Nasdaq erholt sich um 3,34%.
Die Tech-Börse Nasdaq konnte durch die bullische Umkehr vom Donnerstag den Eintritt in einen Bärenmarkt verhindern. Am Freitag lassen kurzfristige Gewinnmitnahmen den Kurs im vorbörslichen Handel nachgeben. Größere geopolitische Ereignisse verursachen meist kurzlebige Marktreaktionen, doch die Risiken bleiben hoch, da Russland seine Invasion in der Ukraine fortsetzt. Der Ukraine-Konflikt bedroht die Erholung der Weltwirtschaft von der Corona-Krise und lässt die Rohstoffpreise steigen. Der gestrige Kursanstieg ist als erster Erholungsversuch zu werten, nachdem der Nasdaq 100 gestern auf den tiefsten Stand seit Mitte Mai 2021 gefallen war.
EURUSD fällt am letzten Handelstag der Woche, da der Erholungsversuch über die 1,12er-Marke während der asiatischen Sitzung gescheitert ist. Am Donnerstag waren die Rückgänge jedoch deutlich stärker. Das Paar schloss rund 100 Pips tiefer, wobei die Tageskerze eine Range von 200 Pips aufwies. Am Nachmittag ist der Kurs sogar für wenige Minuten unter die Jahrestiefs gefallen, die am 28. Januar bei 1,1120 erreicht wurden. Ein nachhaltiger Rückgang unter dieses Niveau würde den langfristigen Abwärtstrend bestätigen
Der DE30 steht am Freitag weiter unter Verkaufsdruck und steuert auf 14.000 Punkte zu. Die runde Marke wurde bei der gestrigen Sitzung im vorbörslichen Handel unterschritten und am Abend wieder zurückgewonnen. Für ein positives Vorzeichen reichte es nicht, doch der lange Schatten der Tageskerze ließ auf eine gewisse Entspannung hoffen. Um den Abwärtstrend im Stundenchart zu beenden, müssten die Hochs bei 14.930 Punkten nachhaltig durchbrochen werden. Oberhalb von 14.290 Punkten wäre mit einer Aufwärtskorrektur zu rechnen.
Maximilian Wienke, CFTe
Marktanalyst bei XTB
maximilian.wienke@xtb.de
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