- Silberpreis und Goldpreis steigen kräftig: Silber gewinnt fast 4%, während Gold nach einem Anstieg von knapp 200 USD innerhalb von drei Handelstagen die Marke von 4.300 USD ins Visier nimmt.
- US-Arbeitsmarkt wird zum nächsten Kurstreiber: Schwache NFP könnten Gold und Silber weiter unterstützen, während starke Daten nach der jüngsten Rally Gewinnmitnahmen auslösen könnten.
- Silber steht vor technischer Entscheidung: Ein Ausbruch über den 50-Tage-EMA könnte den Weg in Richtung der wichtigen Widerstandszone zwischen 68 und 71 USD öffnen.
- Silberpreis und Goldpreis steigen kräftig: Silber gewinnt fast 4%, während Gold nach einem Anstieg von knapp 200 USD innerhalb von drei Handelstagen die Marke von 4.300 USD ins Visier nimmt.
- US-Arbeitsmarkt wird zum nächsten Kurstreiber: Schwache NFP könnten Gold und Silber weiter unterstützen, während starke Daten nach der jüngsten Rally Gewinnmitnahmen auslösen könnten.
- Silber steht vor technischer Entscheidung: Ein Ausbruch über den 50-Tage-EMA könnte den Weg in Richtung der wichtigen Widerstandszone zwischen 68 und 71 USD öffnen.
Silberpreis und Goldpreis setzen ihre deutliche Erholung fort. Silber gewinnt knapp 4%, während Gold auf den höchsten Stand seit Ende Juni steigt. Innerhalb von nur drei Handelstagen hat der Goldpreis fast 200 USD zugelegt und nähert sich der Marke von 4.300 USD je Feinunze. Nun könnten die US-Arbeitsmarktdaten für den nächsten großen Impuls sorgen.
Silberpreis und Goldpreis setzen Erholung fort
Die Edelmetalle bleiben auf Erholungskurs. Besonders der Silberpreis zeigt mit einem Plus von fast 4% eine starke Tagesperformance. Gleichzeitig setzt auch der Goldpreis seine Aufwärtsbewegung fort und erreicht den höchsten Stand seit Ende Juni. In den vergangenen drei Handelstagen ist der Goldpreis um fast 200 USD gestiegen und nähert sich damit der psychologisch wichtigen Marke von 4.300 USD je Feinunze.
Unterstützt wird die Rally von schwächeren US-Arbeitsmarktdaten, einem vergleichsweise schwachen US-Dollar und zunehmenden Hoffnungen auf eine Vereinbarung zur Wiederöffnung der Straße von Hormus. Eine solche Entwicklung könnte zu einer Entspannung der geopolitischen Lage im Nahen Osten beitragen. Trotz der deutlichen Erholung notieren sowohl der Silberpreis als auch der Goldpreis weiterhin klar unter ihren Rekordständen aus dem bisherigen Jahresverlauf.
Warum steigt der Silberpreis aktuell?
Zusätzlichen Rückenwind erhält Silber von den fallenden Ölpreisen. Rohöl hat im Wochenverlauf fast 5% an Wert verloren. Für Silber ist diese Entwicklung aufgrund seiner industriellen Bedeutung relevant, da niedrigere Energiepreise die Produktionskosten in energieintensiven Branchen reduzieren können. Gleichzeitig bleibt offen, ob tatsächlich eine dauerhafte Vereinbarung über die Wiederöffnung der Straße von Hormus erzielt werden kann. Die geopolitische Situation im Nahen Osten bleibt entsprechend ein wichtiger Unsicherheitsfaktor für die Rohstoffmärkte.
Neben seiner Funktion als Edelmetall profitiert Silber zudem von seiner industriellen Nachfrage. Die Weltwirtschaft wächst weiterhin mit rund 3% im Jahresvergleich und befindet sich damit weit von einer globalen Rezession entfernt. Das ist insbesondere für den Silberpreis relevant, da Silber stärker als Gold von der industriellen Nachfrage abhängig ist. Zusätzlich gewinnt das Metall durch seinen Einsatz in Infrastruktur rund um KI-Rechenzentren an Bedeutung.
Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 07.08.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in USD. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.
