- BoJ-Zinsentscheid sorgt trotz Anhebung für Yen-Schwäche
- Solide Daten aus Ozeanien
- Fokus auf Makrodaten & Notenbanken im Tagesverlauf
- BoJ-Zinsentscheid sorgt trotz Anhebung für Yen-Schwäche
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Die heutige Sitzung an den Finanzmärkten steht ganz im Zeichen wichtiger geldpolitischer Entscheidungen aus Asien. Die Bank of Japan (BoJ) beschloss eine Anhebung des Leitzinses um 25 Basispunkte auf knapp unter 1,25 %, was für erhebliche Volatilität bei den Yen-Paaren sorgte. Das Währungspaar USDJPY stieg über die Marke von 157 und erreichte damit den höchsten Stand seit Anfang September.
Die BoJ begründete den Schritt mit steigenden Inflationserwartungen und der Weitergabe höherer Lohnkosten an die Verbraucherpreise. Unterdessen lag der nationale Kern-VPI Japans bei 1,7 % im Jahresvergleich und damit knapp unter der Konsensprognose von 1,8 %. Hauptgrund für die Yen-Schwäche war das Fehlen einer klar hawkish gestimmten Rhetorik sowie die Tatsache, dass zwei Ausschussmitglieder für unveränderte Zinsen stimmten.
Neuseeland legte besser als erwartet ausgefallene Handelsbilanzdaten (geringeres Handelsbilanzdefizit) und einen höheren Lebensmittelpreisindex vor. Im weiteren Tagesverlauf richtet sich der Blick der Anleger auf den aktuellen Wirtschaftskalender: Erwartet werden die Einzelhandelsumsätze aus Großbritannien, die US-Industrieproduktion sowie Reden von Zentralbankvertretern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Die geopolitische Lage bleibt nach Berichten über russische Angriffe auf die Logistikinfrastruktur nahe Odessa angespannt.
Wichtige Daten der asiatischen Sitzung im Überblick
- Neuseeland – Lebensmittelpreisindex (FPI) m/m: 0,3 % (Vorwert: 0,1 %)
- Neuseeland – Handelsbilanz: Defizit von -1.349 Mio. gegenüber Prognose von -1.775 Mio. (Vorwert: -2.118 Mio.)
- Japan – Nationaler Kern-VPI y/y: Verlangsamung auf 1,7 % bei einer Konsensschätzung von 1,8 % (Vorwert: 1,8 %)
- Japan – Bank of Japan: Anhebung des Leitzinses auf 1,25 % (Vorwert: 1,00 %) unter Hinweis auf das Risiko einer verharrenden Inflation über dem 2%-Ziel
Wirtschaftskalender: Die wichtigsten Termine an der Börse heute
(Alle Zeitangaben in deutscher Zeit)
- 01:30 Uhr (Australien): Rede von RBA-Gouverneurin Bullock
- 04:54 Uhr (Japan): Geldpolitisches Statement der BOJ
- 08:00 Uhr (Deutschland): Erzeugerpreisindex (EPI) m/m | Konsens: 0,6 % | Vorwert: 1,1 %
- 08:00 Uhr (Großbritannien): Einzelhandelsumsätze m/m | Konsens: -0,2 % | Vorwert: -0,5 %
- 10:00 Uhr (Eurozone): Leistungsbilanz | Konsens: 30,7 Mrd. | Vorwert: 35,1 Mrd.
- 12:30 Uhr (Eurozone): Rede von EZB-Präsidentin Christine Lagarde
- 15:15 Uhr (USA): Kapazitätsauslastung | Konsens: 76,4 % | Vorwert: 76,3 %
- 15:15 Uhr (USA): Industrieproduktion m/m | Konsens: 0,3 % | Vorwert: 0,2 %
- 15:30 Uhr (USA): Rede von FOMC-Mitglied Bowman
- 16:00 Uhr (USA): Conference Board Frühindikator m/m | Konsens: 0,1 % | Vorwert: 0,2 %
- 17:45 MEZ (USA): Rede von FOMC-Mitglied Schmid
- Ganztägig (Eurozone): ECOFIN-Treffen
- Ganztägig (Eurozone): Euro-Gruppe-Treffen
- Ganztägig (China): Ausländische Direktinvestitionen YTD y/y | Vorwert: -6,2 %
Märkte im Fokus für die Börse Heute
- USDJPY: Das Währungspaar zeigt nach der Zinsentscheidung der BoJ starke Zugewinne und notiert auf dem höchsten Stand seit Anfang September. Der Markt reagiert dynamisch auf die Signale der Notenbank und die anstehende Pressekonferenz.
- GBPUSD: Der Britische Pfund steht heute unter dem Eindruck der veröffentlichten Einzelhandelsdaten für August. Ein besser als erwartet ausfallender Wert könnte das Pfund stützen und die Bank of England zu einem vorsichtigeren Kurs bei Zinssenkungen bewegen.
- EURUSD: Das wichtigste Währungspaar der Börse heute könnte durch die anstehende Rede von EZB-Präsidentin Christine Lagarde sowie die laufenden Treffen der Euro-Gruppe und des ECOFIN-Rats erhöhte Volatilität aufweisen.
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