Der Future auf den Dow Jones notiert am letzten Handelstag der Woche 0,20% höher und kehrt über die gestern durchbrochene 20-Tage-Linie (EMA) zurück.
Am Donnerstag hatte der Leitindex seine Wochenverluste weiter ausgebaut und war am Nachmittag sogar für einen kurzen Moment unter die 50-Tage-Linie (EMA) gefallen. Einige Anleger sorgen sich um die rasche Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus und die möglichen Auswirkungen auf die weltweite Konjunkturerholung. Die Rendite der 10-jährigen US-Anleihen ist gestern kurzzeitig auf ein neues 5-Monats-Tief von 1,25% gefallen, konnte sich jedoch am Freitagmorgen bis auf 1,327% erholen.
EURUSD prallte am Freitag am Widerstand bei 1,1847 ab, ein Bereich der vom 18. Juni bis zum 5. Juli als Boden diente und am Dienstag in dieser Woche nicht verteidigt werden konnte. Damit ist der zweite Ausbruchsversuch bei 1,1847 gescheitert. Am Donnerstag stieg das Paar in der Spitze bis auf 1,1867, doch im Stunden-Chart scheiterten die Käufer zum dritten Mal seit mehr als zwei Wochen am 200er-EMA. Eine Annäherung an das Jahrestief (1,1704) bleibt das Basisszenario.
Der DE30 dürfte am Freitag stärker in den Handel starten, nachdem sich der Index vorbörslich weiter von dem gestern Nachmittag ausgebildeten Wochentief (15.287 Punkte) erholen konnte. Durch den Kursanstieg wird der deutsche Leitindex wieder über der 50-Tage-Linie (EMA) gehandelt. Rückgänge unter den gleitenden Durchschnitt waren in den vergangenen anderthalb Monaten keine Seltenheit, doch diesmal wurde der Dip nicht direkt gekauft. Kurzfristige Händler sollten jetzt auf die Reaktion an der Widerstandszone bei 15.473 Punkten achten.
Maximilian Wienke, CFTe
Marktanalyst bei XTB
maximilian.wienke@xtb.de
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