- Reduzierte Tech-Shorts: Michael Burry hat seine Leerverkäufe gegen den KI-getriebenen Tech-Sektor spürbar verringert, um Zeitwertverluste bei seinen Optionen zu begrenzen.
- Fokus auf Value-Wetten: Lululemon, Molina Healthcare und MercadoLibre bleiben die dominierenden Long-Positionen, trotz teils starker Abwärtstrends (wie bei Lululemon).
- Maximale Flexibilität: Der gleichzeitige Abbau von Long- und Short-Positionen deutet auf eine abwartende Haltung in einem unsicheren, von Momentum getriebenen Marktumfeld hin.
- Reduzierte Tech-Shorts: Michael Burry hat seine Leerverkäufe gegen den KI-getriebenen Tech-Sektor spürbar verringert, um Zeitwertverluste bei seinen Optionen zu begrenzen.
- Fokus auf Value-Wetten: Lululemon, Molina Healthcare und MercadoLibre bleiben die dominierenden Long-Positionen, trotz teils starker Abwärtstrends (wie bei Lululemon).
- Maximale Flexibilität: Der gleichzeitige Abbau von Long- und Short-Positionen deutet auf eine abwartende Haltung in einem unsicheren, von Momentum getriebenen Marktumfeld hin.
Am 9. September veröffentlichte der berühmte "Big Short"-Investor ein weiteres Update zu seinen Investments. Viele Anleger fragen sich nun: Sind die jüngsten Anpassungen im Michael Burry Portfolio lediglich routinemäßiges Risikomanagement oder der Beginn eines viel größeren Schachzugs am Markt? Dieser Artikel beleuchtet die Hintergründe.
💡 3 Key Takeaways
- Reduzierte Tech-Shorts: Michael Burry hat seine Leerverkäufe gegen den KI-getriebenen Tech-Sektor spürbar verringert, um Zeitwertverluste bei seinen Optionen zu begrenzen.
- Fokus auf Value-Wetten: Lululemon, Molina Healthcare und MercadoLibre bleiben die dominierenden Long-Positionen, trotz teils starker Abwärtstrends (wie bei Lululemon).
- Maximale Flexibilität: Der gleichzeitige Abbau von Long- und Short-Positionen deutet auf eine abwartende Haltung in einem unsicheren, von Momentum getriebenen Marktumfeld hin.
📉 Rückgang der Tech-Shorts im Michael Burry Portfolio
Aus den jüngsten Positionsänderungen lässt sich ein moderater, aber deutlich sichtbarer Rückgang von Michael Burrys Vertrauen in seine bisherigen Prognosen ableiten. Besonders auffällig ist die Reduzierung der Short-Positionen gegen breit gefächerte Technologieunternehmen, die eng mit dem Bereich Künstliche Intelligenz (KI) verknüpft sind.
Auf seinen Social-Media-Profilen begründete er diesen Schritt pragmatisch: Er wolle den durch den Zeitablauf bedingten Wertverlust seiner Optionen (Time Decay) in Grenzen halten.
Dennoch hält er an "Put"-Wetten auf Palantir und den QQQ-Fonds mit Verfallsdaten im Jahr 2027 fest. Auf der Short-Seite dominieren weiterhin Oracle, Palantir und Nebius. Kleinere Put-Positionen umfassen Nvidia und einen ETF aus dem Halbleitersektor. Die größten Long-Positionen bleiben Lululemon, Molina Healthcare und MercadoLibre. Genaue prozentuale Gewichtungen oder den exakten Umfang der Reduzierungen im aktuellen Michael Burry Portfolio gab er jedoch nicht bekannt.
🧘♂️ Besser spät als nie: Die Lektionen aus Lululemon
Ohne übermäßige Kritik üben zu wollen, ist das Michael Burry Portfolio aktuell eine äußerst interessante Fallstudie. Das erste Beispiel ist sein großes Engagement bei Lululemon. Bereits im zweiten Quartal 2025 investierte Michael Burry ganz offen in das Unternehmen. Die Aktie war damals bereits rund 50 % von ihrem Höchststand gefallen, was auf eine vermeintlich günstige Einstiegschance hindeutete.
