09:05 · 6. November 2026

Chart des Tages: EURUSD - Zwischen einer restriktiven EZB und einer zurückhaltenden Fed

Chart des Tages: EURUSD Prognose vor US-Arbeitsmarktdaten
Das Wichtigste in Kürze
Das Wichtigste in Kürze
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  • Entscheidungstag: Der US-Arbeitsmarktbericht heute
  • Schlüsselmarke 1,1200: Hält die Unterstützung im Chart des Tages
  • Geldpolitische Divergenz: Sowohl Fed als auch EZB stehen vor Zinsanpassungen  
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Die heutige Handelssitzung im Währungspaar EUR/USD steht ganz im Zeichen des mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktberichts (Nonfarm Payrolls, NFP). In unserer heutigen EURUSD Prognose im Chart des Tages analysieren wir die Gemengelage: Die Veröffentlichung könnte maßgeblich darüber entscheiden, ob die psychologisch wichtige Marke von 1,1200 gehalten werden kann oder eine Trendfortsetzung nach unten droht.

Chart des Tages – Technische Eckdaten (EUR/USD):

  • Aktueller Kursbereich: ~1,1200

  • Widerstände: 1,1240 / 1,1285 / 1,1350

  • Unterstützungen: 1,1180 / 1,1140 / 1,1090

► EURUSD WKN 965275 | ISIN EU0009652759 | Ticker: EUR/USD
EURUSD Prognose im Tageschart

Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 06.11.2026 Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.

Die wichtigsten Treiber für die EURUSD Prognose

1. US-Arbeitsmarktbericht (NFP) steuert die Fed-Zinserwartungen

Der Hauptfokus des heutigen Handelstages liegt auf den US-Arbeitsmarktdaten:

  • Konsens Nonfarm Payrolls: Erwartet wird ein Stellenaufbau von ca. 65.000 im Oktober (nach 29.000 im Vormonat).

  • Arbeitslosenquote: Prognose bei stabilen 4,2 %.

  • Lohnwachstum (Average Hourly Earnings): Gilt als wesentlicher Treiber für die Dienstleistungsinflation und wird von der Fed akribisch beobachtet.

Die Märkte preisen derzeit mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 70 % eine weitere Zinsanhebung der Federal Reserve im Dezember ein. Fallen die NFP-Zahlen und das Lohnwachstum spürbar stärker aus als erwartet, dürfte der US-Dollar zusätzlichen Auftrieb erhalten und EUR/USD unter Abgabedruck setzen. Schwächere Arbeitsmarktdaten hingegen würden die Renditen von US-Staatsanleihen dämpfen und dem Euro Erholungspotenzial verschaffen.

2. Inflationsdruck zwingt auch die EZB zur Straffung

Nicht nur in den USA, auch im Euroraum bleibt die Geldpolitik restriktiv. Die Gesamtinflation (HVPI) stieg im Oktober im Jahresvergleich auf 4,0 % – der höchste Stand seit drei Jahren. Die Kerninflation verharrte bei 2,5 %, was zeigt, dass der Preisdruck breit verankert ist.

Vor allem die anziehenden Energiekosten bereiten den Währungshütern Sorgen, da sie Zweitrundeneffekte befürchten. Vertreter der Europäischen Zentralbank (EZB) signalisierten zuletzt, dass die Märkte den Umfang der nötigen Zinsschritte unterschätzen könnten. Derzeit rechnen Marktteilnehmer mit zwei bis drei Zinserhöhungen binnen der nächsten zwölf Monate.

3. Zinsausblick: Fed vs. EZB im Dezember

Ein bemerkenswertes Szenario steht im Raum: Sowohl die Fed als auch die EZB könnten im Dezember an der Zinsschraube drehen. Entscheidend für das Währungspaar ist dabei die relative Zinsdifferenz und der über den Dezember hinaus signalisierte Zinspfad:

  • Dollar-Vorteil: Eine aggressivere Fed bei robuster US-Konjunktur stärkt den Greenback.

  • Euro-Unterstützung: Ein entschlossenes Signal der EZB für einen längeren Straffungszyklus stabilisiert die Gemeinschaftswährung.

4. Politische Unsicherheit durch US-Midterms

Politisch sorgte der Sieg der Demokraten bei den Midterm-Elections für Bewegung: Da die Demokraten die Kontrolle über Repräsentantenhaus und Senat errungen haben, wächst das Risiko eines politischen Stillstands („Gridlock“) in Washington. Dies schränkt den fiskalpolitischen Handlungsspielraum der Trump-Administration ein. Nach anfänglicher Schwäche des US-Dollars richtete sich der Fokus der Märkte jedoch schnell wieder auf geldpolitische Kennzahlen.

Szenarien für das Trading

Szenario Auslöser (NFP-Daten) Marktreaktion EUR/USD Technische Marken
Bärisch (Dollar gewinnt) NFP deutlich über 65k, Lohnwachstum zieht an Bruch der 1,1200 nach unten; Bestätigung der US-Zinsfalken Test von 1,1180 und 1,1140
Bullisch (Euro gewinnt) NFP unter 50k, schwächere Löhne Erholung über 1,1200; Rückgang der US-Renditen Anstieg in Richtung 1,1240 / 1,1285

Zusammenfassung & Key Takeaways

  • Entscheidungstag: Der heutige US-Arbeitsmarktbericht liefert das fundamentale Signal für die kurzfristige Trendrichtung.

  • Schlüsselmarke 1,1200: Hält die Unterstützung im Chart des Tages, hängt primär davon ab, ob die US-Daten die Falken in der Fed bestätigen oder enttäuschen.

  • Geldpolitische Divergenz: Sowohl Fed als auch EZB stehen vor Zinsanpassungen im Dezember; die Zinspfade für 2027 geben den mittelfristigen Trend vor.

 

 

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