- Die INSG rechnet für 2026 mit einem Nickel-Angebotsüberschuss von 19 000 Tonnen statt des zuvor prognostizierten Defizits.
- Indonesien bleibt als weltgrösster Produzent mit seinen Bergbauquoten der entscheidende Einflussfaktor für den Markt.
- Der RSI-Indikator signalisiert beim Nickelpreis die stärkste Überverkauftheit seit Ende Dezember 2025.
- Die INSG rechnet für 2026 mit einem Nickel-Angebotsüberschuss von 19 000 Tonnen statt des zuvor prognostizierten Defizits.
- Indonesien bleibt als weltgrösster Produzent mit seinen Bergbauquoten der entscheidende Einflussfaktor für den Markt.
- Der RSI-Indikator signalisiert beim Nickelpreis die stärkste Überverkauftheit seit Ende Dezember 2025.
Der Nickelpreis setzt seine Talfahrt fort und ist nach neuen Prognosen der International Nickel Study Group (INSG) auf den tiefsten Stand seit Ende Dezember 2025 gefallen. Während die Organisation im April noch von einem Marktdefizit für 2026 ausging, rechnet sie nun mit einem leichten Angebotsüberschuss im Jahr 2026, der sich 2027 weiter ausweiten dürfte.
► Nickel WKN: A0KRJQ | ISIN: XC000A0KRJQ3 | Ticker: NICKEL
Nickel Prognose 2026: Wende vom Defizit zum Überschuss
Die überarbeitete Nickel Prognose der INSG zeigt eine spürbare Dynamik auf der Angebots- und Nachfrageseite:
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Nachfrage vs. Produktion 2026: Die weltweite Nachfrage nach Primärnickel soll 2026 rund 3,85 Millionen Tonnen erreichen (+7,6 % gegenüber dem Vorjahr). Die Produktion wird gleichzeitig auf etwa 3,87 Millionen Tonnen geschätzt.
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Überschuss statt Defizit: Dies führt zu einem Angebotsüberschuss von rund 19.000 Tonnen im Jahr 2026. Im April hatte die INSG noch ein Defizit von 32.000 Tonnen prognostiziert, was das erste jährliche Angebotsdefizit seit 2021 gewesen wäre.
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Höheres Wachstum: In der vorherigen Schätzung ging die INSG von einer Nachfrage von 3,75 Millionen Tonnen und einer Produktion von 3,72 Millionen Tonnen aus. Sowohl der Verbrauch als auch das Angebot wachsen somit schneller als zuvor angenommen.
Batteriemarkt und Indonesien als Schlüsselfaktoren
Während die INSG für die zweite Jahreshälfte 2026 und das gesamte Jahr 2027 mit einer steigenden Nachfrage aus dem Edelstahlsektor rechnet, wächst der Nickelverbrauch in Batterien für Elektrofahrzeuge langsamer als erwartet. Grund dafür ist der zunehmende Wettbewerb durch die LFP-Technologie (Lithium-Eisenphosphat-Batterien).
Auch auf der Angebotsseite gibt es Bewegung in den Börsen News: Indonesien, der weltweit größte Nickelproduzent, hat für 2026 niedrigere Produktionsquoten für Nickelerz genehmigt als im Vorjahr. Anträge für die Produktionsquoten 2027 können noch bis zum 15. November eingereicht werden.
Ausblick für 2027: Überschuss steigt auf 70.000 Tonnen
Für das Jahr 2027 erwartet die INSG ein anhaltendes Wachstum bei Angebot und Nachfrage. Allerdings dürfte sich der Überschuss am Nickelmarkt weiter auf rund 70.000 Tonnen vergrößern:
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Weltweiter Verbrauch: ca. 4,00 Millionen Tonnen
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Weltweite Produktion: ca. 4,07 Millionen Tonnen
Aus Sicht der Preisentwicklung fällt die Nickel Prognose bärisch aus, da der steigende Bedarf durch ein noch schnelleres Produktionswachstum übertroffen wird. Indonesien und seine künftigen Bergbauquoten bleiben somit der entscheidende Einflussfaktor für den Markt.
Chartanalyse: Nickelpreis im Tageschart

Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 15.10.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in USD. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.
Ein Blick auf den Tageschart des Nickelpreises bestätigt das bärische Bild:
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RSI-Indikator: Der Relative-Stärke-Index (RSI) ist unter die Marke von 30 gefallen und signalisiert die stärkste Überverkauftheit seit Anfang Dezember 2025.
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Gleitender Durchschnitt: Der Kurs notiert rund 10 % unter dem exponentiellen 200-Tage-Durchschnitt (EMA200), was den Abwärtstrend klar bestätigt.
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Widerstände & Ziele: Das erste Ziel der Bullen wäre eine Erholung in Richtung 15.600 Punkte. Der wichtigste Widerstand liegt im Bereich um 16.500 Punkte.
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Unterstützungen: Eine wichtige technische Unterstützungszone befindet sich zwischen 13.800 und 14.000 Punkten.
Fazit Charttechnik: Ob der Preis tatsächlich so tief fällt, ist jedoch keineswegs sicher. Der Kurs befindet sich aktuell nahe einer bedeutenden Unterstützungszone, die der breiten Konsolidierungsspanne aus dem Jahr 2025 entspricht. Möglicherweise stabilisiert sich der Markt auf dem aktuellen Niveau, während Anleger auf externe Katalysatoren warten.
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