++ Wall Street schwächelt nahe Allzeithoch ++ Deutschland entkommt einer Rezession ++ DE30-Bullen bleiben widerstandsfähig ++
Der S&P 500 konnte am Mittwoch trotz einiger Rückgänge im Intraday-Handel um 0,1% zulegen. Die neuesten Enthüllungen zum fortlaufenden Handelsstreit hinderten den US-Aktienindex jedoch an der Ausbildung eines neuen Allzeithochs. Berichten zufolge ist China nicht bereit, einer bestimmten Anzahl von Agrarkäufen zuzustimmen, um ein Phase-1-Abkommen abzuschließen. Am Donnerstag geraten die Futures zusammen mit einigen asiatischen Aktienmärkten (Nikkei, Hang Seng etc.) unter Verkaufsdruck, da die Proteste in Hong Kong weiter anhalten und die neuesten Daten aus China enttäuschten: Die Industrieproduktion, die Einzelhandelsumsätze sowie die Anlageinvestitionen gingen nicht nur zurück, sondern verfehlten auch die Erwartungen. Der Handelsstreit mit den USA sowie die schwache Inlandsnachfrage belasten und bisher reichten die geldpolitischen Impulse aus Peking nicht aus, um die Konjunktur zu stabilisieren.
Laut den heute früh veröffentlichten BIP-Daten für das dritte Quartal 2019 entkommt Deutschland mit einem Wachstum von 0,1% im Quartalsvergleich einer Rezession (Erwartung: -0,1%), nachdem die Wirtschaft im zweiten Quartal ein negatives Wachstum von 0,2% aufwies. Allerdings zeichnen die Aussichten ein weniger optimistisches Bild, da die Wachstumsprognosen nach unten angepasst wurden und die EMI-Daten eingebrochen sind - insbesondere die deutsche Industrie bereitet Sorgen.
Der DE30 wurde am heutigen Vormittag mit einigem Verkaufsdruck konfrontiert und es fehlt nicht viel, um eine Trendwende einzuleiten. Die Bullen versuchen jedoch die Verluste auszugleichen und solange die Unterstützung bei 13.165 Punkten verteidigt werden kann, bleibt das Basisszenario bullisch. Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert der deutsche Leitindex bei 13.195 Punkten.
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