10:51 · 24. September 2026

Die Schweizer SNB und die schwedische Riksbank haben über die Zinssätze entschieden 🍳 SEK und CHF reagieren

Forex Aktuell: USDCHF & USDSEK Prognose nach SNB & Riksbank
Das Wichtigste in Kürze
Das Wichtigste in Kürze
  • Geldpolitische Divergenz
  • Aufwärtsdruck bei USDCHF 
  • Erholungspotenzial für SEK (USDSEK) 

Wie vom Markt erwartet, hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihren Leitzins unverändert bei 0 % belassen. Auch Schwedens Riksbank verzichtete auf eine Zinsänderung und behält ihren Leitzins bei 1,75 %. Trotz der identischen Zinsentscheidungen unterscheiden sich die geldpolitischen Signale der beiden Notenbanken grundlegend: Während die SNB vorsichtige und eher taubenhafte (dovish) Töne anschlägt, signalisiert die Riksbank deutlich die Bereitschaft zu einer baldig Zinsanhebung.

► USDCHF ISIN: XC0009652816 | WKN: 965281 | Ticker: USD/CHF
► USDSEK WKN: A0G9EU | ISIN: US23129P1021 | Ticker: USD/SEK

Welche Implikationen ergeben sich daraus für den Devisenmarkt? Nachfolgend analysieren wir die Zinsentscheidungen und werfen einen Blick auf die USDCHF Prognose sowie die USDSEK Prognose.

SNB-Zinsentscheid: Weichere Rhetorik schwächt den Schweizer Franken

Die SNB hat ihre Sprache bezüglich potenzieller Devisenmarktinterventionen zur Schwächung des Frankens abgeschwächt, während sie gleichzeitig ihre Inflationsprognosen leicht anhob. Die Notenbank erkennt zunehmend an, dass ein schwächerer Franken und teurere Importe den Preisdruck erneut verstärken könnten. Dies könnte mittelfristig den Spielraum für eine ultralockere Geldpolitik einschränken. Dennoch reagierte der Schweizer Franken nach der Bekanntgabe mit Verlusten, was sich unmittelbar im Kursanstieg von USDCHF widerspiegelte.

Die wichtigsten Kernpunkte der SNB-Sitzung:

  • Leitzins unverändert: Die SNB belässt den Leitzins das fünfte Quartal in Folge bei 0 %.

  • Weniger Interventionsbereitschaft: Die Passages bezüglich einer „erhöhten Bereitschaft“ zum Verkauf von Franken wurde aus dem Statement entfernt. Dies deutet auf eine geringere Neigung hin, aktiv am FX-Markt einzugreifen.

  • Leicht erhöhter Inflationsdruck: Die SNB bewertet den mittelfristigen Inflationsdruck als leicht gestiegen. Die Schweizer Inflation lag im August bei 0,8 % und befindet sich weiterhin im Zielbereich von 0 bis 2 %, den die Bank mit Preisstabilität gleichsetzt.

  • Franken-Schwäche: Der Schweizer Franken fiel gegenüber dem Euro auf den tiefsten Stand seit 17 Monaten und markierte gegenüber dem US-Dollar ein Mehr-Monats-Tief. Ein schwächerer Franken verteuert Importe und birgt Inflationspotenzial.

  • Geldpolitischer Ausblick: Diese Konstellation könnte schrittweise das Fundament für zukünftige Zinsanhebungen legen. Die Mehrheit der Volkswirte rechnet jedoch vorerst nicht mit Zinsschritten. Als Alternative zu Leitzinserhöhungen bleiben Devisenmarktgeschäfte (z. B. der Verkauf ausländischer Vermögenswerte) eine Option, um den Franken zu stärken und importierte Inflation zu begrenzen.

USDCHF Prognose: Chartanalyse & Ausblick

USDCHF Prognose im Stundenchart

Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 24.09.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.

Analysten-Fazit zur USDCHF Prognose:

Der sprunghafte Anstieg im H1-Chart verdeutlicht, dass der Markt die Zurückhaltung der SNB negativ für den Franken wertet. Solange die SNB keine konkreten Zinsanhebungen in Aussicht stellt oder durch massive Devisenverkäufe interveniert, bleibt der Aufwärtsdruck auf USDCHF bestehen. Trader sollten darauf achten, ob die jüngsten Ausbrüche im H1-Chart auf Schlusskursbasis bestätigt werden.

Riksbank signalisiert mögliche Zinsanhebung noch in diesem Jahr

Im Gegensatz zur SNB hat die schwedische Riksbank ihren Leitzins zwar ebenfalls unverändert bei 1,75 % belassen, jedoch klare Signale für eine geldpolitische Straffung gesendet. Falls sich die konjunkturelle Erholung weiter verfestigt, könnte bereits im weiteren Jahresverlauf eine Zinsanhebung erforderlich werden.

Die wichtigsten Kernpunkte der Riksbank-Sitzung:

  • Zinsentscheidung im Rahmen der Erwartungen: Der Beschluss, den Leitzins bei 1,75 % zu belassen, entsprach den Prognosen aller von Bloomberg befragten Ökonomen.

  • Signal für Zinserhöhung: Die Bank deutete an, dass die Zinsen im Laufe des Jahres angehoben werden könnten, sofern sich die Inflation um das 2%-Ziel stabilisiert und die Wirtschaftsgrowth anhält.

  • Wirtschaftswachstum in Schweden: Schwedens Wirtschaft kehrte im zweiten Quartal auf den Wachstumspfad zurück, begünstigt durch Steuersenkungen auf Lebensmittel und Kraftstoffe sowie eine Erholung des privaten Konsums.

  • Risikofaktoren: Während frühere Zinssenkungen die Nachfrage stützten, sorgen geopolitische Spannungen und höhere Energiepreise für anhaltende Unsicherheit bezüglich der Inflationsentwicklung.

  • Marktreaktion: Die Riksbank fügt sich in den globalen Trend einer strafferen Geldpolitik ein. Die Schwedische Krone (SEK) legte nach der Entscheidung gegenüber dem US-Dollar und dem Euro zu.

USDSEK Prognose: Chartanalyse & Ausblick

USDSEK Prognose im Stundenchart

Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 24.09.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.

 

 

Analysten-Fazit zur USDSEK Prognose:

Die falkenhafte Rhetorik der Riksbank stützt die Schwedische Krone nachhaltig. In unserer USDSEK Prognose erwarten wir kurz- bis mittelfristig ein erhöhtes Abwärtspotenzial für das Währungspaar USDSEK, da die Zinsdifferenz zugunsten der Krone angepasst werden könnte, sobald die Riksbank den angekündigten Zinsschritt vollzieht.

Fazit für den Bereich Forex Aktuell

Im Segment Forex Aktuell zeigen die Entscheidungen der SNB und der Riksbank beispielhaft, wie unterschiedlich Notenbanken trotz vergleichbarer Ausgangslagen agieren:

  1. USDCHF: Profitiert von der taubenhaften Haltung der SNB und der verringerten Interventionsbereitschaft am Devisenmarkt.

  2. USDSEK: Gerät unter Druck, da die Riksbank eine der wenigen europäischen Notenbanken ist, die konkrete Zinsanhebungen in Aussicht stellt.

 

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