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14:16 · 2. Februar 2026

Weiterer Shutdown der US-Regierung: Was könnte das diesmal bedeuten?

Börse Aktuell: Neuer Government Shutdown belastet die Börse USA

Die Finanzmärkte und statistischen Institutionen haben die Folgen des vorherigen, rekordlangen Government Shutdowns in den USA noch nicht vollständig verarbeitet. Datenlücken und erhöhte Volatilität prägen weiterhin das Marktumfeld. Bereits Ende Januar 2026 ist die US-Regierung jedoch erneut in einen weiteren Shutdown geraten.

Damit hat Donald Trump offiziell den bisherigen Negativrekord von Ronald Reagan bei der Anzahl ausgelöster Haushaltskrisen übertroffen. Doch was ist der Auslöser dieses erneuten fiskalpolitischen Konflikts, wie lange könnte er andauern – und welche Konsequenzen ergeben sich für die Börse USA?


Ursache des Problems: Politische Blockade in Washington

Der vorherige Government Shutdown konnte lediglich durch eine provisorische Übergangslösung beendet werden. Diese kam nur zustande, weil sich eine kleine Gruppe demokratischer Senatoren von der offiziellen Verhandlungslinie ihrer Partei löste. Die grundlegenden Konflikte zwischen Demokraten und Republikanern blieben jedoch ungelöst.

Das US-Haushaltsverfahren basiert auf mehreren Einzelgesetzen, die jeweils bestimmte Bereiche der staatlichen Finanzierung regeln. Während sich der vorherige Streit auf ein einzelnes Gesundheitsprogramm konzentrierte, ist der aktuelle Konflikt deutlich umfassender. Im Zentrum steht nun die Finanzierung des Department of Homeland Security, vergleichbar mit einem Innenministerium.

Zeitgleich kommt es landesweit zu Protesten gegen die Regierung und die Einwanderungsbehörde ICE. Berichte über Todesfälle, unrechtmäßige Inhaftierungen und mutmaßliche Menschenrechtsverletzungen haben den politischen Druck erhöht. Die Demokraten fordern Reformen und stärkere Kontrollmechanismen, bevor sie weiteren Haushaltsmitteln zustimmen.

Börse USA im Fokus: Shutdowns mit realen wirtschaftlichen Folgen

Government Shutdowns sind in den USA grundsätzlich kein neues Phänomen und dauerten in der Vergangenheit meist nur wenige Tage oder Wochen – mit begrenzten wirtschaftlichen Auswirkungen. Unter Donald Trump hat sich dieses Bild jedoch deutlich verändert.

Shutdowns während seiner ersten und zweiten Amtszeit zählen zu den längsten in der US-Geschichte und hatten spürbare ökonomische Konsequenzen. Nach Schätzungen des Congressional Budget Office kostete der Shutdown im Jahr 2025 die US-Wirtschaft rund 1,5 % des Bruttoinlandsprodukts. Ähnliche Einschätzungen kamen von JP Morgan und Goldman Sachs.


Keine Aussicht auf Kompromiss: Politisches Risiko steigt

Besonders kritisch für die Börse Aktuell ist die kompromisslose Haltung der aktuellen Regierung. Verhandlungen oder Reformzusagen werden grundsätzlich abgelehnt, stattdessen wird eine bedingungslose Zustimmung des Kongresses erwartet.

Während beim Shutdown 2025 noch Zeit gegen die Republikaner arbeitete, hat sich die Lage inzwischen deutlich verschlechtert. Die Aufmerksamkeit von Politik und Öffentlichkeit richtet sich zunehmend auf die Midterm-Wahlen im November. Diese entscheiden über die Mehrheitsverhältnisse im Senat und im Repräsentantenhaus.

Zwar gilt eine republikanische Mehrheit im Senat weiterhin als wahrscheinlich, im Repräsentantenhaus zeichnet sich jedoch ein völlig anderes Bild ab. Proteste, schwache Konjunktursignale, ein angeschlagenes Konsumklima sowie politische und militärische Kontroversen belasten die Regierung zusätzlich. Viele Prognosen gehen von einer klaren Niederlage der Republikaner im Repräsentantenhaus aus.

 


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Börse Aktuell: Wie reagieren die Finanzmärkte?

Sollte der Government Shutdown nur wenige Tage oder Wochen andauern, dürften die Auswirkungen auf die Finanzmärkte begrenzt bleiben. Zieht sich der Stillstand jedoch über mehr als 30 Tage, könnte die Nervosität an der Börse USA deutlich zunehmen.

Ein länger anhaltender Shutdown würde erneut zur schrittweisen Einstellung statistischer Behörden führen, was die Unsicherheit an den Märkten erhöht – insbesondere vor dem Hintergrund der ohnehin angespannten Lage rund um die US-Notenbank Fed. Zudem drohen Zwangsbeurlaubungen von Staatsbediensteten, Störungen im Flugverkehr sowie Verzögerungen bei Zahlungen und öffentlichen Aufträgen.

Diese Effekte könnten sich in sinkendem Konsum, steigender Arbeitslosigkeit und schwächeren Wirtschaftsdaten niederschlagen. Gleichzeitig wächst die Sorge um die Stabilität des US-Finanzsystems angesichts hoher Staatsverschuldung und steigender Zinskosten.


Ausblick für die Börse USA: Hoffnung auf politische Blockade

Trotz aller Risiken richten viele Investoren ihren Blick vor allem auf die anstehenden Midterm-Wahlen. Eine mögliche Niederlage der Republikaner im Repräsentantenhaus könnte zu einer politischen Blockade führen. Diese würde Donald Trumps Handlungsspielraum bei Handelskonflikten, institutionellen Eingriffen und außenpolitischen Spannungen deutlich begrenzen.

Paradoxerweise könnte genau diese politische Lähmung von den Märkten als stabilisierend wahrgenommen werden – ein Faktor, der mittelfristig unterstützend für Bewertungen an der Börse USA wirken könnte.

 

 

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