Marktkommentar: Widersprüchliche Berichte an der Handelsfront

10:30 8. November 2019

++ S&P 500 mit Anzeichen von Schwäche ++ EURUSD setzt Rückgang fort ++ Leichter Abwärtsdruck beim DE30 ++  

An der Wall Street gab es am Donnerstag aufgrund widersprüchlicher Berichte an der Handelsfront erste Anzeichen von Schwäche. Während sich Regierungsbeamte aus den USA und China darauf geeinigt haben sollen, nach der Unterzeichnung eines Phase-1-Abkommens die Zölle schrittweise abzubauen, berichtete Reuters von „heftigem internen Widerstand” im Weißen Haus. Es bleibt unklar, über was und wann Trump und Xi einen möglichen Deal unterzeichnen könnten. Der S&P 500 (Future) schloss gestern auf einem neuem Allzeithoch, gab jedoch am Abend einige Gewinne ab - am Freitag wurden die Rückgänge während der Asien-Sitzung vertieft. Bereitet sich der Markt auf eine Korrektur vor oder kann sich der Index rechtzeitig fangen? Wenn sich das Abkommen auszahlt, „wird dies eine positive Überraschung für die Weltwirtschaft sein", sagte Vishnu Varathan von der Mizuho Bank.

EURUSD fiel am Donnerstag den vierten Tag in Folge. Die EU-Kommission hat die Wachstumsprognosen für die Eurozone für das laufende als auch das folgende Jahr auf 1,1% und 1,2% respektive herabgestuft. Europa könnte zudem mit einer „Phase großer Unsicherheit konfrontiert” werden, hieß es, was den Ausblick für den EUR weiter trübt. Was könnte die EURUSD-Bären von einer weiteren Abwertung abhalten? Ein potenzieller Pullback am US-Aktienmarkt sowie ein Rückgang der Rendite der 10-jährigen US-Anleihen könnten den USD belasten. Ob sich künftig ein solches Szenario abzeichnet, bleibt abzuwarten. Technisch gesehen scheint dem Paar jedoch vorerst nicht viel für eine erneute Abwärtsbewegung in Richtung der 1,09er-Marke zu fehlen. Händler werden sich am Nachmittag u.a. auf die Umfragedaten der Uni-Michigan konzentrieren. 

Der DE30 schwächelt am Freitag leicht und bewegt sich nach der ersten Handelsstunde zur Marke von 13.200 Punkten. Die Bullen dürften die Rallye für eine fünfte Woche fortsetzen, könnten aber am letzten Handelstag der Woche einige Gewinne abgeben, sollten die Bären tatsächlich die Kontrolle übernehmen. Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert der deutsche Leitindex bei 13.230 Punkten.  
 

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