Goldpreis vor US-Arbeitsmarktbericht: NFP könnten Volatilität auslösen
Der nächste große Impuls für den Goldpreis und Silberpreis könnte vom US-Arbeitsmarkt kommen. Anleger warten auf die Veröffentlichung der Non-Farm Payrolls für Juli. Der Markt rechnet mit einem Beschäftigungszuwachs von 80.000 Stellen, nachdem im Juni 57.000 neue Stellen gemeldet wurden. Die Daten könnten wichtige Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Fed liefern und entsprechend starke Bewegungen bei Gold und Silber auslösen.
Fallen die NFP schwächer als erwartet aus, könnte dies die Edelmetallpreise weiter unterstützen. Schwache Arbeitsmarktdaten reduzieren tendenziell den Spielraum der Fed für eine restriktivere Geldpolitik und können gleichzeitig die Renditen von US-Staatsanleihen sowie den US-Dollar belasten. Übertreffen die Arbeitsmarktdaten dagegen die Erwartungen deutlich, könnten Anleger nach der starken Rally der vergangenen Tage kurzfristig Gewinne mitnehmen. In diesem Szenario wären Rücksetzer beim Goldpreis und Silberpreis möglich.
Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 07.08.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in USD. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.
Fed-Zinserwartungen stützen Gold und Silber
Bereits der schwächer als erwartet ausgefallene ADP-Arbeitsmarktbericht für Juli hat die Erwartungen an eine Zinserhöhung der Federal Reserve im September gedämpft. Davon konnten die Edelmetalle profitieren. Das grundsätzliche wirtschaftliche Umfeld in den USA bleibt allerdings solide. Für Gold und Silber entsteht dadurch eine interessante Konstellation: Schwächere Arbeitsmarktdaten könnten die Zinserwartungen reduzieren, ohne gleichzeitig unmittelbar Rezessionsängste auszulösen.
Insbesondere der Goldpreis reagiert sensibel auf Veränderungen bei den US-Zinserwartungen. Sinkende Renditen machen das unverzinste Edelmetall im Vergleich zu Staatsanleihen attraktiver.
Schwacher US-Dollar bleibt Rückenwind für den Goldpreis
Auch die Entwicklung des US-Dollars spielt für den Goldpreis eine wichtige Rolle. Der US-Dollar-Index DXY legt aktuell zwar leicht zu, bewegt sich mit rund 99,8 Punkten aber weiterhin in der Nähe seines Sechswochentiefs. Seit dem 25. Juli hat der Dollar deutlich an Wert verloren.
Da Gold und Silber international überwiegend in US-Dollar gehandelt werden, kann ein schwächerer Dollar die Edelmetalle für Käufer außerhalb des Dollarraums günstiger machen. Entsprechend hat die jüngste Dollarschwäche die Erholung bei Silberpreis und Goldpreis unterstützt.
Straße von Hormus: Geopolitik bleibt wichtiger Faktor
Weitere Unterstützung liefern Berichte über Fortschritte bei den Gesprächen zwischen Iran und Oman zur Wiederöffnung der Straße von Hormus.
Eine Entspannung könnte allerdings unterschiedliche Auswirkungen auf die Edelmetalle haben. Einerseits würde eine geopolitische Deeskalation die Nachfrage nach klassischen sicheren Häfen wie Gold reduzieren. Andererseits könnten niedrigere Energiepreise und bessere Aussichten für die Weltwirtschaft insbesondere Silber aufgrund seiner industriellen Verwendung unterstützen.
Die Lage im Nahen Osten bleibt jedoch äußerst instabil. Entsprechend müssen Anleger weiterhin mit einer erhöhten Volatilität an den Rohstoffmärkten rechnen.
Silberpreis Chartanalyse: 50-Tage-EMA wird zur Schlüsselmarke
Aus technischer Sicht hat der Silberpreis von seinen jüngsten lokalen Tiefständen bereits rund 20% zugelegt. Nun trifft die Erholung auf einen wichtigen technischen Widerstand.
Im Fokus steht der 50-Tage-EMA. Ein Ausbruch über diese Marke wäre technisch relevant, da Silber damit erstmals seit Mai wieder oberhalb des gleitenden Durchschnitts handeln würde.
