawkischen Fed-Signalen aus Jackson Hole und den anstehenden deutschen Inflationsdaten, welche die Zinserwartungen an die Europäische Zentralbank (EZB) maßgeblich beeinflussen.

  • USDPLN: Reagiert auf die zeitgleiche Veröffentlichung der vorläufigen CPI-Daten und der BIP-Wachstumszahlen für das zweite Quartal in Polen.

  • Rohöl (OIL.WTI): Steht unter dem Einfluss der geopolitischen Risikoprämie im Nahen Osten sowie der Überprüfung der chinesischen Nachfrage nach den jüngsten PMI-Daten.

WTI Prognose im Tageschart

Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 31.08.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in USD. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.

WTI-Öl legt am Morgen aufgrund der Eskalation im Nahen Osten deutlich zu. Bemerkenswert ist dabei der Test des 100-Perioden-Gleitenden-Durchschnitts, der zuletzt als starker Widerstand fungierte.

 

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