- Die Zuflüsse in Bitcoin-ETFs haben sich im Oktober verlangsamt, bleiben aber auf institutioneller Ebene positiv.
- Steigende US-Anleiherenditen und ein starker US-Dollar erzeugen kurzfristigen makroökonomischen Druck auf Kryptowährungen.
- Der Bereich zwischen 83 000 USD und 84 000 USD dient dem Bitcoin-Kurs als entscheidende Unterstützungzone.
- Die Zuflüsse in Bitcoin-ETFs haben sich im Oktober verlangsamt, bleiben aber auf institutioneller Ebene positiv.
- Steigende US-Anleiherenditen und ein starker US-Dollar erzeugen kurzfristigen makroökonomischen Druck auf Kryptowährungen.
- Der Bereich zwischen 83 000 USD und 84 000 USD dient dem Bitcoin-Kurs als entscheidende Unterstützungzone.
Nach einem extrem starken September, in dem Nettozuflüsse in Spot-ETFs die Marke von 2,6 Milliarden US-Dollar überschritten, haben sich die Zuflüsse in Bitcoin-ETFs im Oktober etwas verlangsamt. Dennoch bleibt der Kurs der größten Kryptowährung sowie vieler Altcoins nahe der lokalen Höchststände. Der Markt zeigt trotz steigender Anleiherenditen und eines erstarkten US-Dollars eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit.
Welche Signale liefern das technische Setup und die aktuellen On-Chain-Daten für die kommende Bitcoin Prognose?
Die wichtigsten Krypto News im Überblick
- Verlangsamte ETF-Zuflüsse: Die Zuflüsse in US-Spot-Bitcoin-ETFs haben sich im Vergleich zum September deutlich abgeschwächt. Nach einem Nettoabfluss von rund 89,9 Millionen US-Dollar am 5. Oktober verzeichneten die Fonds am 6. Oktober wieder Nettozuflüsse von etwa 118,9 Millionen US-Dollar. Dies zeigt, dass die institutionelle Nachfrage weiterhin positiv, aber weniger konstant ist.
- Makroökonomischer Druck als Kurzzeit-Risiko: Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen stieg auf etwa 5,3 %, während der US-Dollar-Index Höchststände der letzten Monate erreichte. Hält dieser Trend an, könnte das die Bereitschaft für risikoreichere Anlagen wie Kryptowährungen belasten.
- Kritische Support-Zone: Der Markt respektiert weiterhin den Bereich zwischen 83.000 und 84.000 US-Dollar als Schlüsselunterstützung. Ein nachhaltiger Rutsch unter 83.000 US-Dollar würde das Risiko einer Korrektur in Richtung 80.000 US-Dollar erhöhen, während ein Anstieg über 86.500 US-Dollar die technische Struktur deutlich verbessern würde.
- Kein Verkaufsdruck laut On-Chain-Daten: Die On-Chain-Daten zeigen derzeit keine große Verkaufswelle mittelgroßer Marktteilnehmer. Der 7-Tage-Durchschnitt der BTC-Zuflüsse dieser Gruppe zu Binance ist seit Mitte August um mehr als 36 % gesunken. Die Zuflüsse zu Coinbase Prime gingen um etwa 15 % zurück – obwohl Bitcoin im selben Zeitraum um über 30 % zulegen konnte.
- Stärke trotz saisonal schwachem Oktober-Start: Bitcoin behauptet sich vergleichsweise gut gegen den historisch eher schwachen Oktoberauftakt. Nach einem Plus von über 6 % im September konnte der Markt den Großteil dieser Gewinne verteidigen, auch wenn die aktuelle Konsolidierungsphase zeigt, dass die Käufer das Momentum noch nicht vollständig zurückerobert haben.
- Kommende Katalysatoren: Im Fokus der Investoren stehen in den nächsten Tagen die Fed-Sitzungsprotokolle, die Entwicklung der Anleiherenditen sowie die Stabilität der ETF-Zuflüsse.
Bitcoin Chartanalyse (H1, D1, W1)
1-Stunden-Chart (H1)
Auf dem Stundenchart fällt Bitcoin unter die 50- und 200-Perioden-EMAs zurück, was auf ein nachlassendes Ausbruchsmomentum hindeutet. Der Kurs wurde im Bereich um 87.000 US-Dollar erneut abgewiesen, was das Risiko einer kurzfristigen Korrektur erhöht.

Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 07.10.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in USD. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.
Da der RSI unter 30 in den überverkauften Bereich gefallen ist und die MACD-Durchschnitte kräftig nachgegeben haben, besteht zeitgleich Raum für eine potenzielle Erholung zurück in Richtung 87.000 US-Dollar und darüber.
Tageschart (D1)
Im Tageschart versucht Bitcoin, sich über dem 38,2 % Fibonacci-Retracements des Rückgangs aus dem Herbst 2025 bei etwa 84.000 US-Dollar zu halten. Der tägliche RSI verbleibt nahe neutraler Niveaus.

Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 07.10.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in USD. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.
Wochenchart (W1)
Auf dem Wochenchart hat der Kurs die 200-Perioden-EMA (rote Linie) nach oben durchbrochen, was auf ein positives Momentum im übergeordneten Zeitfenster hindeutet. Zudem lassen sich Parallelen zur Bodenbildungsphase aus den Jahren 2022 und 2023 erkennen.

Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 07.10.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in USD. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.
Bitcoin Prognose: Profitiert BTC vom Post-Midterm-Muster der Wall Street?
Börsenhistorische Daten zeigen nach den US-Zwischenwahlen (Midterms) ein starkes saisonales Muster. Seit 1950 stieg der S&P 500 in allen 19 Zwölf-Monats-Zeiträumen nach den Midterms um durchschnittlich 15,4 %. Das dritte Jahr des Präsidentschaftszyklus war dabei historisch stets das stärkste.
Auch Bitcoin zeigte nach den letzten drei Midterm-Zyklen eine starke Performance:
| Midterm-Jahr | BTC-Gewinn in den folgenden 12 Monaten |
| 2014 | +24,5 % |
| 2018 | +44,9 % |
| 2022 | +92,3 % |
Hinweis: Dies ist keine Garantie für einen automatischen Bullenmarkt. Die Stichprobe umfasst lediglich drei Krypto-Zyklen. Nach den Wahlen 2018 fiel Bitcoin beispielsweise im ersten Monat allein um 45,5 %, was die hohe kurzfristige Volatilität unterstreicht.
Quelle: CryptoQuant
Makrolage schlägt Wahlen
Liquidität und die makroökonomischen Rahmenbedingungen bleiben entscheidend. Bei einer Rendite der 10-jährigen US-Anleihen von über 5,3 % und verbleibender regulatorischer Unsicherheit reicht ein Sinken der politischen Unsicherheit alleine womöglich nicht für eine nachhaltige Rallye aus. Neben der historischen Statistik bleiben Anleiherenditen, ETF-Zuflüsse und Regulierungsfortschritte die primären Einflussfaktoren.
Saisonalität: Bitcoin trotzt schwachem Oktober-Auftakt
Die ersten drei Oktobertage gelten historisch als die schwächste Drei-Tages-Spanne des Monats bei Bitcoin (durchschnittlicher Rückgang von 0,66 %). Während der September historisch im Schnitt mit etwa 4 % Minus endet, schloss der jüngste September mit einem Plus von 6,4 %. Der Start in den Oktober zeigt damit weiterhin eine relative Stärke gegenüber dem typischen saisonalen Muster.
Quelle: CryptoQuant
Puell Multiple verlässt die „Discount Zone“ – Sinkt der Minerdruck?
Der 7-Tage-Durchschnitt des Puell Multiple hat den höchsten Stand seit rund 11 Monaten erreicht und ist wieder über die Marke von 1 gestiegen, nachdem er fast 10 Monate darunter lag. Seit November 2025 verharrte der Indikator in der sogenannten Discount Zone, die historisch oft mit Phasen niedriger Bitcoin-Bewertungen und Akkumulation zusammenfiel.
Ein Wert über 1 deutet darauf hin, dass sich die Einnahmesituation der Miner im Vergleich zum Jahresdurchschnitt verbessert. Dies entspricht häufig dem Übergang von einer Akkumulationsphase in einen stärkeren Markttrend. Das nächste von Analysten beobachtete Niveau liegt um 2, wobei das Puell Multiple als Teil des On-Chain-Gesamtbildes und nicht als isoliertes Kaufsignal betrachtet werden sollte.
Quelle: CryptoQuant
Bitcoin Prognose laut Power Law Model: Ziel bei 157.000 US-Dollar?
Das auf der Power Law-Theorie basierende Bewertungsmodell deutet darauf hin, dass die Volatilität von Bitcoin um seinen langfristigen Trend kontinuierlich abnimmt. Die Oszillator-Spitzen fielen von +169 (2018) auf +102 (2025), während die Standardabweichung der täglichen Veränderungen im selben Zeitraum um etwa 49 % sank (von 4,81 auf 2,47 Punkte).
Bei einem Bitcoin-Kurs von rund 84.700 US-Dollar Anfang Oktober lag der Oszillator bei +34,5. Unter der Annahme unveränderter Modellparameter würde ein Oszillator-Wert von +100 einem Bitcoin-Preis von etwa 157.800 US-Dollar entsprechen – was rund 86 % über dem aktuellen Niveau liegt.
Fazit zur Bitcoin Prognose: Bei diesem Wert handelt es sich nicht um eine direkte Preisgarantie, sondern um ein aus dem Modell abgeleitetes Referenzniveau, das mit steigendem Power-Law-Trend weiter ansteigt.
Quelle: CryptoQuant
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