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10:14 · 22. Februar 2022

Marktkommentar: Steht der US500 vor einer stärkeren Korrektur?

Wall Street testet wichtige Unterstützungsmarken.

Der US500 setzt in dieser Woche seinen Rückgang der vergangenen zwei Wochen fort, da die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine eskalieren. Russlands Präsident Wladimir Putin hat zwei selbsternannte Separatisten-Republiken in der Ostukraine anerkannt und ordnete die Entsendung von „Friedenstruppen" nach Luhansk und Donezk an. Der Westen verurteilt die jüngsten Schritte und drängt auf Sanktionen. Das US-Börsenbarometer notiert am Dienstag nahe der Jahrestiefs, sodass negative Schlagzeilen schnell einen panischen Ausverkauf auslösen könnten.

EURUSD versucht am Dienstag, die 1,13er-Marke zu verteidigen. Am Montag hatte das Paar nachgegeben und unter der 50-Tage-Linie geschlossen, nachdem der Durchbruch über das lokale Hoch bei 1,1386 nicht nachhaltig war - im Stundenchart wurde ein Bearish-Engulfing mit einem langen oberen Schatten ausgebildet. Seit rund zwei Wochen notiert der Kurs zwischen 1,13 und 1,14. Ein Ausbruch aus der Range könnte wieder für mehr Bewegung sorgen.  

Der DE30 wird am Dienstagvormittag in der Gewinnzone bei 14.600 Punkten gehandelt, da sich der Index von den im vorbörslichen Handel erreichten neuen Jahrestiefs erholen konnte. Der Anstieg ist vorerst als Gegenbewegung in einem bärischen Umfeld einzuordnen. Am Montag wurde eine stärkere Korrektur ausgelöst, da die Unterstützung bei 14.830 Punkten, die von den Käufern als Doppelboden gesehen wurde, nicht gehalten hatte. Heute Morgen notierte der Index kurzzeitig 12% unter seinem im November 2021 erreichten Allzeithoch.

Maximilian Wienke, CFTe
Marktanalyst bei XTB
maximilian.wienke@xtb.de

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