- Aktienmärkte zeigen Stärke trotz Zins-Druck
- Entspannung beim Ölpreis bremst Inflationssorgen
- Starke Einzelwert-Impulse
- Aktienmärkte zeigen Stärke trotz Zins-Druck
- Entspannung beim Ölpreis bremst Inflationssorgen
- Starke Einzelwert-Impulse
An den Finanzmärkten zeigt die Börse aktuell ein robustes Bild: Rund drei Stunden vor dem US-Handelsschluss notieren der S&P 500 und der Nasdaq 100 jeweils 0,5 % im Plus. Dies geschieht trotz eines massiven Anstiegs der US-Anleiherenditen auf ein 20-Jahres-Hoch. Auch die europäischen Märkte beendeten den Handelstag an der Börse heute im grünen Bereich: DAX und Euro Stoxx 50 legten jeweils um 0,5 % zu.
US-Konjunkturdaten: Gemischte Signale für die Märkte
Die neuesten Konjunkturdaten zeichnen ein differenziertes Bild der US-Wirtschaft:
- Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter: Stagnierten überraschend (Erwartung: -0,3 %; Vormonat: 1,1 %). Dies deutet auf eine spürbare Verlangsamung der Dynamik hin.
- Kern-Auftragseingänge: Stiegen um 0,3 % (Prognose: 0,6 %; Vormonat: 0,4 %), was auf eine moderate Abkühlung der Investitionsnachfrage außerhalb der volatilen Kategorien schließt.
- Uni-Michigan-Verbrauchervertrauen: Zeigte sich leicht verbessert. Das Verbrauchervertrauen stieg auf 48,1 Punkte, der Erwartungsindex auf 46.3 Punkte und der Index der aktuellen Lage auf 50,9 Punkte. Die 1-jährigen Inflationserwartungen lagen bei 4,6 %, die 5-jährigen Erwartungen verharrten stabil bei 3,4 %.
Zins-Rekord: US-Renditen steigen auf Höchststand seit 2007
Ein wesentliches Thema an der Börse heute ist die Entwicklung am Anleihemarkt. Die Renditen US-amerikanischer Staatsanleihen (Treasuries) kletterten auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten:
- 10-jährige US-Rendite: Notiert über 5,2 %.
- 5-jährige US-Rendite: Steigt erstmals seit 2007 über die Marke von 5,0 %.
Treiber dieser Entwicklung sind anhaltend hohe Energiepreise, das Risiko einer verfestigten Inflation sowie eine schwache 5-jährige US-Anleiheauktion. Dies schürt Erwartungen, dass die Federal Reserve (Fed) ihre geldpolitische Straffung fortsetzen könnte. Die höheren Kapitalmarktzinsen verteuern die Unternehmensfinanzierung und belasten vor allem die Bewertung zinssensitiver Wachstumsaktien.
Geopolitik und Ölpreis: Verhandlungen dämpfen Rohölnotierungen
Trotz intransigenter Rhetorik aus Teheran bezüglich der Straße von Hormus und der US-Atomgespräche gaben die Ölpreise nach. Sorte Brent schloss in Richtung 96 USD pro Barrel, nachdem zuvor Kurse von über 100 USD erreicht worden waren. Marktteilnehmer werten die Einbindung technischer Experten in die Verhandlungen als Signal für konstruktivere Gespräche, wenngleich ein Durchbruch bislang aussteht.
Einzelwerte im Fokus: Synopsys, BASF und Airbus
US-Aktien: HSBC sieht Synopsys bei 700 USD
Im US-Handel stieg die Aktie von Synopsys um rund 2 %. HSBC stufte das Papier von „Hold“ auf „Buy“ hoch und hob das Kursziel drastisch von 490 USD auf 700 USD an – das aktuell höchste Kursziel der Wall Street.
- Begründung: Die Bank erwartet für das Geschäftsjahr 2027 ein Ergebnis je Aktie (EPS) von 20,01 USD (ca. 13 % über Konsens), getrieben durch höhere Lizenzeinnahmen und die starke Nachfrage nach KI-basierten EDA-Softwaretools.
- Kontext: Das Unternehmen übertraf im jüngsten Quartal die Erwartungen bei Umsatz sowie EPS und hob die Jahresprognose an. Weitere Kaufempfehlungen liegen von Baird, Morgan Stanley und Benchmark vor.
Europa: Fusionsthemen bei BASF, Rückschlag für Airbus
- BASF (-3,5 %): Belastet durch Berichte über ein formelles Fusionsangebot an Evonik, um den unter Nachfrageschwäche leidenden europäischen Chemiesektor zu konsolidieren.
- Airbus (-1,0 %): Probleme mit der Anti-Korrosions-Beschichtung bei mehreren hundert Flugzeugen der A321neo-Reihe drückten auf den Kurs.
- Konecranes (+7,0 %): Profitierte stark von einem angekündigten Aktienrückkaufprogramm und einer angehobenen Unternehmensprognose.
- Nokia (+3,3 %), ASML (+2,1 %) und UBS (+3,0 %): Verzeichneten an der Börse heute deutliche Kursgewinne.
Geopolitik: Treffen zwischen Trump und Xi Jinping
Auf politischer Ebene bezeichnete Donald Trump sein Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping als „Treffen der Freundschaft, Stärke und des Erfolgs“. Weitere Gespräche seien für November in China geplant. Berichten zufolge forderte die US-Seite Beijing zudem auf, die Unterstützung für Teheran einzustellen.
Technische Analyse: Nasdaq 100 Futures im Tageschart
Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 25.09.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in Punkten. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.
Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 25.09.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in Punkten. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.
Rund zweieinhalb Wochen vor Beginn der US-Berichtssaison versuchen die Nasdaq 100 Futures an der Börse aktuell, neue bullische Dynamik aufzubauen. Obwohl der Index nahe an seinen Allzeithochs handelt, verharrt der Relative-Stärke-Index (RSI) im Stundenchart weiterhin auf einem neutralen Niveau, was Raum für weitere Bewegung lässt.
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