Wenn man diese Position beobachtet, wird schnell klar:
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Wenn eine Aktie billig ist, gibt es dafür oft einen triftigen Grund.
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Selbst wenn eine Aktie billig ist, kann sie noch wesentlich tiefer fallen.
Michael Burry argumentiert, dass Lululemon das Potenzial für ein spektakuläres Comeback hat, und vergleicht das Unternehmen mit Marken wie Abercrombie & Fitch oder Ralph Lauren. Die Entwicklung der Firma – sowohl fundamental als auch hinsichtlich der Kursentwicklung im Chart – zeigt jedoch weiterhin stark nach unten. Der Investor verschließt allerdings nicht die Augen vor den Fakten und hat die sich verschlechternden Aussichten des Unternehmens durchaus eingeräumt.
🚀 Hyper-Growth & Bilanzfragen: Nvidia, Palantir und Oracle
Die andere Seite der Aufstellung ist fast noch spannender. Palantir und Nvidia gelten aufgrund ihres exponentiellen Umsatzwachstums bei gleichzeitig hohen Margen als klassische "Hyper-Growth"-Unternehmen. Michael Burrys größter Fehler in diesen Fällen war es womöglich, Bilanzbetrug zu vermuten, wo sich keine harten Beweise finden ließen, anstatt zumindest einen teilweisen Irrtum einzugestehen.
Oracle und Nebius bieten eine weitere Lektion. Wie Michael Burry anmerkt, haben diese Unternehmen ein reales Problem mit ihrer Verschuldung sowie dem Ausmaß ihrer Abschreibungen. Die Schwierigkeit hierbei ist jedoch, dass seine Short-These für diese Aktien vom Eintreten eines extremen Risikoszenarios abhängt – ohne dass bisher überprüfbare Faktoren erkennbar sind, die als Katalysator für einen solchen Absturz dienen könnten.

🏁 Fazit: Was uns die Strategie aktuell lehrt
Könnte man in der neuen Positionierung des Michael Burry Portfolios Anzeichen einer Kapitulation sehen? Oder gar den Vorboten eines nahenden Bewertungs-Gipfels, auf den eine vernichtende Preiskorrektur folgt? Diese Interpretation wäre wohl zu radikal.
Das aktuelle Rebalancing des Portfolios deutet vielmehr auf pure Vorsicht gegenüber dem Technologiesektor hin. Es ist die Anerkennung der Tatsache, dass das Marktmomentum weiterhin gegen seine bärische These spricht. Grundlegende Faktoren, die eine Korrektur rechtfertigen könnten, wirken aktuell (noch) nicht als Auslöser für einen Stimmungsumschwung. Gleichzeitig darf ein erfahrener Investor beständig schwache Ergebnisse auf der Long-Seite (wie bei Lululemon) nicht ignorieren.
Die Reduzierung sowohl der Long- als auch der Short-Positionen lässt sich als Erhöhung der taktischen Flexibilität inmitten großer Unsicherheit interpretieren. Der Teilverkauf der Put-Positionen unterstreicht zudem die enorme Bedeutung des Timings: Selbst die absolut richtige Einschätzung einer Überbewertung führt unweigerlich zu Verlusten, wenn der Marktabsturz erst passiert, nachdem die Optionskontrakte bereits verfallen sind.
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❓ Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wer ist Michael Burry?
Michael Burry ist ein US-amerikanischer Investor, Hedgefonds-Manager und Arzt. Weltberühmt wurde er durch seine milliardenschweren Leerverkäufe (Shorts) gegen den US-Immobilienmarkt vor der Finanzkrise 2008 – eine Geschichte, die im Film "The Big Short" verfilmt wurde.
Was sind die größten Positionen im aktuellen Michael Burry Portfolio?
Auf der Long-Seite (Wetten auf steigende Kurse) setzt er aktuell stark auf Lululemon, Molina Healthcare und MercadoLibre.
Warum hat er seine Wetten gegen Technologie-Aktien (Shorts) reduziert?
Burry erklärte, dass er den zeitbedingten Wertverlust seiner Optionen ("Time Decay") begrenzen wollte. Wenn der Markt länger irrational bleibt als die Optionen laufen, verliert der Investor Geld, auch wenn er mit seiner Fundamentalanalyse am Ende recht behält.
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