Gelingt der Ausbruch, rückt anschließend die Widerstandszone zwischen 68 und 71 USD je Feinunze in den Fokus. In diesem Bereich treffen der 200-Tage-EMA und das 23,6%-Fibonacci-Retracement der Abwärtsbewegung von Januar bis Februar aufeinander.
Damit entsteht eine technische Widerstandszone, deren Überwindung das Chartbild für den Silberpreis deutlich aufhellen könnte.
Auf der Unterseite bleibt dagegen die Marke von 58 USD je Feinunze die entscheidende Unterstützung.
Silberpreis Prognose: Diese Marken sind jetzt wichtig
Für den kurzfristigen Ausblick beim Silberpreis lassen sich damit drei zentrale Bereiche identifizieren:
50-Tage-EMA: Die unmittelbar entscheidende Hürde. Ein nachhaltiger Ausbruch könnte das technische Momentum verstärken.
68 bis 71 USD: Die nächste größere Widerstandszone mit dem 200-Tage-EMA und dem 23,6%-Fibonacci-Retracement.
58 USD: Die zentrale Unterstützung. Ein Rückfall darunter würde die aktuelle Erholungsbewegung technisch deutlich schwächen.
Kurzfristig dürften allerdings zunächst die US-Arbeitsmarktdaten darüber entscheiden, ob der Silberpreis seine Erholung fortsetzen kann.
Goldpreis und Silberpreis: Was Anleger jetzt beachten sollten
Für Goldpreis und Silberpreis treffen derzeit mehrere wichtige Einflussfaktoren aufeinander. Schwächere US-Arbeitsmarktdaten und der zuletzt schwache Dollar sprechen grundsätzlich für die Edelmetalle. Gleichzeitig könnte eine geopolitische Entspannung im Nahen Osten einen Teil der Nachfrage nach sicheren Häfen reduzieren.
Beim Silberpreis kommt die industrielle Komponente hinzu. Eine robuste Weltwirtschaft und eine steigende Nachfrage aus technologieintensiven Bereichen könnten Silber längerfristig zusätzliche Unterstützung bieten. Kurzfristig stehen jedoch die US-Arbeitsmarktdaten im Mittelpunkt. Nach der starken Rally der vergangenen Handelstage ist das Überraschungspotenzial in beide Richtungen erhöht.
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FAQ zum Silberpreis und Goldpreis
Warum steigt der Goldpreis aktuell?
Der Goldpreis profitiert derzeit von schwächeren US-Arbeitsmarktdaten, niedrigeren Erwartungen an weitere Zinserhöhungen der Fed und einem vergleichsweise schwachen US-Dollar. Innerhalb von drei Handelstagen ist Gold um fast 200 USD gestiegen.
Warum steigt der Silberpreis aktuell?
Der Silberpreis profitiert sowohl von der Erholung der Edelmetalle als auch von seiner industriellen Nachfrage. Zusätzlich wirken niedrigere Ölpreise und die weiterhin wachsende Weltwirtschaft unterstützend.
Wie beeinflussen die US-Arbeitsmarktdaten den Goldpreis?
Schwächere US-Arbeitsmarktdaten können Erwartungen an eine weniger restriktive Geldpolitik der Fed verstärken. Das kann US-Renditen und den Dollar belasten und dadurch den Goldpreis unterstützen. Starke Arbeitsmarktdaten können den gegenteiligen Effekt haben.
Welche Marken sind beim Silberpreis wichtig?
Kurzfristig steht der 50-Tage-EMA im Mittelpunkt. Oberhalb dieser Marke liegt zwischen 68 und 71 USD je Feinunze die nächste wichtige Widerstandszone. Auf der Unterseite gilt 58 USD als zentrale Unterstützung.
Können die NFP Goldpreis und Silberpreis bewegen?
Ja. Die Non-Farm Payrolls gehören zu den wichtigsten US-Konjunkturdaten und beeinflussen die Zinserwartungen für die Federal Reserve. Deutliche Abweichungen von den erwarteten 80.000 neuen Stellen könnten deshalb starke Bewegungen beim Goldpreis und Silberpreis auslösen.
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